(openPR) „In der zeitgenössischen Demokratie bestimmt nicht das Wohl der Allgemeinheit, sondern das Interesse der Stärksten Lobbys die Politik.“ (Prof. Querulix, Volksmund) Damit ist der Weg einer allmählichen Entdemokratisierung vorgezeichnet, der zur Erleichterung von Ausbeutung, zum weiteren Abbau sozialer Sicherungssysteme und schließlich in die Plutokratie, die Diktatur der Vermögensbesitzer führen könnte.
Die USA sind auf diesem Weg schon weiter fortgeschritten. Aber auch die deutsche Wirtschaftslobby arbeitet kräftig daran und befürwortet mit ihrem Eintreten für TTIP und weitgehend vor der Öffentlichkeit verborgene ergänzende Abkommen die Aufgabe wichtiger Teile gesetzgeberischer Souveränität. , Augenscheinlich hat die Wirtschaftslobby alle etablierten Parteien fest im Griff, wenn auch die einen mehr und die anderen weniger. Die große Mehrheit der sozial nicht privilegierten Bürgerinnen und Bürger sieht bei Fortsetzung des gegenwärtigen politischen Entwicklungstrends einer wenig erfreulichen Zukunft mit sinkenden Einkommen, steigender Zahl prekärer Arbeitsplätze, kalter Enteignung der Sparer und Armut im Alter entgegen.
Die Geldkrieger beherrschen das politische Geschäft. Das ist nicht neu. Der Begriff „Geldkrieger“ wurde von dem österreichischen Physiker und Philosophen Ernst Mach in seinem 1915 erschienenen letzten Buch „Kultur und Mechanik“ für die Klasse der Bankster und Nimmersatts geprägt, die damals wie heute ihre Mitmenschen nur als Beuteopfer behandeln, als billige Arbeitskräfte und als Konsumtrottel, denen sie möglichst tief in die Tasche greifen wollen. Was damals daraus wurde, wissen wir.
Die Bürgerschaftswahl in Hamburg hat mit einer Wahlbeteiligung von gerade einmal 56,6 Prozent gezeigt, daß immer mehr Menschen der polit-ökonomischen Klasse den Rücken kehren. Der Staat der Wirtschaftslobby, in dem Millionen inzwischen ohne jede Aussicht auf Besserung für Hungerlöhne arbeiten, ist nicht ihr Staat. Nur noch gut ein Viertel der Bevölkerung steht hinter der Regierung Scholz. Darauf kann niemand stolz sein.
Auch auf Bundesebene sinkt die Wahlbeteiligung seit Mitte der 80er Jahre. Seit 2009 ist sie geradezu abgestürzt auf knapp über 70 Prozent.. Wenn die Bürger sich in Scharen von den Herrschenden abwenden, ist Gefahr im Verzuge. Denn sich nicht um die Wahlen scheren heißt nichts anderes als: Wer hier regiert ist mir egal. Die sorgen doch sowieso nur für sich und ihre Klientele.
Die Realität bestätigt diese Vernutung leider in erschreckendem Maße. Die Regierungen besorgen überwiegend das Geschäft derer, denen die Produktionsmittel gehören. Die soziale Schieflage hat auch in Deutschland inzwischen ein Ausmaß erreicht, das an ein Schwellenland erinnert.
Die Demokratie ist zur Lobbydemokratur verkommen. Wer sich „abgehängt“ und für dumm verkauft fühlt, dem ist der Staat egal. Er wird auch egoistischer, weil er spürt, daß die Herrschenden an seinem Schicksal keinerlei Interesse haben. Da heißt es dann: selbst ist der Mann, der im Kampf um Futter leider keine Rücksicht auf andere nehmen kann. Nicht nur das Allgemeinwohl bleibt auf der Strecke, auch das soziale Klima wird zunehmend kälter. In Hamburg werden zum Beispiel rücksichtslos Gehwege zugeparkt und viele Radfahrer fahren nach ihren eigenen Regeln nach dem Motto: Fußgänger werden sich schon in Acht nehmen und Autofahrer scheuen meistens die Scherereien, die sie auch dann haben, wenn sie einen Radfahrer schuldlos überfahren.
Wenn man dann auch noch die großen und kleinen Kriege in der Welt betrachtet, den religiösen Fanatismus und die vielen abscheulichen Grausamkeiten, die nur ein Menschentier begeht, dann fragt man sich, ob das die Ouvertüre zum Finale des Menschentheaters ist.
Daß auch die Finanzkrise vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist, und das finanzielle Schicksal am seidenen Faden hängt, spielt angesichts dieses Szenarios eigentlich gar keine Rolle mehr.
Tröstlich nur, daß auch schon vor vielen Jahrtausenden die Menschheit von Naturkräften dezimiert und sogar mehrmals beinahe zum Verschwinden gebracht wurde. Sie hat sich aber immer wieder erholt. Nur ging es leider mit der Weiterentwicklung des Menschentiers zum Menschen nicht voran. Verbessert wurden nur Technik, Organisation und Herrschaftsmittel. Die Moral blieb auf der Strecke.
Prof. Querulix beobachtet seit vielen Jahren das schwachsinnige Treiben des Menschentiers, das mit der vernünftigen Nutzung seiner Intelligenz die Erde längst hätte in einen Garten Eden verwandeln können. Statt dessen wütet er wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen und nimmt dabei auch keinerlei Rücksicht auf Gesundheit und Leben seiner Artgenossen. Prof. Querlix‘ Beobachtungen und Kommentare können Sie in der eBook-Reihe „Tacheles“ nachlesen. Sie ist im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital erschienen und umfaßt derzeit vier Bände. Für 9,95 Euro je Band ist sie im Verlag und in allen guten (Interne-)Buchhandlung erhältlich.
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