(openPR) Nun haben die Laxen den Durchbruch geschafft und Drghi überzeugt, daß er noch mehr Geld drucken muß. Schuldenmachen wird durch den geplanten massenhaften Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB erleichtert, Seriosität bei der Haushaltführung bestraft. Die Deutschen können sich nur für dumm verkauft betrachten, auch von der eigenen Regierung. Zahlen sie doch – und das trifft vor allem die große Mehrheit der Unter- und Mittelschichten – für den Schlendrian ihrer südeuropäischen Nachbarn, die sich jetzt mit solider Haushaltsführung viel Zeit lassen können, wenn sie überhaupt noch daran denken.
So verblendet, daß einem angesichts dieser Lage nicht alle Alarmglocken läuten, kann eigentlich kein informierter und mit rationalem Denkvermögen ausgestatteter Mensch sein.
Schon öfter wurde betont, daß der Euro nur als Weichwährung überlaben kann, als eine Art Eurolira oder Eurodrachme. Es wurde aber auch gesagt, daß die sozialen und politischen Begleiterscheinungen den Deutschen schneller als befürchtet ein zweites Weimar bescheren könnten. Das Ergebnis kennen wir und allein öffentliches Schwadronieren von Vertretern der polit-ökonomischen Klasse wird die Gefahr nicht abwenden. Die Gemengelage kann schnell einen explosiven Zustand erreichen.
Ein niedriger Eurokurs subventioniert Exporte. Aber er sorgt auch kräftig für importierte Inflation. Importgüter werden deutlich teurer.
Warum haben die Politiker die Bankenkrise nicht an den Wurzeln, nämlich bei den Banken in Angriff genommen? Haben sie nicht gewagt, den Bankstern das Handwerk zu legen? Mehr oder weniger Placebo-Maßnahmen genügten ihnen – oder mußten ihnen vielleicht genügen, weil längst die Bankster bestimmen, wo’s lang geht. Das Derivate-Unwesen wuchert deshalb weiter und kann die Finanzmärkte jederzeit vollkommen ruinieren. Welche Auswirkungen auf die Realwirtschaft und das soziale Gefüge in vielen Ländern der Welt – darunter den USA, Japan und allen Ländern der Europäischen Union – ein solcher Kollaps haben wird, ist gar nicht abzusehen.
Aber der Zusammenbruch wird kommen. Noch nie hat ein Schuldenkarussell, wie es die EZB jetzt angestoßen hat, gesundes Wachstum und zusätzlichen Allgemeinen Wohlstand erzeugen können. Das genaue Gegenteil ist die Wahrheit. Die Politiker wollen die Volksmassen für die Verpflichtungen von Staaten, Banken und Großzockern zahlen lassen. Das war in der Geschichte immer schon ein entscheidender Schritt in den (Politischen) Abgrund. Denn vor allem werden die Vermögen des Mittelstandes ruiniert, die überwiegend der Altersversorgung dienen. Damit schafft sich die polit-ökonomische Herrscherklasse Gegner, die sie nach eller geschichtliche Erfahrung nicht unterschätzen sollte.
Die EZB kann nicht wie die us.amerikanische FED Schulden unbegrenzt steigern und dann durch Dollardrucken weltweit in andere Staaten exportieren. Das ist nur infolge der privilegierten Stellung des US-Dollars als Welt-Leit- und Reservewährung möglich: Schuldenmachen auf Kosten aller Länder, die den Warenverkehr in US-Dollar abwickeln oder ihre Devisenreserven in US-Dollar halten.
Die (un)verantwortlichen europäischen Politiker setzen augenscheinlich ihre Hoffnung darauf, daß die Geldentwertung in einem allmählichen Abnutzungsprozeß des Geldwertes vonstatten geht, sodaß die Betroffenen nicht so schnell merken, wie die polit-ökonomische Klasse ihnen das Fell über die Ohren zieht. Das könnte sich jedoch als trügerische Hoffnung herausstellen. Die Erfahrungen unserer Väter und Großväter legen nahe, die Wahrscheinlichkeit einer sich unkontrollierbar progressiv beschleunigenden Inflation nicht zu unterschätzen. Die Regierungen nach Merkel werden sich einiges werden einfallen lassen müssen, wenn sie gefährliche politische Verwerfungen vermeiden möchten.
Aber auch die großen Spekulanten sollten nicht so leichtsinnig, sein, auf ihren Buchgewinnen auszuruhen. Die Blasen können jederzeit platzen, nur genau voraussagen konnte das bisher noch niemand. Exorbitante Gewinne zum Nulltarif können sich schnell in reißende Verluststrudel verwandeln.
Die Menschentiere machen immer wieder die gleichen Fehler, und die Betas du Gammas gehen den Alphas wie immer auf den Leim. Solange die Maximierung des privaten Profits, insbesondere des Profits der politiknahen Lobbyklüngel, die oberste und einzige Zielgröße der Politik ist, wird sich die Demokratie selbst entleiben. Nicht das Allgemeinwohl, sondern die Sonderinteressen des polit-ökonomischen Herrschaftsklüngels setzten die Entsche3idungskriterien. Solange das Volk dem willig folgt, statt Politiker, die seine Ausbeuter unterstützen, in die Wüste schicken, kommen wir über die faktische Diktatur der Lobbyvereine wird immer weiter auf den Sklavenstaat zu. Das wäre auch einzige Lösung, wenn Deutschland über den Preis mit Sklavenarbeit in anderen Ländern konkurrieren soll.
Wohin das politisch führt ist nicht genau voraussagbar. Die historische Erfahrung zeigt aber, daß mit einem für die etablierten Herrscherkräfte optimalen Lösung nicht zu rechnen ist. Trotzdem wird weiter gegen die Interessen des Allgemeinen Wohls regiert. Nur die betroffenen Menschen selbst können ihr Schicksal ändern. Dazu braucht es erfahrungsgemäß vor allem eine ordentliche Wut im Bauch.
Der bessere, aber zunächst mühsamere Weg in eine für die große Mehrheit der Deutschen lebenswerte Zukunft, wären durchgreifende Reformen des Sozial-und des Steuersystems mit dem Ziel sozialer Gerechtigkeit und nachhaltiger Funktionalität. Das Allgemeinwohl muß dabei anstelle der zahlreichen Sonderinteressen von Parteien und deren Klientele das Denken und Handeln leiten.
Anregungen dazu sind in einer kleinen Studie nachzulesen. Sie trägt den Titel: „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook, 9,95 Euro). In der mit Zahlen unterlegten Studie wird ein Konzept vorgestellt, mit dem einerseits alle Mitbürgerinnen und Mitbürger sicher vor Ausbeutung geschützt werden sollen. Andererseits wird eine nachhaltig stabile Binnennachfrage angestrebt, um die geradezu sträfliche Abhängigkeit Deutschlands vom Export zu verringern. Die Studie ist beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in jeder guten (Internet-)Buchhandlung erhältlich.
„Die Zukunft liegt in den Händen derer, die in der Lage sind, der Generation von morgen verläßliche Gründe zum Leben und Hoffen zu geben“, schrieb der französische Theologe, Jesuit und Naturforscher Teilhard de Chardin. In dieser Beziehung haben die gegenwärtigen Politiker blamabel versagt.
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