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Schilda ist überall

14.10.201412:42 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Schilda ist überall
Tacheles - Zeitkritik von Prof. Querulix, zusammengefaßt in einer eBook-Reihe
Tacheles - Zeitkritik von Prof. Querulix, zusammengefaßt in einer eBook-Reihe

(openPR) „Du fragst, warum dich keine Schilder führ’n nach Schilda
in diesen wegen seiner Dummen so bemerkenswerten Ort?
Die Antwort ist: Man braucht sie nicht, denn Schilda ist doch allda.“
(Prof. Querulix)

Die menschliche Dummheit verharmlosenden Geschichten der Bürger von Schilda gleichen schön geschminkten Gesichtern im Vergleich zur häßlichen Fratze der Wirklichkeit. Aber die Tünche ist dünn und die häßliche Wirklichkeit kann sich dahinter nicht verbergen. Die Dummheit, eine Währungsunion mit Staaten zu gründen, deren Bevölkerungen so vollkommen unterschiedliche Einstellungen zu solider Haushaltsführung und Geldwertstabilität haben und dann noch, als die gravierenden negativen Folgen unübersehbar wurden, an dieser Fehlentscheidung ohne Wenn und Aber festzuhalten, ist dabei das gesamte soziale Gefüge, den inneren Frieden und den Wohlstand Deutschlands zu erschüttern.



Die Folgen sind unabsehbar. Verstärkt werden sie durch den weltweiten Flächenbrand der Banken- und Staatschuldenkrise, verursacht durch die Dummheit viel zu weitgehender ungenügend durchdachter Deregulierung. Anstatt die Fehler unverzüglich zu korrigieren wird mit dem Versuch, die Kreditvergabe der geschwächten Banken mit tonnenweise frisch gedrucktem Geld zu forcieren und dabei die Enteignung der Sparer und die Vernichtung privater Altersversorgungen in Kauf zu nehmen, noch eine Dummheit draufgesetzt.

Wer bisher noch über die bayerische CSU-Regierung lachen konnte, die sich mit der sogenannten Herdprämie wieder einen Platz in der Geschichte Schildas gesichert hat, dem bleibt das Lachen vermutlich jetzt im Halse stecken. Denn die CSU setzt offensichtlich wieder auf Atomkraft, um den zukünftigen Strombedarf ihrer Industrie zu decken. Fukushima hin, Entsorgungsprobleme her: ihre potentiellen Wähler maulen über die notwendigen Stromleitungen, die gebaut werden müssen, um Strom aus Windkraft von Norddeutschland nach Bayern liefern zu können. Da muß die Regierung sich um Wohlwollen bemühen und notfalls auch den größten Unsinn anstellen, wenn sie nicht Gefahr laufen möchte, bei der nächsten Wahl Posten und Pfründen zu verlieren.

Wer sich seine Denkfähigkeit bewahrt hat, leidet körperlich und seelisch an solchem Polit-Theater. Er kann sich an die Dummheiten der Schildaer einfach nicht gewöhnen. Dabei weiß er ganz genau, daß es immer so war und auch so bleiben wird, solange die Menschheit die Erde noch verheert: Die Produktion von Dummheiten hat immer Hochkonjunktur. Unerschöpfliche Triebkraft liefern Macht- und Beutegier der Herrschenden sowie apathische Duldsamkeit ihrer „Untertanen“ gleichermaßen. Unwissentlich und unabsichtlich sind sie Kollaboratuere in der Schildbürgerei: Indem sie außer Stande sind, in Systemen von Zusammenhängen, Wechselbeziehungen und Wechselwirkungen zu denken und konsequent danach zu handeln. Nicht von ungefähr heißt es, daß jedes Volk die Regierung habe, die es verdient.

Die Schildbürgerei wuchert ständig und überall. Der Hamburger SPD-Senat, der sich in der jüngsten Vergangenheit schon durch reichlich laxe Erfüllung seiner Pflichten zur Gewährleistung von Sicherheit, Recht und Ordnung durch Auflösung der bezirklichen Ordnungsämter hervorgetan hat, tat sich Anfang dieses Jahres erneut mit einem grandiosen Schildbürgerstreich hervor. Während bis dahin Bauherren von Wohngebäuden verpflichtet waren, entsprechend der Anzahl gebauter Wohnungen Stellplätze für PKW zu schaffen, sind sie seit Anfang des Jahres davon befreit. Damit wird das verkehrsbehindernde Abstellen von Kraftfahrzeugen auf Straßen, Radwegen und Gehwegen, das der Senat – wohlwollend ausgedrückt – schon längere Zeit unzureichend angeht, geradezu herausgefordert und zu einem immer größeren Ärgernis, vor allem für ältere Menschen, Behinderte und Eltern mit Kinderwagen. Ihre Gefährdung wird billigend in Kauf genommen, weil – wie der zuständige politische Beamte, Staatsrat Schiek, anläßlich ihrer Beschwerde betroffenen Bürgern mitteilte – wirksame Abhilfe in Anbetracht des „Parkdrucks“ keine Priorität habe.

Ein wirklich epochales Beispiel für Schildbürger-Logik, das der Hamburger SPD-Senat dem Publikum des Polit-Theaters zu Anfang des 21. Jahrhunderts liefert: Je mehr Autos das Volk anschafft, desto weniger Parkplätze brauchen wir!

Schon etwas älteren Datums ist ein anderer Schildbürgerstreich der Hamburger Stadtregierung. In seiner groben Ignoranz aller medizinischen Erkenntnisse über die Anforderungen an gesunden Wohnraum ist auch er Wert in die historische Sammlung politischer Dummheiten aufgenommen zu werden. Durch Änderung des Baurechts erlaubt dieser Schildbürgerstreich in Hamburg die sogenannte Nachverdichtung in Wohngebieten. Durch die radikale Verkürzung vorgeschriebener Gebäudeabstände, entstehen seitdem neue Wohnungen, in die nur noch wenig Licht dringt und die im Winter praktisch ganztägig künstlich beleuchtet werden müssen. Betroffen sind aber auch bestehende Wohnungen, die im wahrsten Sinne des Wortes durch Neubauten in geringem Abstand zu „dunklen Löchern“ werden.

Die so angerichteten Schäden sind für die Bevölkerung in der Summe viel schlimmer als die paar hundert Millionen Euro, die unfähige Politiker und Beamte in die Elbphilharmonie versenkt haben, die vielleicht mit zehnjähriger Verspätung 2017 tatsächlich in Betrieb genommen werden kann. Wenn die Schildbürgerstreiche, ja man muß korrekter von veritablen Dummheiten sprechen, nicht auf Kosten der Bevölkerung gingen, könnte man darüber lachen. Für eine Weltstadt wie Hamburg ist solche Politik beschämend. Sie löst kein einziges Problem, schafft aber zahlreiche neue und schlimmere. Dafür erhalten Politiker, wenn sie dann endlich abgewählt werden, auch noch üppige Versorgungsbezüge, von denen die Geschädigten Bürgerinnen und Bürger nur träumen können.

Schilda ist überall und deshalb braucht es keine Wegweiser, die uns dorthin leiten. Prof. Querulix schießt seit 25 Jahren sein friendly fire in Gestalt von Aphorismen, Reimen, Gedichten und kurzen Beiträgen zum Zeitgeschehen auf die Dummheiten der Menschentiere, immer noch in der Hoffnung, daß er ihren Kurs wenigstens um ein paar tausendstel Grad vom Weg ins Verderben ablenken kann. In den kommenden Wochen erscheint im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital der vierte Sammelband seiner Kurzbeiträge in der Reihe Tacheles unter dem Titel „Die Welt im Krisenzustand – und was kommt danach?“

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