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Ein Paragraphendschungel für das Justizministerium

03.01.200612:01 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Ein Paragraphendschungel für das Justizministerium
Eva Weis, Thomas Bierling und Peter Lehel im „Paragraphendschungel“
Eva Weis, Thomas Bierling und Peter Lehel im „Paragraphendschungel“

(openPR) Ein ungewöhnliches und ausgesprochen symbolträchtiges Kunstwerk hat nun seinen Platz in den Räumen des Bundesjustizministeriums gefunden: Ein Dschungel aus zehn überdimensionalen schwebenden Paragraphen, der bei einer Aufführung von „Recht harmonisch“, der Vertonung des Grundgesetzes von Eva Weis, Thomas Bierling und Peter Lehel in Berlin die Aufmerksamkeit von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries fand. Nach dem Konzert in der saarländischen Landesvertretung anläßlich des 20-jährigen Jubiläums der juris GmbH trafen die Künstler auch zu einem Gedankenaustausch mit dem Produzenten Harald Siebler zusammen, dessen Projekt GG19 die Grundrechte in filmischer Form umsetzt. Das Thema liegt derzeit für viele Künstler wieder in der Luft, nicht erst seit den letzten Diskussionen über Folter und Verschleppung, von denen man eigentlich gehofft hätte, daß sie in diesem Land nie wieder nötig sein würden.
Die von Peter-Michael Weis, dem Vater der Sängerin und Ideengeberin Eva Weis, geschaffene Installation hat seit der Uraufführung im Februar die zahlreichen Konzerte begleitet und war so auch schon einmal in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim zugegen. Nachdem Frau Zypries bereits mit großem Interesse die Entstehung des Projektes und der CD verfolgt hat, entschlossen sich die Künstler zusammen mit der juris GmbH, den Paragraphendschungel dem Justizministerium zu übereignen, wo er seine Botschaft hoffentlich eindrücklich manifestieren mag.


Hintergrundinformationen

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Wirklich?

Es wird viel über die Würde des Menschen und die Grundrechte diskutiert, aber Worte und Texte allein scheinen nicht zu fruchten. „Die 19 Grundrechte des Grundgesetzes bilden die Grundlage unseres Gemeinwesens. Es geht darum, diese Tatsache aus der spröden Hülle des Gesetzestextes zu befreien und in eine emotional erfahrbare Form zu bringen.“ So beschreibt die Jazz-Vokalistin und Choreografin Eva Weis ihre Motivation zu dem Projekt „Recht harmonisch“, einer musikalisch-performativen Verarbeitung des Grundgesetzes, zu der sie die Idee lieferte. Das künstlerische Konzept und die Komposition entwickelte der Karlsruher Komponist und Pianist Thomas Bierling. „Auf diese Weise kann ich hoffentlich mehr und Sinnvolleres erreichen für eine humane Gesellschaft als durch meine frühere Tätigkeit in der Wirtschaft, die mich durch ihre kurzfristige Gewinnorientierung zu Lasten aller menschlichen und kulturellen Werte immer mehr abgeschreckt hat.“, meint der frühere Unternehmensberater. „So manches Gesetz wird heute haarscharf am Grundgesetz vorbeikonstruiert. Es wird von vielen Politikern eher als Hindernis denn als Verpflichtung angesehen. Neben den Politikern möchten wir auch jeden einzelnen Bürger ansprechen und ihm die Grundrechte als die eigenen Rechte, aber immer auch als die Rechte des Anderen bewusst zu machen.“, so Bierling weiter.

Bereits im Vorfeld hat das Konzept ein beachtliches Interesse der Medien und der Öffentlichkeit hervorgerufen, nun ist das Werk auf CD erschienen. Für die offizielle CD-Präsentation hatten sich die Künstler einen ungewöhnlichen und geschichtsträchtigen Ort ausgesucht – die Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim, wo das Stück als Benefizkonzert für die Inhaftierten am 23. Mai, dem Verfassungstag, aufgeführt wurde.
Aus aktuellem Anlass haben die Künstler am 1. Juli zur Vertrauensfrage im Auftrag von SWR2 noch eine Vertonung des Artikels 68 „nachgeliefert“. SWR2-Redakteur Thomas Ihm spricht von einem gelungenen Versuch: „Die Musik vermag die Komplexität und die Zerrissenheit des Themas Vertrauensfrage sehr viel eindrücklicher wiedergeben, als die meisten politischen Kommentatoren.“
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jürgen Papier, hat die CD in einem Grußwort gewürdigt: “Es handelt sich um eine bemerkenswerte und einzigartige Vertonung des Grundgesetzes, die sowohl in der Musik wie auch in ihrem Titel ein Stück Zeitgeist widerspiegelt.“

Jeder der 19 Artikel zeichnet sich durch eine eigene Stimmung und Tonsprache jenseits der klassischen Harmonik aus. Dabei finden sich unter anderem Elemente aus der Minimal Music, ungewöhnliche Skalen und reduzierte Tonräume oder auch freie und atonale Passagen an der Grenze zwischen Neuer Musik und Freejazz.
Einen besonderen Stellenwert genießt die Interpretation des Textes. Der von Eva Weis gestaltete Vokal-Part trifft eine kritische Auswahl des Textmaterials, um besonders bedeutsame oder hinterfragenswerte Passagen zu kommentieren. Abhängig von der musikalischen Grundstimmung des jeweiligen Artikels reicht die vokale Interpretation von ausdrucksstarker Rezitation über Reminiszenzen an klassische und Jazz-Gesangstechniken bis hin zu lautmalerischer und dadaistischer Vokalartistik.
Der Jazz-Preisträger Peter Lehel war von dem experimentellen Konzept spontan begeistert und steuert mit Tenorsaxophon, Sopransaxophon und Bassklarinette einen klangfarbenreichen Part bei, der sich durch ein expressives Wechselspiel mit dem Text auszeichnet.
Die auskomponierten Teile werden dann im Laufe der Aufführung nach und nach in Form einer kollektiven Improvisation spontan verarbeitet - so findet sich das Prinzip von Demokratie und Gleichberechtigung auch in der Komposition wieder.

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CD erschienen bei Antes Edition / Bella Musica BM-CD 31.9218

Rezensionsexemplare sind auf Wunsch erhältlich.

Weitere Informationen, Hörbeispiele und Bildmaterial zum Download:

http://www.recht-harmonisch.de
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Yeotone Music Production
Thomas Bierling
Grombacher Str. 27
75045 Walzbachtal

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