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Parteien und Wehrpflicht – rückständiges Deutschland

08.09.200509:05 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Stuttgart, den 08.09.05:

Nahezu alle Länder um uns herum haben die Wehrpflicht ausgesetzt oder abgeschafft. Nur 7 Jahre Rot-Grün war dazu nicht in der Lage. Dabei waren die Voraussetzungen günstig, war doch mit Bündnis 90/Die Grünen zum ersten mal eine Partei mit an der Regierung, die sich im Vorfeld der damaligen Wahlen für eine Abschaffung der Wehrpflicht aussprach. Lag es also nur an der Blockade der SPD? Sicher nicht, denn auch die Grünen haben die jüngsten Anträge der FDP zur Aussetzung der Wehrpflicht abgelehnt.

In kaum einer anderen Demokratie meinen die Politikerinnen und Politiker so nach Belieben über das Selbstbestimmungsrecht junger, freier Männer verfügen zu dürfen wie in Deutschland. MANNdat hat die Parteien entsprechend ihrer Standpunkte zu Jungen- und Männerthemen bewertet.

Würde eine Rot-Grüne Regierung in den nächsten 4 Jahren das schaffen, wozu sie 7 Jahre lang nicht fähig war?

Die CDU/CSU steht klar zur Wehrpflicht, vergisst dabei jedoch, dass bei der Einführung der Wehrpflicht dies auch für die CDU nur eine Notlösung war, da damals nur 10 Jahre nach dem 2. Weltkrieg kaum genügend Freiwillige zusammengekommen wären. Heute ist die Armeestärke nur ein Viertel so groß wie damals in der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik zusammen und auch davon sind nur noch etwa ein fünftel Zwangsverpflichtete. Ist die CDU/CSU flexibel genug, um doch noch die alten Zöpfe einer längst überholten Wehrverfassung abzuschneiden?

Die FDP fordert die Abschaffung der Wehrpflicht. Allerdings nicht so vehement, dass sie eine eventuelle Koalition mit der CDU/CSU dafür aufs Spiel setzten würde und hat zu Beginn des Wahlkampfes betont, dass dies kein vorrangiges Koalitionsthema wäre. Könnte die FDP trotzdem das schaffen, wozu Bündnis90/Die Grünen nicht in der Lage waren?

Eine ausführliche Analyse und Kommentare der Parteien unter http://www.manndat.de/typo3/index.php?id=195

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