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Für eine kinderfreundliche Gesellschaft

28.04.200423:03 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Kinder sind Armutsrisiko Nr.1

19. September 2003 - Zum Weltkindertag am 20. September erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz MdB:

Die negativen Auswirkungen der demographischen Entwicklung in Deutschland sind erschreckend. Immer mehr junge Menschen entscheiden sich gegen eine Familie mit Kindern. Dies geschieht nicht aus Abneigung gegen die Lebensform Familie, sondern aus dem Dilemma heraus, dass eine gute Balance zwischen Beruf und Familie nur sehr schwer erreichbar zu sein scheint.

Mit dem Kind als Armutsrisiko Nr.1 in unserer Gesellschaft verwundert es nicht, dass die Geburtenrate in Deutschland im europäischen Vergleich ins untere Drittel abgesunken ist: 1,29 im Vergleich zu 1,9 in Frankreich, das viel in die Unterstützung von Familien und Kinderbetreuung investiert hat.

Diese Entwicklung wirkt sich auf viele Bereiche negativ aus. Unsere sozialen Sicherungssysteme stehen vor dem Kollaps, immer weniger Beitragszahlern stehen immer mehr Leistungsempfänger gegenüber. Wir brauchen Kinder für unsere Zukunft..

Die meisten Frauen wollen erwerbstätig sein und werden in der Arbeitswelt mit ihren hervorragenden Qualifikationen auch mehr denn je gebraucht. Frauen wollen Kinder, brauchen aber zur Lösung des Vereinbarkeitskonfliktes Unterstützung durch Betreuungseinrichtungen und familienfreundliche Arbeitgeber.

Um dem negativen demographischen Trend in den nächsten Jahren entgegen wirken zu können, muss Rot-Grün seine Familienpolitik überdenken und endlich Maßnahmen ergreifen, von denen Familien profitieren können. Kürzungen beim Erziehungsgeld, Steuererhöhungen für Familien z. B. durch die Ökosteuer und Kürzungen von Förderungen sind nur einige Beispiele der familienfeindlichen Politik der Bundesregierung.

Die Bundesregierung ist nachdrücklich aufgefordert, aus ihren Fehlern zu lernen und für eine kinderfreundliche Gesellschaft in Deutschland einzutreten. Wer Familien fördern will, muss investieren: in qualitativ hochwertige, flächendeckende Betreuung, in soziale Sicherung und Ausbildung. Kindererziehungszeiten müssen in der Rente besser anerkannt werden.

Familienfreundliche Investitionen rechnen sich kurz- und langfristig für die Wirtschaft wie auch für die gesamte Gesellschaft. Denn Kinder sind unsere Zukunft.

 

Autor(en): Annette Widmann-Mauz

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Platz der Republik 1, 11011 Berlin

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