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CDU will das Bildungspotential von Jungen besser nutzen

09.05.201109:02 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: CDU will das Bildungspotential von Jungen besser nutzen
Wollen Jungen aus dem Bildungsabseits herausholen: Kristina Schröder und Michaela Noll, Foto BMFSFJ und CDU/CSU-Fraktion
Wollen Jungen aus dem Bildungsabseits herausholen: Kristina Schröder und Michaela Noll, Foto BMFSFJ und CDU/CSU-Fraktion

(openPR) MANNdat begrüßt den Antrag „Neue Perspektiven für Jungen und Männer“, Drs. 17/5494, mit dem die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP der im Koalitionsvertrag genannten Jungen- und Männerpolitik Taten folgen lassen wollen. Und der Inhalt des Antrages unter Federführung von Jugendministerin Schröder und der parlamentarischen Geschäftsführerin der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Frau Noll, hat es in sich: Die Jungenleseförderung soll endlich auch von der Bundesregierung aufgegriffen werden. Schulen, Jugendzentren und Berufsberatungen sollen auch auf jungentypische Interessen und Belange eingehen. Die Politiker wollen Väter, auch alleinerziehende, stärken. Man möchte Jungen- und Männerforschung auf den Weg bringen. Sogar eine Wende in der Gleichstellungspolitik, in der Männer bislang keine Rolle spielten, ist vorgesehen.



Der Antrag kommt zur rechten Zeit, da der gerade veröffentlichte EU-Bildungsbericht die Fakten wieder einmal unverblümt auf den Tisch legt. Jungen sind und bleiben die Bildungsverlierer. Sie überwiegen nach wie vor unter den Schulabbrechern und haben deutlich stärkere Lesekompetenzdefizite. Tatsachen, die spätestens seit der ersten PISA-Studie 2000 allgemein bekannt sind. Allein, es tat sich nichts. Die PISA-Studie 2009 zeigte, dass die Lesekompetenzunterschiede zwischen Mädchen und Jungen auch nach neun Jahren unverändert geblieben sind. Es ist eine Bilanz des bildungs- und jugendpolitischen Versagens.

Gerne schieben die Verantwortlichen den Jungen selber die Schuld für ihre schulischen Probleme zu: Sie seien zu wenig offen für neue Rollenbilder. Dabei wird ignoriert, dass laut Studien Jungen bei gleichen schulischen Kompetenzen schlechtere Noten bekommen und bei gleichen Leistungen seltener an höhere Schulen empfohlen werden. Das ist Diskriminierung. Den Jungen die Schuld selbst in die Schuhe zu schieben, heißt, Opfer zu Tätern zu machen und sich vor der eigenen Verantwortung zu drücken. Das Ergebnis dieser Verantwortungslosigkeit: Die männliche Jugendarbeitslosigkeit ist mittlerweile um über 60% höher als die weibliche.

Dass die CDU mit ihrem Vorstoß zur Jungenförderung deshalb viele aus dem Tiefschlaf aufschreckt und insbesondere auch im Bildungsbereich bei der Opposition auf wenig Unterstützung stoßen würde, war nicht überraschend. Der geschlechterpolitische Horizont der Grünen, der SPD und der Linken reicht auch heute noch leider nur bis zur Frauenquote. Und jeder Junge, der im Bildungssystem scheitert oder der arbeitslos auf der Straße landet, ist pragmatisch gesehen natürlich ein Gewinn für die Frauenquote.

Die CDU um Ministerin Schröder wird es also nicht leicht haben, aber der Jugendministerin wird ja allgemein ein gutes Durchsetzungsvermögen nachgesagt. Allein schon, dass Jungenförderung in der Geschlechterpolitik überhaupt im Bundestag gedacht werden darf, ist ein Verdienst der jungen Ministerin und ihrer Mitstreiter.

Unser Land kann es sich nicht leisten, das Bildungspotential von Jungen brach liegen zu lassen.

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