(openPR) Der deutliche Ölpreis-Anstieg von vergangener Woche um rund 4 USD stabilisiert sich seit Freitag. Zusammen mit dem Dollar, der mit CHF 1.05 im letzten Monat wieder deutlich nachgegeben hat, resultiert daraus ein Heizölpreis in der Schweiz, der ins mittlere Preisband der letzten zwölf Monate gehört. Nicht spektakulär günstig, aber auch nicht teuer. Ohne sich weit aus dem Fenster zu lehnen, darf man damit eine mindestens teilweise Ergänzung des Heizöl-Vorrates empfehlen. Es gibt grundsätzlich zwei Einflussfaktoren, die für die Ölpreis-Bildung in den letzten anderthalb Jahren eine wichtige Rolle spielen. Die reale Angebots-/Nachfrage-Situation und das Spiel der Finanzmärkte. Ersteres ist rasch erzählt und müsste einen günstigeren Ölpreis auslösen. Die Versorgungslage ist bestens. Die Nachfrage erholt sich nur zögerlich von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Im Finanzmarkt sollte diese Woche in den USA eine Reform in Kraft treten, die bei scharfer Auslegung eine Auswirkung auf das spekulative Treiben an den Finanz- und Rohwarenmärkten gehabt hätte. Sie würde den Eigenhandel der Banken unterbinden. Hedge-Fonds müssten mit mehr Eigenkapital versehen sein und würden schärfer kontrolliert. Investment-Banking-Abteilungen müssten aus den üblichen Geschäftsfeldern eines Finanzinstitutes ausgegliedert werden. Diese Hindernisse sollten den Zugang zu den dank günstigster Leitzinsen fast kostenfreien Krediten der Notenbanken erschweren und damit die spekulativen Akitivitäten abkühlen. Ob es soweit kommt, entscheidet das US-Repräsentantenhaus diese Woche. Es ist davon auszugehen, dass wegen des grossen Einflusses der Finanzwelt nicht die schärfste Gesetzes-Version beschlossen wird. Was wiederum die ölpreis-treibende Spekulation wahrscheinlich zuwenig einschränkt. Deshalb ist der Spielraum für günstigere Ölpreise aus unserer Optik beschränkt.













