(openPR) Nach dem ohnehin schon deutlichen Ölpreis-Einbruch von Mitte Woche rutscht der Preis für ein Fass Brent in London weiter ab und steht zum Wochenende noch bei USD 64.90 und in New York das Fass WTI bei USD 66.06, während die US-Währung stabil knapp unter CHF 1.03 stehen bleibt. Für die eindrückliche Rutschpartie werden offiziell der markante Aufbau der amerikanischen Ölvorräte und die schwachen Verkaufszahlen amerikanischer Immobilien genannt. Nicht genannt werden die Absichten der G-20-Staaten, die (weltweite) Finanzaufsicht u.a. über Hedge-Fonds zu verstärken. Dass der Ölpreis gemessen an der wirtschaftlichen Realität eine Etage zu hoch gelegen hat, ist nichts Neues. Erstaunlich ist die plötzliche flächendeckende Erkenntnis, dass zinslose Kredite und Wetten auf steigende Rohwarenpreise am Ende nicht automatisch in gigantischen Gewinnen aufgehen, wenn die reale Nachfrage ausbleibt. Diese steckt wegen der Kollateralschäden der Finanzkrise in der realen Wirtschaft auf dem Niveau von 2004 fest (ca. 84 Mio. Fass Tagesverbrauch), während gleichzeitig allein die OPEC jeden Tag auf Förderreserven von 5 Mio. Fass sitzen bleibt. Spielverderber für Schweizer VerbraucherInnen ist die trockene Herbst-Witterung und als Resultat davon der tiefe Pegelstand des Rheins. Er verunmöglicht derzeit eine effiziente Schiffahrt. Entsprechend klettern die Frachtpreise auf das Vierfache üblicher Werte und verhindern ein volles Durchschlagen der sinkenden Ölpreise im Dollar-Raum auf den Heizölpreis in der Schweiz. Sicher ist auch, dass ab 1. Januar 2010 der Heizölpreis schlagartig um CHF 7.— pro 100 Liter ansteigen wird, weil die Behörden die CO2-Abgabe um diesen Betrag erhöhen werden. Diesen Teuerungsschub können Sie mit einer rechtzeitigen Heizöl-Bestellung allerdings für dieses Mal noch vermeiden.













