(openPR) Zum zweiten Tag in Folge legt der Ölpreis deutlich zu und startet in London mit USD 71.50 sowie in New York mit USD 72.67 in den heutigen Handelstag. Noch vor zwei Tagen lagen die Ölpreise für Brent und WTI ganze vier Dollar tiefer. Im Gegenzug taucht die US-Währung ab und kostet noch CHF 1.0324. Damit ergibt sich für Schweizer VerbraucherInnen ein steigender Heizölpreis in einem der teureren Sektoren der vergangenen Monate – aber in einem der moderateren Bereiche der letzten Jahre. Auslöser für die Ölpreis-Rally sind offiziell die abnehmenden amerikanischen Ölvorräte, welche auf eine wachsende Nachfrage zurückzuführen sei. Daran glaubt auch die US-Notenbank, deren Chef Ben Bernanke offiziell die Rezession in den USA für beendet erklärt. Inoffiziell ist der steigende Ölpreis nicht nur auf die schwach erkennbaren Silberstreifen am Wirtschafts-Horizont zurückzuführen. Weil die Versorgung der Finanzwelt mit beinahe unbegrenztem Spielgeld zum Nulltarif (Leitzins bei 0.25%) wieder reibungslos funktioniert, fliessen wie vor der Finanzkrise wieder enorme Wettbeträge auf steigende Preise in den Rohwarensektor (und die Aktienmärkte). Was deren Preisbildung von der Realität über weite Strecken abzulösen vermag. Für den Ölmarkt heisst dies, dass ausgeblendet wird, dass trotz des Abbaus der letzten Wochen rekordhohen US-Ölvorräte auf eine gesamthaft schwache Nachfrage nach Ölprodukten treffen – die im übrigen auch im kommenden Jahr kaum wachsen soll. Es wird auch ausgeblendet, dass allein die OPEC derzeit fünf Mio. Barrel Rohöl täglich vom Markt nimmt, um einem möglichen Ölpreis-Zerfall entgegenzuwirken. Für Sie als VerbraucherIn heisst diese ganze Auslegeordnung, dass es kaum abschätzbar ist, wo der Ölpreis morgen oder in einem Monat steht. Abschätzbar bleibt hingegen die Auswirkung der CO2-Abgaben-Erhöhung der Schweizer Behörden am 1. Januar 2010. Die führt zu einer Teuerung von CHF 7.— pro 100 Liter. Das lässt sich mit einer frühzeitigen Bestellung (diesmal noch) mühelos vermeiden.













