(openPR) Der Ölpreis steigt in wenigen Stunden deutlich an und kompensiert weitgehend den Preissabbau, den wir noch letzte Woche gesehen haben. Gleichzeitig verliert der US-Dollar, in dem Rohöl gehandelt wird, deutlich an Wert, womit ein Teil der Ölpreis-Steigerung für Schweizer Konsumentinnen von Heizöl kompensiert wird. Offensichtlich schlägt das horrende Budget-Defizit und die wirtschaftlich unsichere Zukunft der USA auf den Wert der Landes-Währung. Auf dem Ölmarkt präsentiert sich die Ausgangslage recht übersichtlich. Auf der einen Seite steht eine komfortable Versorgungslage, auf der andern eine wegen der wirtschaftlich schwierigen Zeiten schwache Nachfrage. Die Ölvorräte nehmen zwar während der letzten Wochen ab, sie befinden sich aber noch immer auf einem Wert, den die Welt seit über einem Jahrzehnt nicht erlebt hat. Gleichzeitig nimmt die OPEC noch immer fünf Mio. Barrel Fördermengen täglich vom Markt, um den Ölpreis zu stützen. Dass diese Bemühungen von Ländern wie Russland trotz gegenteiliger Beteuerungen konsequent unterlaufen werden, hat in der Ölwelt Tradition. Dass die Ölnachfrage rasch den Weg aus dem aktuellen Tal findet, ist auch nicht sicher – das hängt von einer raschen wirtschaftlichen Erholung ab. Es ist allerdings absehbar, dass der Preis-Peak des letzten Jahres bei den KonsumentInnen den nachhaltigen Eindruck hinterliess, nur Energiesparen schone den Geldbeutel nachhaltig. Das wirkt sich auf das Konsum (und Fahr-) Verhalten aus. Spritschlucker kommen sogar in den USA aus der Mode. Diese Auslegeordnung würde den Schluss nahe legen, dass der Ölpreis sich wegen der Bremswirkung der genannten Faktoren nach oben und unten am Ende seitwärts bewegen müsste. Ob er das tut, hängt aber noch von einem weiteren, kaum einschätzbaren Faktor ab, der Spekulation. Die Finanz-Industrie kann sich wie vor Jahren, als die Basis für die Finanzkrise gelegt wurde, dank Leitzinsen nahe Null kostenlos mit milliardenschweren Krediten bei den Nationalbanken versorgen. Damit wird gespielt und u.a. auf steigende Rohwarenpreise gewettet. Was das schöne Bild von Angebot und Nachfrage gehörig durchschüttelt. Ganz sicher wird der Heizölpreis in der Schweiz vom 31. Dezember auf den 1. Januar gehörig geschüttelt. Dann führen die Schweizer Behören die erhöhte CO2-Abgabe ein, womit der Heizölpreis um CHF 7.— pro 100 Liter steigt, was beim aktuellen Heizölpreis-Niveau 10% Teuerung entspricht. Die können Sie locker umgehen, indem Sie frühzeitig bestellen.













