(openPR) Die Rutschpartie beim Ölpreis geht weiter. In London und New York startet der Preis pro Fass Rohöl heute Morgen unter USD 65 in die neue Handelswoche. Der Dollar selber steht stabil bei CHF 1.09. Der Heizölpreis in der Schweiz entfernt sich damit etwas vom höchsten Preisband, in dem er noch letzte Woche neue Spitzen erreichte. Wie sich vor dem Wochenende herausstellte, vor allem dank der Einzelleistung eines wildgewordenen Spekulanten, der seinem Unternehmen mit seinen (vorübergehend) preistreibenden Aktivitäten einen Tagesverlust von 18 Mio. USD und der Welt damit Kosten von 180 Mio. aufgebürdet hat. Ende Woche und heute Morgen setzt sich dann doch die Erkenntnis durch, dass es der Weltwirtschaft nicht so blendend geht, wie uns die spekulative Fraktion seit Monaten glauben machen will. In den USA sind die Werte bei der Arbeitslosigkeit und beim Konsumenten-Vertrauen deutlich schlechter geworden. Wenig erstaunlich, wenn die führende Wirtschaftsnation pro Monat beinahe 500'000 Jobs streicht. Da mit Ausnahme weniger Schwellenländer alle anderen wichtigen Wirtschaftszonen ebenfalls in einer rezessiven Phase stecken, wird der Ölverbrauch wie von der Weltbank und der Internationalen Energie-Agentur vorhergesagt, tatsächlich auf das Niveau von 2004 absinken. Vielleicht auch darunter. Das sind gewichtige preissenkende Argumente. Auf der preissteigernden Seite sind neben Anschlägen in Nigeria derzeit nur jene der Spekulation zu finden. Die ist offenbar unberechenbar – ein deutlich tieferes Ölpreis-Niveau ist aus dieser Optik auch immer eine ‚günstige Einstiegsgelegenheit’. Womit sich das Ölpreis-Karussell dann ohne erkennbaren Antrieb jeweils wieder von selbst in Bewegung setzt.













