(openPR) Mit einem gewaltigen Satz springt der Ölpreis in London (USD 72.61) und New York (USD 72.92) wieder in die Höhe und kompensiert den kurzzeitigen Verlust vom Montagmorgen. Gleichzeitig steht die amerikanische Währung heute mit CHF 1.0805 etwas tiefer als am Vortag. Insgesamt bewegt sich damit der Heizölpreis in der Schweiz wieder auf dem teuersten Niveau dieses Jahres. Auslöser für die rasche Gegenbewegung soll ein erneuter Angriff nigerianischer Rebellengruppen auf Einrichtungen von Shell sein. Dies, nachdem noch am Morgen im Gefolge einer Amnestie ein Waffenstillstand zwischen der nigerianischen Regierung und den erwähnten Rebellen verkündet wurde. Man wird den Eindruck nicht los, das Ereignis sei gerade rechtzeitig zu Quartalsende in die Schlagzeilen gekommen und diene als idealer Vorwand, um den Ölpreis-Ballon wieder gut gefüllt in die spekulative Stratosphäre zu schicken. In diese Schublade passt auch das verbreitete Gefasel von der Hoffnung auf eine rasche Erholung der nach wie vor in einer tiefen Rezession steckenden Weltwirtschaft. Gleichzeitig senkt die Internationale Energieagentur ihre Verbrauchsprognosen bis 2014 erneut deutlich – was von den Rohwarenmarkt-Akteuren konsequent übersehen wird. Die Ölnachfrage soll pro Jahr nur noch um 0.6% wachsen. Da das alles hinten und vorn nicht zusammenpasst, gehen wir davon aus, dass der Ölpreis wie im vergangenen Jahr bar jeder wirtschaftlichen Grundlage vorläufig weiter spekulativ nach oben getrieben wird. Solange, bis alle erkannt haben, wie weit weg die Börsen-Preise für Ölprodukte von der realen Welt mit Angebot und Nachfrage wieder entfernt sind. Letzteres hat sich in der freien Marktwirtschaft noch immer in den Preisen niedergeschlagen. Die Frage ist eigentlich nur, wann das beim Rohöl auch wieder passiert.













