(openPR) Dr. jur. Frank Sievert - Besprechung der Dissertation: „Mobbing am Arbeitsplatz - Strafbarkeitsrisiko oder Strafrechtslücke“ von Dr. Christiane Mühe. Erschienen im Verlag Duncker & Humblot Berlin, ISBN 3-428-12208-9.
Die Autorin, Dr. Christiane Mühe, hat als Thema ihrer Dissertation die Strafbarkeit des Mobbings unter aktueller Rechtslage bei gleichzeitiger Unterbreitung eines Gesetzgebungsvorschlages gewählt. Der anspruchsvolle Untertitel lautet dann auch: „Eine Betrachtung aus gegenwärtiger und zukunftsorientierter Perspektive“. Zum Inhalt:
In der Vergangenheit sind durch umfangreiche Forschung auf dem Gebiet des Mobbings und entsprechende Fachpublikationen die arbeits- und sozialrechtlichen Aspekte des Mobbings wissenschaftlich untersucht worden. Eine fundierte Auseinandersetzung mit den strafrechtlichen Folgen der Mobbinghandlungen fand sich bisher in der einschlägigen Fachliteratur nicht. Diese Lücke wird durch das besprochene Werk geschlossen.
Wurde, wenn überhaupt, bisher die Strafbarkeit des Mobbingverhaltens lediglich auf der Grundlage der einzelnen in Betracht kommenden Delikte untersucht, so findet sich in der hier besprochenen Dissertation ein übergreifender, rechtspolitischer Ansatz. Die Autorin definiert in einem mehrstufigen Verfahren zuerst den Begriff Mobbing, um dann auf der Basis des bestehenden Strafrechts die Probleme bei der Durchsetzung des staatlichen Strafanspruchs aufzuzeigen. Im Anschluss an die differenzierte Darstellung des Status Quo wird, unter Hinweis auf die Rechtslage in unseren Nachbarländern, der Entwurf eines eigenständigen strafrechtlichen Mobbingtatbestandes unterbreitet.
Gegliedert in vier Kapitel befasst sich die Autorin nacheinander mit der Definition des Begriffes Mobbing, dem strafrechtlichen „Status quo“, Vorschlägen zur Verbesserung des Opferschutzes, sowie der Darstellung eines eigenständigen Straftatbestandes.
Wer eigene Strafbarkeit vermeiden oder fremde Strafbarkeit im Zusammenhang mit Mobbing nachweisen will, der kommt an der hier besprochenen Dissertation nicht vorbei.
Auch der Unternehmer, in dessen Firma Vorgesetzte Untergebene schikanieren, vermag direkten Nutzen zu ziehen. Allein der Hinweis an die mobbenden Kollegen und Vorgesetzten, dass das Verhalten strafbar ist, wird manchen Konflikt zu beenden helfen.
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Dr. jur. Frank Sievert ist Lehrbeauftragter der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, HAW-Hamburg, seine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen den Mobbingrechtsschutz, sowie das Kündigungsschutzrecht.
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