(openPR) In Anwesenheit zahlreicher nationaler und internationaler politischer und gewerkschaftlicher Ehrengäste, darunter der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Uwe Schummer, der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag von Brandenburg Ingo Senftleben sowie der Präsident des europäischen Dachverbandes unabhängiger Gewerkschaften CESI Romain Wolff, hat der Christliche Gewerkschaftsbund Deutschlands (CGB) am 9. und 10. November in Berlin seinen 16.. ordentlichen Bundeskongress durchgeführt. Der CGB-Landesverband Bremen, der in Berlin mit einer Delegation unter Führung seines Landesvorsitzenden Peter Rudolph vertreten war, ist mit dem Verlauf und den Ergebnissen des Kongresses vollauf zufrieden. Alle vom Landesverband eingebrachten Anträge wurden von den 110 Delegierten der dreizehn CGB-Mitgliedsgewerkschaften beschlossen. Der CGB-Kongress machte sich sowohl die Bremer Forderungen nach einer Frauenquote für Unternehmensvorstände, nach einer vollständigen Abschaffung des Solidaritätszuschlags mit Auslaufen des Solidarpakts II im Jahre 2019, nach der Erleichterung der Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen wie nach einer Rentengarantie über das Jahr 2025 hinaus zu eigen. Auch die Bremer Forderungen nach Anhebung der Ausbauziele für die Offshore-Windenergie, der Ermöglichung der Online-Stimmabgabe bei Sozialwahlen und der Festlegung realistischer Leistungszahlen für die öffentliche Ausschreibung von Gebäudereinigungsleistungen wurden vom Bundeskongress übernommen. Und ebenso wie der CGB-Landesverband Bremen erteilte der Bundeskongress allen Forderungen nach einer Lockerung der Arbeitszeitvorschriften des Arbeitszeitgesetzes ebenso eine Absage wie den Forderungen nach einem vollständigen Verzicht auf Dieselantriebe oder einem Verbot von Verbrennungsmotoren. Nach Auffassung des CGB können Elektromotoren Verbrennungsmotoren auf absehbare Zeit nicht vollständig ersetzen. Sie sind zwar im Einsatz umweltfreundlich, aber insbesondere im überregionalen und Fernverkehr Verbrennungsmotoren wirtschaftlich unterlegen.
Auf Antrag des CGB-Bundesvorstandes beschloss der Bundeskongress einen Leitantrag mit einem Forderungskatalog zur aktiven Begleitung des Wandels zur Arbeitswelt 4.0, an deren Erarbeitung massgeblich der Bremer CGB-Landesvorsitzende beteiligt war.
Bei den Vorstandswahlen kam es zu einem Wechsel an der Spitze des CGB, nach dem der langjährige CSU-Bundestagsabgeordnete Matthäus Strebl nach 14-jähriger Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Zum neuen CGB-Bundesvorsitzenden wählten die Delegierten den Saarländer Adalbert Ewen. Ewen ist Vorsitzender der in Stuttgart ansässigen Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM), der größten CGB-Einzelgewerkschaft.
Veränderungen gab es auch bei den stellvertretenden Vorsitzenden. Für den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Ewen zog die Berlinerin Gabriele Bläsing-Haufe in den geschäftsführenden CGB-Bundesvorstand ein. Und für den nicht wieder kandierenden Vorsitzenden der Gewerkschaft GÖD Raymund Kandler wurde der Vorsitzende der Christlichen Gewerkschaft Postservice und Telekommunikation (CGPT) Ulrich Böse neu in die CGB-Spitze gewählt. Wiedergewählt als stellvertretender CGB-Vorsitzender wurde der Schweriner Henning Röders, Vorsitzender der Berufsgewerkschaft DHV.
Mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt wurde Schatzmeister Helmut Ortmann.
Der neue Vorstand wird vervollständigt durch 12 Beisitzerinnen und Beisitzer, darunter die Vorsitzenden der CGB-Einzelgewerkschaften ADM, BIGD und KFG.












