openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Offener Bittbrief zum Hambacher Forst

05.10.201814:25 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) An die
Bundesregierung – Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Str. 1
10557 Berlin
E-Mail
E-Mail




Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Bundesregierung!

Seit Wochen erhitzt der Kampf um den Hambacher Forst die Gemüter.

RWE und das Land NRW haben mit der Räumung ein Zeichen gegen die Kohlekommission gesetzt.
Der größte Polizeieinsatz im Land NRW zur Durchsetzung von Konzerninteressen hat ein Symbol der Industriemacht geschaffen, dem sich der Bürger entgegen des Wählerwillens beugen soll.

Die geplante Rodung eines uralten Restwaldes zur Profitmaximierung ohne Notwendigkeit sorgt nicht nur für Missmut bei den Kohlekraftgegnern und Umweltschützern.

RWE, Polizei und teils auch die Medien versuchen, die Protestler durch eine tendenziöse Berichterstattung zu kriminalisieren, ungeachtet der Tatsache, dass der Großteil der Menschen, die für den Erhalt des Hambacher Waldes aufstehen und sich solidarisiert haben, der bürgerlichen Mitte entspringen.

Auch Sie haben sicherlich wahrgenommen, dass Menschen von jung bis alt, aus allen Teilen Europas und sogar Vertreter der Kirche sich an friedlichen Protesten und Sitzblockaden beteiligt haben.

Mit Abschluss der Räumungsarbeit Anfang dieser Woche wurde der Hambacher Forst von RWE zum Betriebsgelände erklärt, um den freien Zugang für Bürger zu beschränken.

Es werden Gräben ausgehoben und Zäune sollen um den Wald gezogen werden, um den Zutritt zu einem Stück Natur, das uns allen gehört und die Zukunft unserer Kinder sichert, zu verhindern und unter Strafe zu stellen.

Das Handeln von RWE wird in jeder Phase durch die Regierung des Landes NRW gestützt.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass der Wähler nicht nur den Energiekonzern durch einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter abstraft, auch die Umfragewerte der verantwortlichen Parteien sinken.
Zu Recht!

Für kommenden Samstag nun ist eine Großdemonstration gegen den Kohleabbau angekündigt.

Mindestens 20.000 Menschen werden erwartet, in den sozialen Netzwerken sind sogar fast 50.000 Menschen an der Veranstaltung interessiert, sodass die Teilnehmerzahl auch deutlich höher ausfallen könnte.

Bereits im Vorfeld kam es bei den wöchentlichen Waldspaziergängen immer wieder zu unerklärlichen Ausfällen der Deutschen Bahn, sodass Teilnehmer den Bahnhof Kerpen-Buir nicht pünktlich zu den Veranstaltungen erreichen konnten.

Trotz des erhöhten Aufkommens kündigt die Bahn an, erst ab dem 07.10.2018, also einen Tag NACH der Großdemo, Sonderzüge einzusetzen.

Kurzfristig storniert das Unternehmen FlixBus Fahrten zum Hambacher Forst, da der gesamte Bereich als Gefahrenzone ausgeschrieben wird.

Und schlussendlich teilt die Polizei Aachen am späten Donnerstag mit, dass die Demonstration „Wald retten – Kohle stoppen!“ verboten würde, weil die Sicherheit nicht gewährleistet werden könne.

Als Partei für Tierschutz, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit sind wir entsetzt, wie unsere Landesregierung zu Gunsten RWE unsere Demokratie untergräbt.

Der Bürgerwille scheint obsolet, der Kampf um den Braunkohleabbau erreicht einen Höhepunkt in der Beugung des Rechtsstaates und beschwört anarchistische Strukturen und Aufstände geradezu heraus.

Wir befinden uns weder im Bürgerkrieg, sodass man ein ganzes Gebiet zur Gefahrenzone erklären muss, noch befinden wir uns in einer Diktatur, in der man verfassungsrechtlich geschützte Versammlungen unter freiem Himmel mit willkürlichen Argumenten zerschlägt.

Die Landesregierung NRW ist aufgrund wirtschaftlicher Abhängigkeiten scheinbar nicht in der Lage, das Wohl der Bürger über die eigenen finanziellen Interessen zu stellen und gefährdet durch ihr Handeln derzeit massiv die innere Sicherheit und den inneren Frieden, indem sie sich durch ihre Klientelpolitik und ihr radikales Vorgehen zum Feindbild generiert.

Wir appellieren an die Bundesregierung, nun einzugreifen und weitere Eskalationen zu verhindern!

BITTE stoppen Sie diesen Irrsinn!
Sorgen Sie dafür, dass der Hambacher Forst erhalten und frei zugänglich bleibt!
Rufen Sie die Landesregierung zur Vernunft und treten Sie umgehend mit dem Konzern in den Dialog.
Stoppen Sie die Rodung, Razzien und Räumungen, Enteignungsverfahren.

Keine Kohle dieser Welt ist es wert, ein ganzes Bundesland in Chaos zu stürzen.
Der Widerstand wird sich nicht aufhalten lassen, die Menschen werden sich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung nicht nehmen und nicht einschränken lassen, auch am kommenden Samstag nicht.

Helfen Sie den Menschen in NRW, ihre Grundrechte wahrzunehmen, statt eingeschränkt zu werden.

Bitte handeln Sie jetzt und beenden Sie die unsäglichen Provokationen von NRW und RWE!
Für den Erhalt unserer Demokratie und für die Zukunft unserer Kinder!

Mit freundlichen Grüßen,

Tierschutzpartei
Landesverband NRW

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1021280
 448

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Offener Bittbrief zum Hambacher Forst“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei LV NRW

Bild: Krefelder Zoo - Tierschutzpartei NRW fordert umfassende Aufklärung und KonsequenzenBild: Krefelder Zoo - Tierschutzpartei NRW fordert umfassende Aufklärung und Konsequenzen
Krefelder Zoo - Tierschutzpartei NRW fordert umfassende Aufklärung und Konsequenzen
Feuertod gefangener Zoo-Affen wirft viele Fragen auf - Tragödie an Silvester Fassungslosigkeit, Entsetzen, tiefe Trauer - und Wut. Wut über das unnötige Sterben Dutzender Affen, tierischer Mitgeschöpfe, die zum Menschenvergnügen in Gefangenschaft im Krefelder Zoo leben mussten - und wiederum für ein Menschenvergnügen, Feuerwerk/Feuerlaternen an Silvester ihr Leben lassen mussten. "Die Tragödie, mit der für die Affengemeinschaft im Krefelder Zoo und alle mitfühlenden Tierfreundinnen das Jahr 2020 begonnen hat, wirft für uns als Tierschutzpar…
Bild: Einstweilige Verfügung gegen Stadt Gelsenkirchen - Tierschutzpartei gewinnt vor GerichtBild: Einstweilige Verfügung gegen Stadt Gelsenkirchen - Tierschutzpartei gewinnt vor Gericht
Einstweilige Verfügung gegen Stadt Gelsenkirchen - Tierschutzpartei gewinnt vor Gericht
Stadt Gelsenkirchen verliert vor dem OVG – Umweltveranstaltung der Tierschutzpartei NRW findet statt Am 18.November erhielt die Tierschutzpartei NRW einen von der Stadt Gelsenkirchen unterzeichneten Nutzungsvertrag für ihre geplante Umweltveranstaltung in der Aula der Gesamtschule Buer-Mitte. Das „Tribunal gegen die legalisierte Vielfach-Vergiftung im Giftdreieck Emscher-Lippe“, zu dem die Tierschutzpartei gemeinsam mit den Bündnispartnern des Aktionsbündnisses gegen Ölpellets-Verbrennung eingeladen hatte, findet wie geplant heute um 18 Uhr …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: ÖDP NRW über SPD entsetzt: Hambach-Demonstranten sind kein „Ökomob“!Bild: ÖDP NRW über SPD entsetzt: Hambach-Demonstranten sind kein „Ökomob“!
ÖDP NRW über SPD entsetzt: Hambach-Demonstranten sind kein „Ökomob“!
(Kerpen/Münster/Düsseldorf) – „Die Demonstranten am Hambacher Forst nehmen ihr verfassungsrechtliches Demonstrationsrecht wahr. Diese als „Ökomob“ zu bezeichnen ist eine unerträgliche Diffamierung.“ so der Landesvorstand der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen auf seiner jüngsten Sitzung. Der SPD-Fraktionsvorsitzende in Niederzier …
Bild: Klimawandel - Bäume als PolitikumBild: Klimawandel - Bäume als Politikum
Klimawandel - Bäume als Politikum
Der Hambacher Forst steht (noch) sinnbildlich zu Deutschlands Frage: Klimawandel aufhalten oder Bäume fällen? RWE will den Wald fällen, egal zu welchen Ergebnissen die von der Bundesregierung eingesetzte Kohle-Kommission kommt. Schließlich gibt es politische Zusagen und Verträge, alte Beschlüsse, Planungen und Genehmigungen. Der Klimawandel hat viele …
Hambacher Forst: „ Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus“!
Hambacher Forst: „ Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus“!
… Verfassung garantiert die Meinungsfreiheit und das Demonstrationsrecht. Das gibt Chaoten unter dem Deckmantel Umwelt- und Klimaschutz aber noch lange nicht das Recht, im Hambacher Forst aus welchen Gründen auch immer, mit massiver Gewalt gegen Polizeibeamte und Presse vorzugehen. Die Deutschen Bürger wollen auch weiterhin unbehelligt ihre demokratischen …
Bild: Nach Hinweisen aus der Bevölkerung: Keine Cramer-Arbeitsbühne mehr im Hambacher ForstBild: Nach Hinweisen aus der Bevölkerung: Keine Cramer-Arbeitsbühne mehr im Hambacher Forst
Nach Hinweisen aus der Bevölkerung: Keine Cramer-Arbeitsbühne mehr im Hambacher Forst
Am 18.9.18 wurden wir nachmittags telefonisch und per Email darauf aufmerksam gemacht, dass eine unserer LKW-Arbeitsbühnen bei den Räumarbeiten im Hambacher Forst im Einsatz ist. Von diesem Einsatz hatten wir vor diesen Hinweisen keine Kenntnis, auch hätten wir niemals von uns aus Bühnen vor dem Hintergrund des zu erwartenden Einsatzzwecks in den Hambacher …
Bild: Tierschutzpartei fordert Untersuchungsausschuss - Innenminister in der PflichtBild: Tierschutzpartei fordert Untersuchungsausschuss - Innenminister in der Pflicht
Tierschutzpartei fordert Untersuchungsausschuss - Innenminister in der Pflicht
… Elisabeth Maria van Heesch Die Tierschutzpartei Landesverband NRW begleitet seit langem hochkritisch Polizeimaßnahmen und Anordnungen sowie Bewertungen des Innenministers in Sachen Hambacher Forst. Tierschützer gehören zu den langjährig aktiven friedlichen Demonstrierenden vor Ort. Die Zwangsräumungen der Baumhäuser von Demonstrierenden und Waldbesetzern …
Tierschutzpartei NRW ruft zum Boykott von RWE auf
Tierschutzpartei NRW ruft zum Boykott von RWE auf
Die Räumung und anstehende Rodung des Hambacher Forst ist nicht nur aus Klima- und Umweltschutzgründen zutiefst verwerflich und aus Sicht des Strombedarfs für Deutschland vollkommen unnötig, sondern auch eine pure Machtdemonstration des Energie-Konzerns, sowie der Landesregierung NRW. So jedenfalls sieht es der Landesvorstand der Tierschutzpartei NRW …
Bild: Hambacher Forst: 4800 Polizei-Stunden Einsatz für Identitätsfeststellung wegen FäkalienwurfesBild: Hambacher Forst: 4800 Polizei-Stunden Einsatz für Identitätsfeststellung wegen Fäkalienwurfes
Hambacher Forst: 4800 Polizei-Stunden Einsatz für Identitätsfeststellung wegen Fäkalienwurfes
Hambacher Forst: 4800 Polizei-Stunden Einsatz für Identitätsfeststellung wegen Fäkalienwurfes Am 25.03.2019 kam es wiederholt zu einem Großeinsatz im Hambacher Forst. Ein Aktivist soll RWE-Mitarbeiter mit Fäkalien beworfen haben. Die Polizei Aachen rückt zur Identitätsfeststellung des mutmaßlichen Täters mit einer Hundertschaft aus. Eine Anfrage nach …
Bild: ÖDP NRW: Nutzlose Braunkohle-Kraftwerksreserve sofort stilllegen!Bild: ÖDP NRW: Nutzlose Braunkohle-Kraftwerksreserve sofort stilllegen!
ÖDP NRW: Nutzlose Braunkohle-Kraftwerksreserve sofort stilllegen!
(Kerpen/Münster/Düsseldorf) – „Die Demonstration am Hambacher Forst war ein fantastisches Zeichen für einen raschen Braunkohleausstieg“, so die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Nordrhein-Westfalen. Die ÖDP nahm mit einer großen Delegation von Mitgliedern aus einer Vielzahl von ÖDP-Landesverbänden an der Demonstration teil. „Nachdem weit über 50.000 …
Bild: ÖDP: Die Rodung des Hambacher Forstes stellt die Zerstörung eines unwiederbringlichen Mischwaldes dar.Bild: ÖDP: Die Rodung des Hambacher Forstes stellt die Zerstörung eines unwiederbringlichen Mischwaldes dar.
ÖDP: Die Rodung des Hambacher Forstes stellt die Zerstörung eines unwiederbringlichen Mischwaldes dar.
Die ÖDP NRW unterstützt die Demonstration der Umweltverbände Demo am 6. Oktober 2018: ÖDP ruft zu Protest gegen die Rodungspläne von RWE für den Hambacher Wald auf (Münster/Kerpen) – Die Rodung des Hambacher Forstes stellt die Zerstörung eines unwiederbringlichen, europaweit einmaligen Mischwaldes dar. Dies geschieht aus dem einzigen Grund, die Nutzung …
Bild: Green Value SCE Genossenschaft: Signalwirkung des Hambacher WaldesBild: Green Value SCE Genossenschaft: Signalwirkung des Hambacher Waldes
Green Value SCE Genossenschaft: Signalwirkung des Hambacher Waldes
Läutet das Beispiel Hambacher Wald das Ende des Raubbaus an der Natur in Deutschland ein? Suhl, 08.10.2018. „Es geht eigentlich immer nur um das Eine: Die Befürworter der Braunkohle sehen durch den Verzicht Arbeitsplätze und die Grundversorgung mit Energie bedroht. Die Gegner sind der Meinung, dass mit der Braunkohle ein ohnehin totes Pferd geritten …
Sie lesen gerade: Offener Bittbrief zum Hambacher Forst