(openPR) Der Anteil an Währungsreserven, die weltweit in US-Dollar gehalten werden, geht seit Jahren langsam, aber stetig zurück. Das ist kein Wunder. Denn mit den Finanzen der USA steht es schlecht. Die immer schneller vorangetriebene Verschuldung des Landes dürfte letztlich für die Währung letal wirken. Dennoch regiert Präsident Trump weiterhin hemdsärmelig drauflos und verschlimmert die Lage seines Heimatlandes geradezu planmäßig. Die hohe Komplexität seiner verantwortungsvollen Aufgabe scheint ihn zu überfordern. Das zeigt nicht zuletzt seine hemdsärmelige Handelspolitik.
Die sich schon abzeichnende Weltfinanz- und -wirtschaftskrise wird von den USA beträchtlich befeuert. Sie wird die ganze Welt bis ins Mark erschüttern. Die ursprünglichen Krisenursachen hat Trump allerdings nicht zu verantworten. Dafür sind die Politiker verantwortlich, die es jahrzehntelang versäumt haben, der hypertrophierenden Finanzindustrie die notwendigen Zügel anzulegen und die den Notenbanken erlaubt haben, untaugliche Rettungsversuche auf Kosten und zu Lasten von Sparguthaben und Altersversorgungen vieler Millionen Menschen zu unternehmen. Die großen der Bevölkerung aufgezwungenen Opfer werden sich schon bald als sinn- und wirkungslos erweisen. Die Schäden, die sie angerichtet haben, werden aber auch den Politikern noch einige Probleme bescheren.
Während sich die „Eliten“ über die z erwartenden sozialen Probleme der zu erwartenden Finanz- und Wirtschaftskrise offensichtlich keine Gedanken machen, scheint das Gold dem Finanzestablishment und seinen politischen Förderern die große Sorgen zu machen. Gold gilt nämlich als eine Art ökonomisches Fieberthermometer. Daß der Goldpreis massiv heruntermanipuliert werde, um seine Warnsignale zu unterdrücken, wird seit langem immer wieder behauptet. Wer weiß wie Menschen ticken, vor allem die Raffkes und Nimmersatts unter ihnen, der wäre allerdings sehr erstaunt, wenn diese den Goldpreis nicht manipulieren würden, zumal damit auch noch Profit gemacht werden kann.
Denn das Beutemachen liegt im Wesen des Menschentiers und ist bei einer Minderheit dieser Spezies extrem ausgeprägt. Im gegenwärtigen Zeitalter des Raffke-Kapitalismus wird so gut wie alles manipuliert, was zwecks Profitsteigerung manipuliert werden kann. Sogar Geldstrafen werden dafür riskiert. Was soll’s – bei d e n Profiten! 20 Jahre Gefängnis wären dagegen sicherlich abschreckend. Der Goldpreis ist verhältnismäßig einfach zu manipulieren, nicht zuletzt auch deshalb, weil Notenbanker dieser Schufterei durch den Verleih von Goldreserven an die Manipulateure eifrig Vorschub leisten. Was ist für den Fall geplant, daß in einer Finanz- und Wirtschaftskrise die Ausleiher ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können?
Für die USA hat diese fragwürdige Praxis den Vorteil, daß sie das Leben ihrer siechen Währung trotz immer neuen Schuldenrekorden verlängern hilft. Der Dollar liegt längst im Wachkoma. Würde er nicht aus jahrzehntelanger stumpfer Gewohnheit von fast allen Staaten der Welt als Handels- und Reservewährung genutzt, wäre er inzwischen eine Weichwährung. Den Marsch dorthin hat er allerdings längst begonnen. Der Anteil der Dollarreserven an den gesamten Währungsreserven der Staaten sinkt seit langem stetig. Rußland hat seine Dollarreserven schon halbiert. Man darf gespannt sein, an wen das US-finanzministerium die geplanten neuen Anleihen im Umfang von 1,4 Billionen Dollar verkaufen kann. Das Geld wird unter anderem zur Finanzierung der Steuersenkung gebraucht, die US-Präsident Trump sich und seinen superreichen Freunden spendiert hat.
In dem Augenblick, in dem die Chinesen ihre Währung als stabile, goldgedeckte Alternative anböten, wäre es um den Dollar geschehen. Das wissen die Amerikaner und deshalb glauben sie vermutlich, der Kampf gegen das Gold könne den Dollar retten. Die Chinesen, deren Währungspläne vom verbilligten Gold extrem profitieren, werden ihnen aber letztlich zeigen, wo Bartel den Most holt.
Die Goldpreisdrückerei wird sich als größte anzunehmende Dummheit herausstellen. China und Rußland arbeiten seit langem strategisch an der Ablösung des Dollars als Weltleit-, Handels- und Reservewährung. Die USA fördern dieses Vorhaben genau durch die Aktivitäten, mit denen sie es anscheinend verhindern wollen. Schon seit langem sinkt die Bedeutung des Dollars als Referenz- und Handelswährung. Allein in den letzten drei Jahren sank der Anteil des Dollars an den weltweiten Währungsreserven nach Angaben des IWF von 64,6% auf 62,7%. Die Schuldenorgie der USA wird diesen Prozeß weiter verstärken und das derzeit billige Gold wird den Chinesen schneller als zu erwarten war erlauben, ihm mit einem goldgedeckten Renminbi den Todesstoß zu versetzen.
Eine goldgestützte Währung ist unter demokratischen Verhältnissen mit öffentlicher Kontrolle der Herrschenden bei weitem nicht so leicht zu manipulieren wie die derzeitigen Fiatwährungen. Sparerenteignung im großen Stil wie derzeit durch die Null- und Negativzinspolitik der EZB wäre unmöglich. Für die große Mehrheit der Menschen wäre eine goldbasierte Währung ein Segen. Die „Eliten“ der Welt würde sie disziplinieren. Kein Wunder, daß sie und die ihnen verpflichteten Politiker sich deshalb nicht für eine goldbasierte Währung begeistern können. Sie würde ihrem und ihrer Klientele eigennützigen Handeln nämlich starke Fesseln anlegen.
Angesichts der absehbaren Schwierigkeiten des Dollars halten zahlreiche Staaten jetzt schon vermehrt Euro und Renminbi sowie Gold als Zahlungsmittelreserve. Darunter China, Russland, Türkei, Kasachstan und Weißrussland, die ihre Goldreserven beträchtlich aufgestockt haben. Dank der Preisdrückerei zu Schnäppchenpreisen. Wieviel Gold die Notenbanken mit den im Verhältnis zu ihren Währungsreserven größten Goldbeständen (USA, Deutschland, Internationaler Währungsfonds, Italien und Frankreich) wirklich haben und was sie davon an Spekulanten verliehen haben, ist Geheimsache.
Wer sieht, woher der Wind weht, wer seit Jahren als Sparer seine sukzessive Enteignung durch die Geldpolitik der EZB erdulden muß und wer weiß, daß Deutschland im Falle eines durchaus möglichen Auseinanderbrechens der Europäischen Währungsunion rund eine Billion (1000000000000) Euro als Folge seiner Target2-Forderungen verlieren wird, der fragt sich, ob unsere Politiker sich ihrer Verantwortung für die soziale und politische Stabilität unseres Landes überhaupt bewußt sind. Wenn aber neben dem Dollar auch der Euro wackelt, lockt das Gold als sicherer Hafen, vor allem, wenn es so schön billig ist.
Die Verantwortlichen in den Vereinigten Staaten sollten langsam aufwachen. Ihre Schuldenorgie und die damit verbundene innere Schwächung des Dollars verbieten verantwortungsbewußten Notenbankern eigentlich schon jetzt, größere Mengen an Dollarreserven zu halten. Deshalb ist abzusehen, daß die Welt künftig nicht mehr bereit sein wird, die schnell steigenden US-Schulden aufzukaufen. Verwickelt Trump jetzt die Welt auch noch in einen Handelskrieg und versucht er, sie in einen Wirtschaftskrieg gegen den Iran hineinzuziehen, wird er die USA weltpolitisch isolieren. Dann könnte es schneller als die meisten vielleicht denken zu einem Ausverkauf des Dollars und eine Flucht ins (noch) billige Gold kommen.
Für die Bürgerinnen und Bürger Europas, die über Geldvermögen verfügen, gibt es außer der Beobachtung der us-amerikanischen Schuldenorgie und den sich vermehrenden Anzeichen einer weltweiten Finanzkrise noch einen anderen Grund, sehr gründlich über die Sicherheit ihrer geldlichen Reserven nachzudenken. Wenn nämlich die Nordländer der Eurozone nicht konsequent dagegen halten, werden die Südländer alles daransetzen, die Währungsunion in eine Transferunion zu verwandeln. Dann könnten die Sparer der Nordländer nicht nur für die Schulden der Südländer mithaftbar gemacht werden, sondern auch für Bankenrettungsaktionen in Südeuropa zur Kasse gebeten werden. An der Vergemeinschaftung der Einlagensicherung in Europa wird derzeit gearbeitet. EDIS (European Deposit Insurance System) heißt das bürokratische Ungetüm, das vor allem den deutschen Sparern künftig kräftig in die Taschen greifen könnte – wenn unsere Politiker nicht endlich klar NEIN sagen.
Durch Mario Draghis Geldpolitik werden die deutschen Sparer ohnehin jährlich um viele Milliarden Euro gebracht, die sie zum größten Teil für ihre Altersversorgung und zum Ausgleich unzureichender Renten sparen. Unsere Politiker, die selbst fürstlich auf unsere Kosten versorgt sind, sollten endlich aufwachen und dafür sorgen, daß die zunehmende soziale Schieflage in unserem Land nicht durch Milliardenschwere Umverteilungen in die Südländer noch beträchtlich gesteigert wird. Deshalb muß EDIS unbedingt verhindert werden. Eine Haftung deutscher Sparer für ausländische Bankpleiten darf es nicht geben.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren und mit wachsender Sorge um Frieden, Freiheit und das allgemeine Wohl das fragwürdige Treiben der Menschentiere, insbesondere das ihrer Alphas. Seine Beobachtungen dokumentiert und kommentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“, in der bisher 7 Bände erschienen sind. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.
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