Links gehören zu den unscheinbaren, aber wichtigen Elementen einer Pressemitteilung. Richtig eingesetzt, erleichtern sie Journalisten die Recherche, liefern Lesern weiterführende Informationen und bringen reale Besucher auf die eigene Website. Bei Online-Pressemitteilungen kommt eine weitere Ebene hinzu: Die Meldung und ihre Links sind öffentlich im Internet erreichbar. Damit spielen sie auch für Suchmaschinen und zunehmend für KI-Suchsysteme eine Rolle. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Links in Ihren Meldungen sinnvoll setzen.
Das Wichtigste in Kürze:
- In klassischen Pressemitteilungen unterstützen Links vor allem Journalisten bei der Recherche. In Online-Pressemitteilungen führen sie zusätzlich Leser auf weiterführende Inhalte.
- Für die meisten Online-Pressemitteilungen reichen ein bis drei sorgfältig ausgewählte Links.
- Der erste Link sollte zur wichtigsten inhaltlichen Vertiefung führen und nicht automatisch zur Homepage.
- Der Ankertext sollte klar benennen, was den Leser nach dem Klick erwartet.
- Links können die Auffindbarkeit unterstützen, garantieren aber weder bessere Rankings noch eine Nennung in KI-Antworten.
Klassische Pressemitteilung vs. Online-Pressemitteilung: Warum die Unterscheidung wichtig ist

Als klassische Pressemitteilung gilt in diesem Zusammenhang eine Meldung, die gezielt an Journalisten und Redaktionen versendet wird. Das geschieht beispielsweise per E-Mail, über einen Presseverteiler oder als Dokument. Die Links unterstützen vor allem die redaktionelle Arbeit. Sie führen zu Quellen, Pressebildern, Studien, Ansprechpartnern oder weiterem Hintergrundmaterial.
Eine Online-Pressemitteilung wird als öffentlich zugängliche Webseite veröffentlicht. Sie richtet sich damit auch an Kunden, Geschäftspartner, Bewerber, Fachinteressierte und andere Internetnutzer. Ihre Links können direkt angeklickt, über Webanalyse erfasst und von Suchmaschinen verarbeitet werden.
Beispiele:
| Aspekt | Klassische Pressemitteilung | Online-Pressemitteilung |
|---|---|---|
| Hauptzielgruppe | Ausgewählte Journalisten und Redaktionen | Journalisten, Kunden, Fachinteressierte und andere Internetnutzer |
| Veröffentlichungsweg | E-Mail, Presseverteiler, Redaktionssystem oder Dokument | Unternehmenswebsite, Presseportal oder andere öffentlich erreichbare Webseite |
| Hauptaufgabe der Links | Recherche, Prüfung und Bereitstellung von Pressematerial | Recherche, Vertiefung, Besucherführung und Auslösung messbarer Handlungen |
| Öffentliche Auffindbarkeit | Nicht automatisch gegeben | Grundsätzlich möglich, sofern die Seite öffentlich erreichbar und indexierbar ist |
| Messbarer Besucherverkehr | Je nach Versand- und Trackingmethode eingeschränkt messbar | Über Webanalyse und UTM-Parameter vergleichsweise gut messbar |
| Bedeutung für Suchmaschinen | Keine, solange die Meldung nicht öffentlich im Web erscheint | Links können Seiten auffindbar machen und thematische Verbindungen herstellen |
| Bedeutung für KI-Suchsysteme | Meist indirekt, wenn die Meldung später veröffentlicht oder journalistisch aufgegriffen wird | Die Meldung und ihre verlinkten Quellen können grundsätzlich gefunden und ausgewertet werden |
Auch eine per E-Mail verschickte Meldung ist technisch digital. Der Begriff „klassische Pressemitteilung“ beschreibt hier jedoch die direkte Ansprache ausgewählter Redaktionen. Bei einer Online-Pressemitteilung steht die öffentliche und meist dauerhafte Veröffentlichung im Web im Mittelpunkt.
Diese Unterscheidung verändert die Linkplanung. In der E-Mail-Version haben Pressematerial, Originalquellen und Ansprechpartner eine hohe Priorität. In der öffentlich veröffentlichten Version kommt die Leserführung hinzu: Welche Information wird nach dem Lesen benötigt? Welche Seite soll besucht werden? Welche Handlung soll der Leser dort ausführen?
Ein weiterer Unterschied betrifft die Weiterverwendung durch Medien. Greift eine Redaktion die Meldung auf, kann sie die Links übernehmen, verändern oder vollständig entfernen. Unternehmen sollten daher nicht davon ausgehen, dass ein Link aus der Pressemitteilung später automatisch in einem Medienbericht erscheint.
Warum Links in Online-Pressemitteilungen so wichtig sind
Leser öffnen eine Online-Pressemitteilung häufig mit einer konkreten Frage: Wo finde ich die vollständige Studie? Gibt es technische Daten? Wie kann ich mich anmelden? Wer ist der richtige Ansprechpartner?
Ein gut platzierter Link nimmt ihnen den nächsten Suchschritt ab. Er verbindet die kompakte Meldung mit einer Seite, auf der das Thema ausführlicher behandelt wird. Gleichzeitig verhindert er, dass die Pressemitteilung mit sämtlichen Detailinformationen überladen wird.
Beispiele:
| Funktion | Geeignetes Linkziel | Praktischer Nutzen |
|---|---|---|
| Nachricht vertiefen | Studienseite, Produktseite, Projektseite oder Hintergrundbeitrag | Leser erhalten zusätzliche Informationen zum angekündigten Thema. |
| Aussage belegen | Originalstudie, Statistik, Behördenseite oder Methodik | Journalisten und Leser können Zahlen und Aussagen prüfen. |
| Handlung ermöglichen | Anmeldeseite, Downloadseite, Terminbuchung oder Kontaktformular | Aus dem Interesse entsteht eine messbare Reaktion. |
| Pressematerial bereitstellen | Pressebereich, digitale Pressemappe oder Bilddownload | Redaktionen erhalten schnell verwendbare Unterlagen. |
| Das Unternehmen einordnen | Homepage oder Über-uns-Seite | Leser erfahren mehr über den Absender der Meldung. |
| Websitebesuche messen | Zielseite mit passenden Trackingparametern | Das Unternehmen erkennt, welche Veröffentlichung Besucher gebracht hat. |
Die Pressemitteilung selbst muss trotzdem verständlich bleiben. Kernnachricht, wichtigste Zahlen und zentrale Einordnung gehören in den Text. Ein Link ergänzt und vertieft den Inhalt. Er darf die eigentliche Nachricht nicht ersetzen.
Prüffrage: Würden Sie den Link auch setzen, wenn Suchmaschinen ihn vollständig ignorierten? Lautet die Antwort ja, besitzt er wahrscheinlich einen echten Nutzen für Leser oder Journalisten.
Welche Rolle spielen Backlinks in der Suchmaschinenoptimierung (SEO)?
Backlinks sind Links von einer anderen Website auf die eigene Seite. Suchmaschinen nutzen solche Verlinkungen unter anderem, um neue Seiten zu entdecken und deren Bedeutung im Web einzuordnen. Vereinfacht gesagt kann ein Link wie eine Empfehlung wirken – allerdings bewertet Google nicht jeden Backlink gleich.
Entscheidend sind unter anderem die Qualität und thematische Relevanz der verlinkenden Seite, der Kontext des Links und die Art der Verlinkung. Ein einzelner relevanter Link von einer glaubwürdigen Website kann daher wertvoller sein als viele Links von beliebigen oder minderwertigen Seiten.
Lesen Sie hier weiter zum Thema "PR & Link Building – so sichern Sie sich wertvolle Backlinks durch Ihre PR-Aktivitäten".
Jeder Link braucht eine klare Aufgabe
Bevor Sie einen Link einfügen, sollten Sie festlegen, welche Aufgabe er innerhalb der Meldung erfüllt. Mehrere Links mit nahezu identischem Zweck konkurrieren um Aufmerksamkeit. Eine sorgfältig ausgewählte Zielseite führt häufig weiter als fünf beliebige Verweise.
Der zentrale Vertiefungslink
Der Vertiefungslink führt zu den Informationen, die unmittelbar zur Nachricht gehören, im begrenzten Umfang einer Pressemitteilung aber keinen Platz finden. Das können ausführliche Studienergebnisse, technische Spezifikationen, ein Projektablauf, eine Fallstudie oder weitere Hintergrundinformationen sein.
Dieser Link ist in vielen Online-Pressemitteilungen der wichtigste inhaltliche Verweis. Er sollte auf eine konkrete Unterseite führen, die das Thema der Meldung unmittelbar fortsetzt.
Der Beleglink
Ein Beleglink führt zur Quelle einer Zahl, Studie, gesetzlichen Regelung oder anderen überprüfbaren Aussage. Solche Links erhöhen die Nachvollziehbarkeit und erleichtern Journalisten die Prüfung.
Bezieht sich die Pressemitteilung auf Daten des Statistischen Bundesamtes, einer Universität, einer Behörde oder eines Branchenverbandes, sollte der Link nach Möglichkeit direkt zu dieser Quelle führen. Ein eigener Blogbeitrag über eine fremde Studie ersetzt die Originalquelle nur bedingt.
Der Handlungslink
Der Handlungslink ermöglicht den nächsten Schritt. Je nach Meldung führt er zu einer Anmeldung, einem Download, einer Produktdemo, einer Terminbuchung, einer Bewerbung oder einer Kontaktaufnahme.
Der Link sollte sein Versprechen unmittelbar einlösen. Wer „Zur Veranstaltungsanmeldung“ anklickt, erwartet die Anmeldeseite. Wer „Studie herunterladen“ liest, sollte nicht erst durch mehrere Unterseiten navigieren müssen.
Der Link zu Pressebildern und weiterem Material
Pressebilder, Grafiken, Datenblätter, Lebensläufe und andere Dateien gehören möglichst in einen übersichtlichen Pressebereich. Die Pressemitteilung kann gezielt auf die passende Unterseite oder einen klar beschrifteten Download verweisen.
Der Unternehmenslink
Die Homepage, die Über-uns-Seite oder der allgemeine Pressebereich ordnen den Absender ein. Diese Links stehen häufig im Unternehmensprofil am Ende der Meldung. Sie müssen nicht automatisch als erste Links im Nachrichtentext erscheinen.
Wohin sollte der wichtigste Link führen?
Die passende Zielseite ergibt sich aus der Nachricht und aus der nächsten Frage des Lesers. Eine allgemeine Startseite beantwortet diese Frage oft nur indirekt. Ein sogenannter Deep Link führt direkt auf eine inhaltlich passende Unterseite.
Eine Pressemitteilung über eine neue Studie sollte beispielsweise zur Ergebnisseite der Studie führen. Bei einer Veranstaltung bietet sich die Seite mit Programm, Termin, Ort und Anmeldung an. Wird ein neues Produkt angekündigt, ist eine Produkt- oder Technikseite meist hilfreicher als die Unternehmenshomepage.
Beispiele:
| Anlass der Pressemitteilung | Sinnvolles Hauptziel | Mögliche weitere Ziele |
|---|---|---|
| Studie oder Umfrage | Öffentliche Ergebnisseite mit Kernaussagen und Grafiken | Methodik, vollständiger Bericht, Datensatz oder Pressebilder |
| Produktneuheit | Produkt- oder Themenseite mit Funktionen, Daten und Verfügbarkeit | Technisches Datenblatt, Bilder, Video oder Demo |
| Veranstaltung | Veranstaltungsseite mit Termin, Ort, Programm und Anmeldung | Referentenprofile, Presseakkreditierung oder Anfahrt |
| Personalwechsel | Aktuelles Profil mit biografischen Angaben | Pressefoto, Interviewangebot oder Unternehmensseite |
| Neuer Standort | Standort- oder Projektseite mit konkreten Informationen | Karte, Pressebilder, Investitionsdaten oder Stellenangebote |
| Kooperation | Gemeinsame Projektseite oder ausführliche Projektbeschreibung | Partnerseite, Hintergrundmaterial oder Pressemappe |
| Marktkommentar | Ausführliche Analyse oder zentrale Themenseite | Originaldaten, Autorenprofil oder weitere Fachbeiträge |
| Unternehmensgründung oder Rebranding | Homepage oder ausführliche Unternehmensseite | Pressebereich, Markenmaterial oder Gründerprofile |
Wann die Homepage das richtige Ziel ist
Die Startseite eignet sich, wenn das Unternehmen selbst im Mittelpunkt der Meldung steht. Das kann bei einer Gründung, einem umfassenden Markenwechsel, einer Fusion oder dem Start einer neuen Unternehmenswebsite der Fall sein.
Die Homepage bleibt außerdem ein sinnvoller Link im Unternehmensprofil am Ende der Meldung. Bei klar umrissenen Nachrichten führt eine passende Unterseite meist schneller zur gesuchten Information.
Wann eine Landingpage sinnvoll ist
Eine Landingpage eignet sich für Kampagnen, Veranstaltungen, Downloads und andere klar definierte Handlungen. Sie sollte jedoch mehr bieten als ein Formular. Überschrift, Anlass, wichtigste Informationen, Ansprechpartner und mögliche Bedingungen sollten bereits vor einer Anmeldung sichtbar sein.
Für Journalisten und Suchsysteme ist eine frei zugängliche Informationsseite oft besser nutzbar als eine vollständig gesperrte Downloadseite. Eine mögliche Lösung besteht aus einer öffentlichen Zusammenfassung mit den wichtigsten Fakten und einem zusätzlichen Formular für den vollständigen Bericht, eine Produktdemo oder weiterführendes Material.
Wann eine externe Seite das beste Ziel ist
Ein Link muss nicht immer auf die eigene Website führen. Bezieht sich die Meldung auf eine amtliche Statistik, eine wissenschaftliche Veröffentlichung oder eine öffentliche Projektseite, kann die Originalquelle den größten Informationswert besitzen.
Die Verlinkung einer glaubwürdigen externen Quelle schwächt die Pressemitteilung nicht. Sie zeigt, worauf eine Aussage beruht, und erleichtert die Prüfung. Ein Link zu einer externen Seite kann als Trustlink fungieren.
Ist der erste Link einer Pressemitteilung wirklich der wichtigste?
Google nennt Relevanz, crawlbare HTML-Links, verständliche Ankertexte und den umgebenden Kontext als die wichtigsten Faktoren. Die Empfehlung, der erste Link einer Seite erhalte automatisch die größte SEO-Wirkung, findet sich in den aktuellen Link-Richtlinien von Google nicht direkt wieder. Der sogenannte „First Link Priority“-Ansatz stammt häufig aus Diskussionen darüber, wie Suchmaschinen mehrere Links von einer Seite zum gleichen Ziel und deren unterschiedliche Ankertexte verarbeiten.
Auch wenn sich daraus keine allgemeine Regel ableiten lässt, nach der der erste externe Link einer Pressemitteilung automatisch die größte Rankingkraft erhält: Schaden kann es nicht. Für die Leserführung hat der erste Link auch eine besondere Bedeutung. Er erscheint früh im Text, wird beim Überfliegen eher wahrgenommen und bestimmt häufig, welche Seite ein interessierter Leser zuerst besucht.
Behandeln Sie den ersten Link deshalb vor allem als redaktionelle Priorität:
- Setzen Sie den ersten Link dort, wo die zentrale Vertiefung oder Handlung genannt wird.
- Verlinken Sie auf die Seite, die das Hauptthema der Meldung am besten fortführt.
- Vermeiden Sie einen automatischen Homepage-Link gleich am Anfang, wenn eine passendere Unterseite vorhanden ist.
- Platzieren Sie die Homepage später im Unternehmensprofil.
Beispiel: Kündigt ein Unternehmen eine neue Marktstudie an, sollte der erste Link zur Ergebnisseite oder zur Studie führen. Die Homepage liefert in diesem Fall nur allgemeine Unternehmensinformationen und verlangt vom Leser einen zusätzlichen Suchschritt.
Was gilt bei mehreren Links zum gleichen Ziel?
Mehrfach auf dieselbe Seite zu verlinken, erhöht deren Bedeutung nicht automatisch. Eine Wiederholung kann sinnvoll sein, wenn der Link am Ende der Meldung erneut als klare Handlungsaufforderung erscheint. Ansonsten reicht eine gut sichtbare und verständlich beschriftete Platzierung.
Wie viele Links sind in einer Online-Pressemitteilung sinnvoll?
Google nennt keine feste Idealzahl für Links auf einer Seite. Entscheidend sind Nutzen, Relevanz und Kontext. Die meisten Presseportale legen die maximale Anzahl von Links fest oder empfehlen als praktische Orientierung ein bis drei unterschiedliche und relevante Links im eigentlichen Meldungstext. Links im Unternehmensprofil und in den Kontaktdaten werden bei dieser Empfehlung meistens nicht mitgezählt.
Für eine übliche Online-Pressemitteilung bietet sich folgender Linkplan an:
| Link | Typische Aufgabe | Beispiel |
|---|---|---|
| Link 1 | Zentrale Vertiefung oder wichtigste Handlung | Studienseite, Produktseite oder Veranstaltungsseite |
| Link 2 | Beleg oder ergänzendes Material | Methodik, Originalquelle, Datenblatt oder Pressemappe |
| Link 3 | Weiterer sinnvoller Schritt | Anmeldung, Download, Demo oder Bildmaterial |
| Unternehmensprofil | Allgemeine Informationen zum Absender | Homepage, Pressebereich und Medienkontakt |
Eine Meldung kann auch mit einem einzigen Link vollständig auskommen. Führt dieser auf eine gut aufgebaute Themenseite, von der aus Studie, Bilder, Kontakt und weitere Informationen erreichbar sind, braucht es keine zusätzlichen Verweise.
Als einfache Orientierung können Sie so planen:
- Ein Link: zentrale Themenseite mit allen wichtigen Informationen
- Zwei Links: zentrale Themenseite plus Quelle, Methodik oder Pressematerial
- Drei Links: zentrale Themenseite plus Beleg oder Material plus klarer Handlungslink
Mehr als drei inhaltliche Links können bei umfangreichen Finanzmeldungen, Forschungsprojekten, Konferenzen oder öffentlichen Beteiligungsverfahren sinnvoll sein. Jeder weitere Link sollte ein eigenes Informationsbedürfnis erfüllen.
Eine Formel wie „ein Link pro 100 Wörter“ besitzt keine belastbare Grundlage. Auch das bloße Wiederholen derselben Zieladresse steigert den Nutzen nicht.
Wie früh sollte der erste Link erscheinen?
Eine Faustregel lautet: Den wichtigsten Link möglichst im ersten oder zweiten Absatz unterzubringen. Das bedeutet nicht, dass bereits die Überschrift oder der erste Satz verlinkt werden muss.
Der Leser sollte zuerst erkennen, worum es geht und warum die verlinkte Seite relevant ist. Ein Link unmittelbar nach der Kernnachricht wirkt meist natürlicher als eine verlinkte Firmenbezeichnung im ersten Satz.
Gute Ankertexte: Der Link muss sein Ziel ankündigen
Der Ankertext ist der sichtbare und anklickbare Teil eines Links. Er sollte bereits vor dem Klick erkennen lassen, was sich auf der Zielseite befindet. Das hilft Lesern, Suchmaschinen und Menschen, die sich Links über einen Screenreader ausgeben lassen.
Google empfiehlt verständliche, prägnante und für Ausgangs- und Zielseite relevante Ankertexte. Auch die Richtlinien des World Wide Web Consortiums sehen vor, dass sich der Zweck eines Links aus dem Linktext oder seinem unmittelbaren Kontext erschließen lässt.
Beispiele:
| Schwacher Ankertext | Bessere Formulierung | Warum sie hilfreicher ist |
|---|---|---|
| Hier klicken | Ergebnisse der Energiestudie 2026 | Das Ziel ist bereits vor dem Klick erkennbar. |
| Weitere Informationen | Programm und Anmeldung zur Fachkonferenz | Inhalt und mögliche Handlung werden benannt. |
| Website | Pressebereich der Muster GmbH | Der Leser weiß, welchen Bereich er öffnet. |
| Mehr erfahren | Technische Daten der neuen Produktionsanlage | Der Link kündigt konkrete Informationen an. |
| Download | Vollständige Studie herunterladen (PDF, 2,1 MB) | Inhalt, Dateiformat und Größe sind sichtbar. |
| Beste Energieberatung für Unternehmen | Beratungsangebot zur betrieblichen Energieeffizienz | Die Formulierung wirkt sachlich und passt zum Inhalt. |
| www.beispiel.de/produkte/neuheit-2026 | Produktinformationen zur Neuheit 2026 | Der beschreibende Text lässt sich schneller erfassen als die URL. |
Diese Regeln verbessern Ankertexte
- Beschreiben Sie das Ziel und nicht den Klickvorgang.
- Verwenden Sie natürliche Begriffe, die in den Satz passen.
- Halten Sie den Ankertext so kurz wie möglich und so ausführlich wie nötig.
- Vermeiden Sie Ankertexte, die mit kommerziellen Suchbegriffen überladen sind.
- Verlinken Sie keine ganzen Absätze.
- Setzen Sie mehrere Links nicht direkt Wort für Wort nebeneinander.
- Verwenden Sie für dasselbe Ziel möglichst eine einheitliche Bezeichnung.
- Kennzeichnen Sie direkte PDF-, ZIP- oder andere Dateidownloads.
- Prüfen Sie, ob der Linktext auch außerhalb des Absatzes verständlich wäre.
Wann der Unternehmensname als Ankertext passt
Marken- und Unternehmensnamen sind geeignete Ankertexte, wenn sie auf die Homepage, das Unternehmensprofil oder einen allgemeinen Pressebereich führen. Für eine Studie, ein Produkt oder eine Veranstaltung sollte der Linktext das konkrete Ziel benennen.
Beispiel:
Unklar: Die vollständigen Ergebnisse finden Sie bei der Muster GmbH.
Besser: Lesen Sie die vollständigen Ergebnisse der Energiestudie 2026.
Sichtbare URL oder verlinkter Text?
In Online-Pressemitteilungen ist ein beschreibender Ankertext meist leichter lesbar als eine ausgeschriebene Internetadresse. In einer direkt verschickten Pressemitteilung kann eine kurze sichtbare URL ergänzend sinnvoll sein, etwa für den allgemeinen Pressebereich oder die Kontaktdaten.
Lange Trackingadressen mit zahlreichen Parametern gehören nicht sichtbar in den Fließtext. Sie können technisch hinter einem verständlichen Ankertext hinterlegt werden.
Was Links für die Suchmaschinenoptimierung leisten

Für die verlinkte Unternehmensseite ist ein Link von einem Presseportal ein eingehender Link, also ein Backlink. Daraus folgt jedoch kein garantierter Rankingvorteil. Suchmaschinen berücksichtigen unter anderem den Kontext, die Art der Veröffentlichung, die Linkkennzeichnung und mögliche Manipulationsabsichten.
Der Backlink sollte kein Selbstzweck sein
Google nennt in seinen Spamrichtlinien optimierte Ankertexte in Pressemitteilungen, die auf anderen Websites verbreitet werden, ausdrücklich als mögliches Beispiel für Link-Spam. Problematisch wird es vor allem, wenn Links hauptsächlich zur Beeinflussung von Rankings aufgebaut werden.
Vermeiden Sie daher:
- mehrere kommerzielle Suchbegriffe als Ankertexte innerhalb einer Meldung,
- mehrere Links zur gleichen Verkaufsseite mit unterschiedlichen Keyword-Kombinationen,
- die massenhafte Verbreitung dünner Meldungen, deren Hauptzweck im Linkaufbau liegt,
- Formulierungen, die sichtbar für Suchmaschinen geschrieben wurden,
- bezahlte Veröffentlichungen mit unqualifizierten Links, die Ranking-Signale übertragen sollen,
- die Auswahl eines Presseportals allein nach der Frage, ob es sogenannte Follow-Links anbietet.
Eine sachliche Verlinkung auf eine passende Studien-, Produkt- oder Veranstaltungsseite bleibt sinnvoll. Der Link sollte sich aus dem Inhalt ergeben und dem Leser einen erkennbaren Mehrwert bieten.
Was bedeuten Follow, nofollow, sponsored und ugc?
Der Betreiber der veröffentlichenden Website kann Links mit einem rel-Attribut kennzeichnen. Presseportal, Medium oder Verteilerdienst entscheidet in der Regel selbst, welche Kennzeichnung verwendet wird.
| Linkkennzeichnung | Bedeutung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
Kein besonderes rel-Attribut |
Normaler, nicht weiter qualifizierter Link; umgangssprachlich häufig als Follow-Link bezeichnet | Frei gesetzte redaktionelle Verweise |
rel="sponsored" |
Kennzeichnet Werbung oder bezahlte Platzierungen | Advertorials, Anzeigen und andere bezahlte Veröffentlichungen |
rel="ugc" |
Kennzeichnet von Nutzern eingestellte Inhalte | Foren, Kommentare und Plattformbeiträge |
rel="nofollow" |
Signalisiert, dass Google die verlinkte Seite in der Regel nicht über diesen Link crawlen oder mit der Ausgangsseite verknüpfen soll | Links, für die andere Kennzeichnungen nicht passen oder die nicht als Empfehlung behandelt werden sollen |
Ein spezielles rel="follow"-Attribut ist nicht erforderlich. Ein normaler Link besitzt einfach keine der genannten einschränkenden Kennzeichnungen.
Für den menschlichen Besucher bleiben auch nofollow-, ugc- oder sponsored-Links anklickbar. Sie können weiterhin Besucher, Downloads, Anmeldungen und Anfragen erzeugen. Die Zielseite kann außerdem über interne Links, Sitemaps oder andere Websites gefunden werden.
Welche Rolle spielen Links für KI-Suchsysteme?
KI-Suchsysteme beantworten Fragen häufig mit Informationen aus mehreren Webseiten und zeigen dazu Quellen oder weiterführende Links an. Die technische Grundlage unterscheidet sich je nach Anbieter. Klassische Suchprozesse aus Crawling, Indexierung, Ranking und Quellenbewertung spielen jedoch weiterhin eine wichtige Rolle.
Google erklärt beispielsweise, dass für AI Overviews und den AI Mode weiterhin die grundlegenden SEO-Prinzipien gelten. Dazu gehören crawlbare Seiten, interne Verlinkung, hilfreiche Inhalte und wichtige Informationen in Textform. Spezielle „KI-Links“ oder ein eigenes Markup für die Aufnahme in diese Suchfunktionen sind nicht erforderlich.
Auch Bing weist darauf hin, dass Bing Search und Copilot dieselbe Grundlage aus Crawling, Indexierung und Ranking nutzen. Die Bing-Richtlinien empfehlen Standardlinks mit href-Attribut sowie relevante Ankertexte.
Für ChatGPT-Suche und Perplexity spielt außerdem eine Rolle, ob deren Such-Crawler auf die Website zugreifen können. OpenAI verwendet für die ChatGPT-Suche den OAI-SearchBot. Dieser ist vom GPTBot für mögliches Modelltraining getrennt. Perplexity nennt den PerplexityBot als Crawler für das Auffinden und Verlinken von Websites in seinen Suchergebnissen. Ein Link in einer Online-Pressemitteilung kann eine nachvollziehbare Verbindung zu einer ausführlicheren Quellenseite herstellen. Er garantiert jedoch weder die Aufnahme in einen Suchindex noch eine Nennung in einer KI-Antwort. Das jeweilige System kann die Pressemitteilung, die verlinkte Unternehmensseite, einen Medienbericht, eine andere Quelle oder keine dieser Seiten auswählen.
Sind auch Web-Erwähnungen ohne Link wichtig?
Auch eine Erwähnung eines Unternehmens, einer Marke oder eines Produkts ohne Verlinkung kann wertvoll sein. Für die klassische Suchmaschinenoptimierung gilt allerdings: Google bestätigt solche sogenannten „unlinked mentions“ nicht als direkten Rankingfaktor wie einen Backlink. Sie können dennoch indirekt helfen, etwa weil sie Bekanntheit schaffen, weitere Suchanfragen nach der Marke auslösen oder später zu echten Verlinkungen führen.
Für KI-Suchsysteme können solche Nennungen zusätzlich interessant sein. Systeme wie ChatGPT Search, Perplexity oder Google mit seinen KI-Suchfunktionen werten Informationen aus vielen öffentlich zugänglichen Quellen aus. Wiederkehrende, konsistente Nennungen eines Unternehmens zusammen mit bestimmten Produkten, Themen, Personen oder Eigenschaften können dazu beitragen, dass ein System diese Zusammenhänge im Web häufiger vorfindet und einordnen kann.
Praxis-Tipp: Achten Sie deshalb nicht ausschließlich auf Backlinks. Auch korrekte und konsistente Erwähnungen Ihres Unternehmens in Pressemitteilungen, Medienberichten, Fachartikeln und anderen seriösen Quellen können zur digitalen Sichtbarkeit beitragen. Besonders wertvoll sind Nennungen, die den Unternehmensnamen mit konkreten Themen, Leistungen, Produkten oder Experten verbinden.
- Wie Markenerwähnungen im Web über Ihre Sichtbarkeit in Googles AI Overviews entscheiden
- So optimieren Sie Ihre Pressemitteilung für GEO – Leitfaden und Checkliste für KI-Sichtbarkeit
- Pressemitteilung und KI: Leitfaden und Praxis-Tipps für KI-Suche und Optimierung
Technische Anforderungen an gute Links und Zielseiten
Eine Online-Pressemitteilung kann noch Jahre nach ihrer Veröffentlichung gefunden werden. Ihre Links sollten deshalb dauerhaft funktionieren und technisch sauber umgesetzt sein.
Crawlbare HTML-Links verwenden
Für Suchmaschinen eignet sich ein regulärer HTML-Link. Links, die ausschließlich über JavaScript-Ereignisse, nicht standardisierte Elemente oder nicht anklickbaren Text umgesetzt werden, können für Crawler schwerer erkennbar sein.
Dauerhafte und direkte Ziele wählen
- Nutzen Sie möglichst eine dauerhafte HTTPS-Adresse.
- Vermeiden Sie Downloadfreigaben, die nach wenigen Tagen ablaufen.
- Führen Sie den Leser direkt zum angekündigten Inhalt.
- Reduzieren Sie unnötige Weiterleitungsketten.
- Verwenden Sie URL-Kürzer nur, wenn dafür ein nachvollziehbarer Grund besteht.
- Vermeiden Sie Sitzungs-IDs und technisch überflüssige Parameter.
- Richten Sie bei verschobenen Seiten eine dauerhafte 301-Weiterleitung auf das neue Ziel ein.
Zielseite vor der Veröffentlichung bereitstellen
Die verlinkte Seite sollte bereits erreichbar sein, wenn die Pressemitteilung online geht. Eine Fehlerseite, eine leere Vorschau oder ein Hinweis wie „Inhalt folgt“ verschenkt die Aufmerksamkeit der ersten Besucher.
Prüfen Sie außerdem, ob die Seite:
- den HTTP-Status 200 ausliefert,
- auf Smartphone und Desktop funktioniert,
- die angekündigten Grundinformationen ohne Registrierung zeigt,
- von Suchmaschinen indexiert werden darf, sofern dies gewünscht ist,
- nicht versehentlich in der robots.txt, durch eine Firewall oder durch ein
noindex-Attribut blockiert wird, - von der eigenen Website intern erreichbar ist,
- in einer aktuellen Sitemap enthalten ist.
Dateidownloads eindeutig kennzeichnen
Führt ein Link direkt zu einer Datei, sollte der Ankertext Dateityp und möglichst auch Dateigröße nennen.
- Geschäftsbericht 2026 herunterladen (PDF, 4,8 MB)
- Pressebilder zum neuen Standort (ZIP, 28 MB)
- Technisches Datenblatt der Anlage (PDF, 650 KB)
Eine übersichtliche Downloadseite ist häufig besser als ein unkommentierter Direktlink. Dort können Sie Inhalt, Version, Rechtehinweise, Veröffentlichungsdatum und Ansprechpartner erklären.
Die veröffentlichte Portalversion kontrollieren
Presseportale und Verteilerdienste können Links technisch verändern, Trackingparameter entfernen, eigene Weiterleitungen verwenden oder rel-Attribute ergänzen. Öffnen Sie deshalb nach der Veröffentlichung die tatsächliche Online-Version und testen Sie jeden Link.
Prüfen Sie dabei:
- Ist der Ankertext vollständig und richtig verknüpft?
- Führt der Link zur richtigen Seite?
- Funktioniert die Seite auf mobilen Geräten?
- Öffnet sich der Download ohne Anmeldung oder Fehlermeldung?
Klicks mit UTM-Parametern messbar machen
Ein Linkplan ist erst vollständig, wenn Sie seine Wirkung prüfen können. UTM-Parameter ergänzen die Zieladresse um Angaben zur Quelle, zum Medium und zur Kampagne. Analysewerkzeuge wie Google Analytics können dadurch erkennen, über welche Veröffentlichung ein Besucher gekommen ist.
Eine mögliche Zieladresse sieht so aus:
https://www.example.com/studie-2026?utm_source=openpr&utm_medium=referral&utm_campaign=energiestudie_2026&utm_content=hauptlink
| Parameter | Mögliche Angabe | Zweck |
|---|---|---|
utm_source |
openpr | Kennzeichnet das Presseportal oder den Verteilerdienst. |
utm_medium |
referral | Kennzeichnet den Kommunikationskanal entsprechend der eigenen Analytics-Systematik. |
utm_campaign |
energiestudie_2026 | Ordnet den Besuch einer konkreten Meldung oder Kampagne zu. |
utm_content |
hauptlink | Unterscheidet verschiedene Linkpositionen oder Linktypen. |
Veröffentlichen Sie dieselbe Meldung auf mehreren Portalen, können Sie für jedes Portal einen eigenen Wert bei utm_source verwenden. Mit utm_content lassen sich beispielsweise der Hauptlink, ein Downloadlink und der Homepage-Link im Unternehmensprofil unterscheiden.
Saubere kanonische URL festlegen
Die Zielseite sollte trotz verschiedener UTM-Varianten eine kanonische URL ohne Trackingparameter angeben. So können Suchmaschinen die verschiedenen URL-Versionen derselben Seite leichter zusammenführen.
Welche Kennzahlen sind aussagekräftig?
Die reine Anzahl der Klicks reicht für eine Bewertung häufig nicht aus. Prüfen Sie je nach Ziel der Meldung:
- Sitzungen und relevante Besucher aus dem Presseportal,
- engagierte Sitzungen und Verweildauer,
- Downloads von Studien, Bildern oder Datenblättern,
- Anmeldungen zu Veranstaltungen oder Webinaren,
- Kontaktanfragen und Terminbuchungen,
- Newsletter-Anmeldungen,
- Medienanfragen,
- weitere besuchte Seiten auf der Unternehmenswebsite.
Ein Link mit wenigen Klicks kann sehr wertvoll sein, wenn daraus eine qualifizierte Medienanfrage, ein relevanter Geschäftskontakt oder eine Veranstaltungsanmeldung entsteht.
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Die häufigsten Fehler
1. Die Homepage wird automatisch zuerst verlinkt
Die Startseite ist leicht verfügbar, aber häufig zu allgemein. Prüfen Sie, ob eine Themen-, Produkt-, Studien- oder Veranstaltungsseite die Nachricht besser fortführt.
2. Die Pressemitteilung enthält zu viele Linkziele
Eine große Auswahl zwingt den Leser zu einer Entscheidung, bevor klar ist, welches Ziel relevant ist. Begrenzen Sie sich auf Seiten, die eine erkennbare Aufgabe erfüllen.
3. Mehrere Links führen auf dieselbe Verkaufsseite
Wiederholungen mit unterschiedlichen Keyword-Ankern wirken schnell werblich und können aus SEO-Sicht problematisch sein. Eine passende Platzierung reicht meistens aus.
4. Der Ankertext lautet nur „hier“ oder „mehr“
Der Leser erkennt das Ziel erst nach dem Klick. Benennen Sie Dokument, Thema oder Handlung direkt im Linktext.
5. Der Link verspricht mehr, als die Zielseite liefert
Ein Link mit der Bezeichnung „Studie herunterladen“ darf nicht auf eine allgemeine Kontaktseite führen. Solche Umwege enttäuschen Leser und senken die Wahrscheinlichkeit einer Handlung.
6. Die Zielseite ist gesperrt oder noch nicht fertig
Login-Pflichten, abgelaufene Freigaben und leere Landingpages bremsen Leser, Journalisten und Crawler. Stellen Sie die zentralen Informationen frei zugänglich bereit.
7. Eine Sekundärquelle ersetzt den Originalbeleg
Verlinken Sie bei Studien, Statistiken und gesetzlichen Angaben nach Möglichkeit die ursprüngliche Quelle. Das erleichtert die Prüfung und verbessert die Transparenz.
8. Die Pressemitteilung ist ohne Klick unverständlich
Die Meldung benötigt einen vollständigen Einstieg, zentrale Fakten und eine verständliche Einordnung. Der Link liefert zusätzliche Tiefe.
9. UTM-Parameter werden auch für interne Links verwendet
Das kann die Zuordnung des ursprünglichen Besuchs in der Webanalyse verfälschen. Verwenden Sie UTM-Parameter für externe Zuflüsse und Ereignismessung für Klicks innerhalb der eigenen Website.
10. Die Links werden nach der Veröffentlichung nicht getestet
Ein funktionierender Link im Ausgangsdokument kann in der Portalversion verändert oder entfernt worden sein. Kontrollieren Sie deshalb die veröffentlichte Seite.
11. Links werden mit garantierten Rankings gleichgesetzt
Ein Link aus einer Pressemitteilung kann Besucher bringen und die Auffindbarkeit einer Seite unterstützen. Ein bestimmtes Ranking lässt sich daraus nicht ableiten.
12. Eine KI-Nennung wird erwartet
Crawlbare Links und gute Quellenseiten schaffen technische und inhaltliche Voraussetzungen. Das jeweilige KI-System entscheidet selbst, welche Quellen es nutzt und anzeigt.
Checkliste: Sind die Links Ihrer Pressemitteilung sinnvoll gesetzt?
Linkplanung
- ☐ Jeder Link erfüllt eine konkrete Aufgabe.
- ☐ Der wichtigste Link führt zur besten thematischen Vertiefung.
- ☐ Die Homepage wird nur dort verlinkt, wo allgemeine Unternehmensinformationen gefragt sind.
- ☐ Die Zahl der inhaltlichen Links bleibt überschaubar.
- ☐ Mehrere Links konkurrieren nicht um dieselbe Handlung.
- ☐ Externe Daten und Aussagen führen möglichst zur Originalquelle.
- ☐ Für Versandfassung und Online-Fassung wurde die jeweilige Zielgruppe berücksichtigt.
Ankertexte
- ☐ Jeder Linktext beschreibt sein Ziel.
- ☐ Formulierungen wie „hier klicken“ und „weitere Informationen“ wurden ersetzt.
- ☐ Die Ankertexte klingen natürlich und passen in den jeweiligen Satz.
- ☐ Kommerzielle Suchbegriffe wurden nicht künstlich gehäuft.
- ☐ Dateidownloads nennen Inhalt, Format und gegebenenfalls Dateigröße.
- ☐ Mehrere Links stehen nicht direkt ohne erklärenden Kontext nebeneinander.
- ☐ Der Linktext bleibt auch für Nutzer von Screenreadern verständlich.
Zielseiten
- ☐ Alle Zielseiten sind bereits veröffentlicht.
- ☐ Die angekündigten Informationen sind ohne unnötige Umwege erreichbar.
- ☐ Die Seiten funktionieren auf mobilen Geräten.
- ☐ Wichtige Fakten stehen in lesbarem HTML-Text.
- ☐ Die URLs sind dauerhaft und verwenden HTTPS.
- ☐ Die Seiten dürfen gecrawlt und indexiert werden, sofern dies beabsichtigt ist.
- ☐ Die Zielseiten sind von der eigenen Website intern verlinkt.
- ☐ Downloads funktionieren ohne ablaufende Freigaben.
- ☐ Kanonische URL und Weiterleitungen sind korrekt eingerichtet.
Messung
- ☐ Externe Links zur eigenen Website enthalten bei Bedarf einheitliche UTM-Parameter.
- ☐
utm_source,utm_mediumundutm_campaignfolgen einer festgelegten Schreibweise. - ☐ Verschiedene Linkpositionen werden bei Bedarf über
utm_contentunterschieden. - ☐ Interne Links auf der eigenen Website enthalten keine UTM-Parameter.
- ☐ Personenbezogene Daten erscheinen nicht in Tracking-URLs.
- ☐ Downloads, Anmeldungen und Kontaktanfragen werden als relevante Handlungen erfasst.
Nach der Veröffentlichung
- ☐ Jeder Link wurde in der veröffentlichten Portalversion angeklickt.
- ☐ Weiterleitungen, Parameter und Downloads funktionieren.
- ☐ Die vom Portal verwendeten Linkkennzeichnungen wurden geprüft.
- ☐ Zugriffe, Downloads und Conversions werden ausgewertet.
- ☐ Dauerhaft veröffentlichte Meldungen werden bei späteren URL-Änderungen berücksichtigt.
Häufige Fragen zu Links in Online-Pressemitteilungen
Was unterscheidet Links in klassischen und Online-Pressemitteilungen?
In direkt an Redaktionen verschickten Meldungen dienen Links hauptsächlich der Recherche, Prüfung und Bereitstellung von Pressematerial. In einer öffentlich veröffentlichten Online-Pressemitteilung führen sie zusätzlich Leser auf weiterführende Seiten und können messbare Websitebesuche oder Handlungen erzeugen.
Wie viele Links sollte eine Online-Pressemitteilung enthalten?
Für die meisten Meldungen sind ein bis drei unterschiedliche inhaltliche Links eine gute Orientierung. Google gibt keine feste Zahl vor. Links im Unternehmensprofil und in den Kontaktdaten können zusätzlich sinnvoll sein.
Ist der erste Link aus SEO-Sicht automatisch der wichtigste?
Eine aktuelle offizielle Google-Regel mit dieser Aussage gibt es nicht. Der erste Link ist vor allem für die Leserführung wichtig. Er sollte daher zur relevantesten Vertiefung oder zentralen Handlung führen.
Soll der erste Link auf die Homepage führen?
Nur wenn die Homepage das Thema der Meldung am besten abbildet. Bei einer Studie, Veranstaltung, Produktneuheit oder Personalie eignet sich meist eine konkrete Unterseite besser. Die Homepage kann im Unternehmensprofil folgen.
Sind nofollow-Links wertlos?
Nein. Sie können weiterhin von Lesern angeklickt werden und Besucher, Downloads oder Anfragen erzeugen. Eine bestimmte Übertragung von Ranking-Signalen sollte bei solchen Links nicht erwartet werden.
Sollte der Ankertext ein wichtiges Keyword enthalten?
Der Linktext darf das Thema der Zielseite benennen. Er sollte natürlich, verständlich und sachlich formuliert sein. Künstlich optimierte kommerzielle Suchbegriffe, die in vielen verbreiteten Pressemitteilungen wiederholt werden, können problematisch sein.
Helfen Links dabei, in KI-Antworten genannt zu werden?
Links können Such- und KI-Systemen helfen, Beziehungen zwischen einer Pressemitteilung und weiterführenden Quellen zu erkennen. Sie schaffen keine Garantie für eine Nennung. Inhalt, Zugänglichkeit, Aktualität, Relevanz und die Auswahlmethoden des jeweiligen Systems spielen ebenfalls eine Rolle.
Darf derselbe Link mehrfach in einer Pressemitteilung erscheinen?
Das ist möglich, wenn eine spätere Wiederholung dem Leser eine klare Handlung erleichtert. Aus SEO-Gründen muss derselbe Link nicht mehrfach gesetzt werden. In vielen Meldungen genügt eine gut sichtbare Platzierung.
Sollte eine Pressemitteilung auf externe Quellen verweisen?
Ja, wenn diese eine Aussage belegen oder einen zusätzlichen Nutzen bieten. Originalstudien, Behördeninformationen und andere Primärquellen stärken die Nachvollziehbarkeit der Meldung.
Kann direkt auf ein PDF verlinkt werden?
Ja. Der Ankertext sollte Inhalt, Dateiformat und möglichst die Größe nennen. Für Such- und KI-Systeme sowie für die schnelle Orientierung der Leser ist eine ergänzende HTML-Seite mit Zusammenfassung häufig sinnvoll.
Was ist zu tun, wenn ein Presseportal nur einen Link erlaubt?
Wählen Sie die Seite, die das zentrale Thema der Meldung am besten fortführt. Diese Zielseite sollte weitere Materialien, Kontaktmöglichkeiten und passende Unterseiten leicht erreichbar machen.
Sollten UTM-Parameter in jeden Link eingebaut werden?
Nein. Sie eignen sich vor allem für externe Links, die von Presseportalen, Newslettern oder anderen Websites auf die eigene Website führen. Interne Links innerhalb der eigenen Website sollten über Ereignisse und andere Analysefunktionen gemessen werden.
Muss ein Link in der klassischen Versandfassung ausgeschrieben werden?
Bei einer HTML-E-Mail genügt meist ein verständlich verlinkter Text. Eine kurze sichtbare URL zum allgemeinen Pressebereich kann ergänzend sinnvoll sein. Lange Trackingadressen sollten nicht ausgeschrieben im Fließtext stehen.
Übernehmen Medien die Links aus einer Pressemitteilung?
Manche Redaktionen übernehmen einzelne Links, andere ändern oder entfernen sie. Unternehmen haben darauf keinen Anspruch. Der Link in der Pressemitteilung sollte daher bereits den Empfängern und Lesern der ursprünglichen Meldung einen Nutzen bieten.
Quellen und weiterführende Informationen
- Google Search Central: Link-Best-Practices für Google
- Google Search Central: Website für generative KI-Funktionen optimieren
- Bing Webmaster Tools: Webmaster Guidelines
- OpenAI: Übersicht der OpenAI-Crawler
- Perplexity: Perplexity Crawlers
- W3C Web Accessibility Initiative: Link Purpose in Context