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Wie Markenerwähnungen im Web über Ihre Sichtbarkeit in Googles AI Overviews entscheiden

Immer mehr Unternehmen fragen sich, wie sie in den neuen KI-basierten Suchergebnissen von Google sichtbar bleiben können. Seit der Einführung der sogenannten „AI Overviews“ verändert sich das Nutzerverhalten grundlegend. Klassische Suchtreffer geraten zunehmend in den Hintergrund, während Google direkt in der Suchmaschine Antworten präsentiert, die auf Texten aus dem Netz basieren. Die jüngste Analyse von Ahrefs liefert interessante Einbicke: Ihre Sichtbarkeit in diesen KI-Antworten hängt unter anderem von Markenerwähnungen im Web ab, also davon, wie oft Ihre Marke dort genannt wird. Was bedeutet das für Sie als Marken- oder PR-Verantwortlichen?

Was sind AI Overviews überhaupt und wie wirken Sie sich aus?

Google AI Overviews (Symbolbild)
Google AI Overviews (Symbolbild)
Definition: Unter AI Overviews versteht man die KI-generierten Antwortboxen, die Google in einem wachsenden Anteil der Suchanfragen einblendet. Statt eine klassische Liste von Links anzuzeigen, erzeugt Google mithilfe großer Sprachmodelle (LLMs) eine komprimierte Antwort auf die jeweilige Suchanfrage – direkt auf der Suchergebnisseite (vgl. auch Zero-Click-Suche).

Laut Ahrefs werden weltweit inzwischen mehr als 54 % aller Suchanfragen von solchen Overviews begleitet. In den USA betrifft dies bereits 16 % aller Keywords.

Für Unternehmen hat das eine unmittelbare Auswirkung: Wer in diesen Overviews nicht erscheint, verliert drastisch an Sichtbarkeit.

Ahrefs zeigt, dass die Klickrate (CTR) auf den ersten organischen Treffer bei Suchanfragen mit AI Overview im Schnitt um über ein Drittel sinkt. Sie konkurrieren also nicht mehr nur mit anderen Websites – sondern vor allem mit Googles eigener, KI-generierter Antwort.

 

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Die Bedeutung von Markenerwähnungen im Web

Kommen wir nun zum entscheidenden Punkt: Wie gelingt es Ihrer Marke, in diesen AI Overviews aufzutauchen?

Ahrefs hat auch in einer groß angelegten Untersuchung (s. An Analysis of AI Overview Brand Visibility Factors von Louise Linehan und Xibeijia Guan) aus 2025 mit 75.000 Brands analysiert, welche Faktoren mit einer häufigen Präsenz in AI Overviews korrelieren. Dabei zeigte sich: Die Anzahl sogenannter „Brand Mentions“ – also die Häufigkeit, mit der Ihre Marke im Web erwähnt wird – weist die mit Abstand stärkste Korrelation mit der Sichtbarkeit in AI Overviews auf. Genauer gesagt liegt der Korrelationswert (Spearman-Rangkorrelation) bei 0,664 – deutlich höher als bei klassischen SEO-Kennzahlen wie Domain Rating (0,326), Anzahl an Backlinks (0,218) oder verlinkten Erwähnungen (0,527).

Das bedeutet: Auch wenn Sie keinen einzigen Link zu Ihrer Website erhalten, kann eine reine Namensnennung Ihrer Marke in einem Online-Artikel, einem Blogbeitrag oder einer Pressemitteilung dazu beitragen, dass Google Ihre Marke als relevant für ein bestimmtes Thema einstuft. 

Anmerkung: Schon lange bevor Künstliche Intelligenz in die Google-Suche Einzug hielt, galten Markenerwähnungen im Web als relevantes Signal im SEO. Bereits seit den Google-Updates „Panda“ und „Penguin“ wurde deutlich, dass Suchmaschinen nicht nur auf klassische Links achten, sondern auch auf sogenannte „implizite Verweise“, also Nennungen einer Marke ohne direkten Link. Diese unlinked Mentions helfen Google dabei, die Relevanz, Vertrauenswürdigkeit und Autorität einer Marke thematisch einzuordnen (vgl. E-E-A-T). Im Zusammenspiel mit anderen Faktoren wie Content-Qualität und Nutzerverhalten waren sie schon damals ein Baustein für gutes Ranking – heute gewinnen sie durch AI Overviews noch einmal deutlich an Bedeutung.

Warum KI besonders auf Web-Erwähnungen achtet

Das liegt daran, dass KI-Modelle wie das von Google eingesetzte LLM Inhalte nicht aus einer Liste von Links, sondern aus dem Fließtext vieler Webseiten beziehen. Das Modell analysiert, wie häufig ein Markenname vorkommt, in welchem Zusammenhang er genannt wird, ob er mit bestimmten Themen verknüpft wird und zieht daraus Rückschlüsse auf Relevanz und Kompetenz.

Nehmen wir ein Beispiel: Wird Ihre Marke regelmäßig im Zusammenhang mit „klimafreundlicher Logistik“ genannt, zum Beispiel in Pressemitteilungen, Fachbeiträgen oder Nachrichtenartikeln, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Google Ihre Marke bei entsprechenden Anfragen in die AI Overview einbezieht. Und das auch dann, wenn keine dieser Nennungen direkt auf Ihre Website verweist.

Diese Erkenntnis eröffnet Ihnen ganz neue Möglichkeiten, um die Präsenz Ihrer Marke in KI-Suchergebnissen zu beeinflussen, insbesondere durch gezielte PR- und Content-Maßnahmen.

Wie Sie gezielt Web-Erwähnungen aufbauen können

Markenerwähnung & KI-Antworten bei Google
Markenerwähnung & KI-Antworten bei Google
Wenn Sie regelmäßig Beiträge auf Ihrer eigenen Website oder Ihrem Unternehmensblog veröffentlichen und dabei Ihre Marke im inhaltlichen Zusammenhang nennen, trägt das durchaus zur Zahl der sogenannten Web Mentions bei. Vor allem dann, wenn Ihre Inhalte öffentlich zugänglich, suchmaschinenindexiert und gut strukturiert sind. 

Allerdings sollten Sie beachten: Je vielfältiger die Quellen, desto stärker das Signal. Erwähnungen auf externen, unabhängigen Seiten – wie Newsportalen, Fachblogs oder Presseplattformen – genießen bei Google ein höheres Maß an Vertrauen. Das liegt daran, dass fremdgehostete Inhalte eher als Bestätigung durch Dritte gelten, während eigene Inhalte naturgemäß als Eigenwerbung gewertet werden.

Wenn Sie beispielsweise eine Pressemitteilung auf einem Portal wie openPR veröffentlichen, wird Ihre Marke automatisch genannt und das zählt bereits als Web Mention. Da Suchmaschinen solche Inhalte schnell indexieren, sind sie für KI-Modelle leicht auffindbar.

Ein Vorteil: Pressemitteilungen folgen oft einer klaren sprachlichen Struktur mit gutem thematischen Kontext. Das ist für Sprachmodelle besonders nützlich, da sie den Zusammenhang zwischen Marke und Thema besser verstehen können. 

openPR-Tipp: Lesen Sie hier, wie Sie eine professionelle Pressemitteilung schreiben.

Darüber hinaus gibt es weitere Wege, um gezielt digitale Markenerwähnungen zu erzeugen. Sie können beispielsweise Fachbeiträge oder Gastartikel in branchenspezifischen Online-Magazinen oder Blogs veröffentlichen. Auch Interviews mit Expertenstatus, die auf Fachportalen erscheinen, sind hervorragend geeignet, um Ihre Marke kontextbezogen sichtbar zu machen. Je häufiger Ihr Unternehmensname in gut strukturierten, inhaltlich relevanten Texten auftaucht, desto mehr Referenzen stehen Google und anderen KI-Systemen zur Verfügung.

 

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Ein weiterer bewährter Ansatz besteht darin, über Unternehmensprofile in Branchenverzeichnissen oder spezialisierten Fachnetzwerken zusätzliche Sichtbarkeit zu schaffen. Selbst Erwähnungen in Veranstaltungsankündigungen, Studien oder Whitepapern – sofern öffentlich zugänglich – tragen zur Markenpräsenz bei.

Auch soziale Netzwerke können zur Markenwahrnehmung beitragen, allerdings mit begrenzter SEO-Wirkung. Inhalte auf Plattformen wie LinkedIn, Facebook, Instagram oder X werden zwar teilweise indexiert, sind jedoch oft kurzlebig, weniger strukturiert und nicht immer öffentlich zugänglich. Zudem sind viele Beiträge in geschlossenen Netzwerken oder Apps nicht dauerhaft im offenen Web verfügbar, was ihre Auffindbarkeit für Suchmaschinen und KI-Systeme einschränkt. Trotzdem kann Social Media eine sinnvolle Ergänzung sein, vor allem zur Steigerung des „Branded Search Volume“ – also der Häufigkeit, mit der Nutzer aktiv nach Ihrer Marke suchen. Eine starke Social-Media-Präsenz kann Interesse erzeugen, das sich in Suchanfragen niederschlägt. Und dieses wachsende Suchvolumen wiederum korreliert (laut Ahrefs-Studie) ebenfalls mit der Sichtbarkeit in AI Overviews.

Was all diese Formate verbindet: Sie liefern öffentlich zugängliche, sprachlich strukturierte Inhalte mit klarem thematischem Bezug zur Marke. Genau diese Art von Information ist für Google und andere KI-Systeme besonders relevant, um Ihre Marke als verlässliche Quelle für bestimmte Themen einzuordnen. Je breiter und glaubwürdiger Ihre Präsenz in solchen Inhalten ist, desto größer Ihre Chancen, in AI Overviews aufzutauchen.

openPR-Tipp: Wenn Sie Ihre PR-Strategie KI-gerecht ausrichten möchten, achten Sie darauf, in jeder Veröffentlichung Ihre Marke klar zu nennen – idealerweise im Titel, in der Einleitung und mindestens einmal im Haupttext. Versuchen Sie, Ihre Inhalte thematisch einzuordnen, sodass ein Leser – und damit auch ein KI-Modell – schnell erkennt, wofür Ihre Marke steht.

Fazit: Sichtbarkeit in der KI beginnt mit Sichtbarkeit im Web

Wer im KI-Zeitalter von Google sichtbar bleiben will, muss in erster Linie dafür sorgen, dass die eigene Marke regelmäßig und thematisch passend im Web erwähnt wird. Die Studie von Ahrefs belegt klar, dass diese Markenerwähnungen der wichtigste Einflussfaktor für eine Präsenz in AI Overviews sind. Klassische SEO-Signale wie Backlinks oder Domain Authority der eigenen Website verlieren an Gewicht – entscheidend ist, wie präsent Ihre Marke im öffentlichen digitalen Diskurs ist.

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist das eine gute Nachricht. Denn es bedeutet, dass Sichtbarkeit nicht mehr nur vom technischen SEO-Budget abhängt, sondern durch kluge, kontinuierliche PR-Arbeit erreicht werden kann. Wenn Sie regelmäßig hochwertige Inhalte veröffentlichen, Ihre Marke strategisch positionieren und auf skalierbare Verbreitungswege setzen, schaffen Sie die besten Voraussetzungen, um auch in der neuen Ära der KI-gesteuerten Suche wahrgenommen zu werden.

Lese-Tipp: "Texte für KI-Suche schreiben & optimieren: So werden Sie von KI-Suchmaschinen gefunden"

 

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