Die Forscher:innen konzentrierten sich in ihrer Studie auf Ghrelin. Dieses – auch als „Hungerhormon“ bekannte – Peptid wird vom Magen-Darm-Trakt ausgeschüttet, um z. B. die Nahrungsaufnahme und die Körpermasse bei Wirbeltieren zu regulieren. Studien an heimischen Tierarten haben gezeigt, dass Ghrelin bei Vögeln allerdings entgegengesetzte Wirkungen hat als bei Säugetieren, und zwar, indem es die Nahrungsaufnahme hemmt, anstatt sie zu fördern. Laut Leonida Fusani vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung (KLIVV) der Vetmeduni …
Kleinräumige Wirbelbewegungen im Ozean mit einem Durchmesser von etwa 100 Kilometern werden als „mesoskalige Wirbel“ bezeichnet. Sie sind allgegenwärtig im globalen Ozean und spielen eine entscheidende Rolle für die Meeresökosysteme.
Insbesondere Wirbel, die sich in den biologisch produktiven küstennahen Auftriebsgebieten bilden, stellen ein wichtiges Transportmittel für Kohlenstoff und Nährstoffe dar: Sie schließen Wassermassen ein und wandern in den offenen Ozean, wo die Produktivität vergleichsweise gering ist. Somit haben sie einen erheb…
… sie häufig selbst nicht wissen, ob es ihren eigenen Angehörigen gerade gut geht. Sie erzählen aber auch, wie erfüllend und tröstend es ist, die Kinder in den Arm nehmen zu können, sie zu trösten und zu sagen: „Alles wird gut!“ „Aus den Studienbefunden kann man praktische Implikationen für die eigene Emotionsregulation ableiten“, erklärt Frenzel. Statt sich auf erlittene Anstrengungen und Belastungen zu fokussieren, gehe es darum, die Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten, um den Sinn seines Handelns zu entdecken. „Die Daten zeigen, …
Zum zweiten Mal veranstaltet der Masterstudiengang Architektur Media Management AMM an der Hochschule Bochum unter Leitung von Prof. Jan R. Krause eine große KI-Konferenz für Architekten, Projektentwickler, Investoren, Bauwirtschaft und Kommunikationsexperten.Am 3. und 4. April 2025 wird die Bluebox der Hochschule Bochum zur Open University mit 25 Vorträgen, 14 Ausstellern und zwölf Workshops über aktuelle KI-Entwicklungen aus Deutschland, England und Skandinavien. Beim 18. AMM-Symposium treffen die KI-Experten Uli Blum und Clemens Lindner von Zaha …
Vor zehn Jahren wusste noch niemand, dass sie existieren: die Asgard-Archaeen. Doch 2015 fanden Forschende in Norwegen in Sedimenten aus der Tiefsee Erbgut-Bruchstücke, die auf eine neue und bisher unbekannte Form von Einzellern deuteten.
Anhand solcher Bruchstücke setzten die Forschenden am Computer das gesamte Genom wie ein Puzzle zusammen. Erst dann realisierten sie, dass sie es mit einer bis dahin unbekannten Gruppe von Archaeen zu tun hatten.
Archaeen sind wie Bakterien einzellige Lebewesen. Sie unterscheiden sich jedoch genetisch, hin…
Redoxreaktionen bilden die Basis vieler grundlegender Prozesse des Lebens: Ohne sie könnten weder Zellatmung noch Photosynthese stattfinden. Auch für Anwendungen in der Chemie, Biochemie oder bei der Nutzung von Licht für die Energiegewinnung spielen Redoxreaktionen eine entscheidende Rolle. Ihre grundlegenden Prinzipien zu verstehen, ist daher wichtig, um neue Technologien voranzutreiben. Einem Team um die LMU-Chemikerin Professorin Ivana Ivanović-Burmazović, Mitglied im Exzellenzcluster e-Conversion, und Professor Dirk Guldi (FAU Erlangen-N…
Biologische Zellen haben häufig feine, haarähnliche Fortsätze auf ihrer Oberfläche, Zilien genannt, die ihnen beispielsweise zur Fortbewegung oder zur Erkennung von Signalen dienen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Italien haben nun neue Details der Schutzschicht, die die Zilien umgibt, aufgedeckt.
Diese Schutzhülle – die sogenannte Glykokalyx – besteht aus zuckerreichen Proteinen (Glykoproteinen). Sie entscheidet mit darüber, wie Zellen an Oberflächen haften, sich bewegen und Signale senden. Ihre genaue Struktur …
Stickstoff: Ein Lieblingssnack der Pflanzen (aber schwer zu bekommen)
Pflanzen brauchen Stickstoff zum Wachsen, aber sie können ihn nicht einfach aus der Luft holen wie wir Sauerstoff. Wenn der Boden zu wenig davon enthält, müssen die Landwirte ihn düngen - eine teure und ökologisch heikle Lösung, denn überschüssiger Stickstoff kann ins Grundwasser gelangen.
Doch Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erdnüsse haben einen Trick auf Lager. Sie bilden spezielle Knöllchen, in denen freundliche Bakterien namens Rhizobien leben, die den Stickstoff a…
Anhand von Leitfadeninterviews mit relevanten Akteur*innen der beruflichen Bildung sowie eines integrativen, vergleichenden Forschungsansatzes zeigt die Untersuchung Probleme wie etwa unzureichend abgestimmte Ausbildungsinhalte und das Fehlen verbindlicher Strukturen auf. Gleichzeitig liefert sie innovative Ansätze zur Verbesserung der Kooperation. Die Studie ist Teil des EU-Projekts „FEWL“ („Enhancing Research on the Integration of Formal Educational Programmes and Workplace Learning“) und wurde in der Fachzeitschrift „Social Sciences“ veröf…
Deuterium (D2), ein stabiles Isotop des Wasserstoffs, spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Haltbarkeit und Lichtausbeute von Halbleitern und Anzeigegeräten. Die steigende Nachfrage nach D2 stellt jedoch eine Herausforderung für die Produktion dar, vor allem aufgrund der Notwendigkeit, es durch einen kryogenen Destillationsprozess bei Temperaturen von bis zu 20 K vom Wasserstoff zu trennen. Obwohl die Verwendung von metallorganischen Gerüstverbindungen (metal-organic frameworks, MOFs) für die D2-Trennung erforscht wurde, ni…
… und tragen zu einem tieferen Verständnis der kosmischen Strukturbildung bei. Gleichzeitig helfen sie, bisher unerforschte Bereiche im nahen Infrarot mit einer statistisch signifikanten Auswahl von Objekten zu erkunden“, sagt LMU-Wissenschaftlerin Barbara Sartoris.Bei zahlreichen Euclid-Studien spielen auch die Wissenschaftler des MPIA eine führende Rolle. Sie nutzen die Daten, um das Wachstum supermassereicher Schwarzer Löcher zu erforschen, grundlegende Fragen zur Entwicklung von Galaxien zu beantworten und präzise Helligkeitsmessungen von zeitlich …
Von smarter Logistik über ethische Standards bis zu mehr Diversität: Führende Tech-Unternehmen wie Microsoft, Google, Amazon und IBM setzen Künstliche Intelligenz nicht nur ein, um Lösungen für globale Nachhaltigkeitsprobleme wie den Klimawandel oder soziale Ungerechtigkeiten zu entwickeln. Sie achten auch immer mehr darauf, dass die Entwicklung und der Einsatz von KI selbst nachhaltig, ethisch und verantwortungsvoll gestaltet werden. Wie die entsprechenden Strategien im Detail aussehen und einzuordnen sind, zeigt eine Studie am Fachgebiet fü…
Von der Forschung in die Praxis: wie digitale Lösungen dem Fachkräftemangel entgegenwirken
Der Fachkräftemangel betrifft viele Branchen - von der Technik bis zur Pflege. Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD hat Technologien wie 3D-Planungstools, Digitale Zwillinge und visuelle Leitstände entwickelt und in die Praxis eingeführt. Dort steigern sie nachweislich die Effizienz von Facharbeiterinnen und Facharbeitern und Qualifikationsmaßnahmen. Die Analyse von Prognos zeigt das große Potenzial an Arbeitsplätzen in Deutschl…
FRANKFURT. Tiere, Pflanzen und viele weitere Lebewesen atmen Sauerstoff ein, um mit ihm Verbindungen wie beispielsweise Zucker zu CO2 und Wasser zu „verbrennen“ (fachlich: oxidieren). Bei diesem Vorgang entsteht das energiereiche Molekül ATP. Die Zellen benötigen ATP, um damit lebenswichtige Reaktionen anzutreiben. In der Frühphase unseres Planeten enthielt die Erdatmosphäre jedoch noch keinen Sauerstoff. Dennoch könnte es schon damals eine Sonderform der Atmung gegeben haben. Das legen Untersuchungen aus urtümlichen Bakterien nahe, die noch …
Im Verbundprojekt AutoQML haben die Fraunhofer-Institute IAO und IPA gemeinsam mit sieben Industriepartnern eine gleichnamige Anwendungssoftware entwickelt. Die Open-Source-Software AutoQML verknüpft Quantencomputing und Maschinelles Lernen. So werden Algorithmen des Quanten-Machine-Learnings ohne tiefgehendes Fachwissen nutzbar.
Wie gelingt es Unternehmen, die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen und wettbewerbsfähig zu bleiben? Der Einsatz von Technologien wie Künstlicher Intelligenz kann dabei helfen, von der digitalen Transformation …
Wenn Astronom*innen ferne Himmelsobjekte beobachten, gibt es einen möglichen Haken: Ist der Stern, den ich beobachte, wirklich so rötlich, wie er erscheint? Oder sieht er nur deswegen so rötlich aus, weil sein Licht durch eine Wolke kosmischen Staubs reisen musste, um mein Teleskop zu erreichen? Für genaue Beobachtungen müssen die Astronomen wissen, wie viel Staub sich zwischen ihnen und ihren fernen Zielen befindet. Staub lässt Objekte nicht nur rötlich erscheinen („Rötung“), sondern lässt sie auch leuchtschwächer erscheinen, als sie tatsäch…
Eine neue Studie, veröffentlicht in PLOS Genetics, hat einen extremen Mutationshotspot im Genom von Pseudomonas fluorescens identifiziert und liefert beispiellose Einblicke in die Beziehung zwischen Genregulation und Mutationsraten. Die Erkenntnisse könnten weitreichende Auswirkungen auf das Verständnis bakterieller Evolution, Anpassung und Antibiotikaresistenz haben.
Die Forschung von Andrew D. Farr, Christina Vasileiou, Peter A. Lind und Paul B. Rainey zeigt, dass Mutationen in der Promotorregion des rpoS-Gens mit einer erstaunlichen Rate …
… LITTORINA aus an der Zeitserienstation Boknis Eck (Eckernförder Bucht). „Die verwendeten Behälter, die Art und Weise, wie sie befüllt werden, wie die Alkalinität hinzugefügt wird und welche Messungen gemacht werden – all das ist standardisiert, um die Vergleichbarkeit der Studien zu gewährleisten“, sagt Giulia Faucher. Ihre Kollegin aus der gleichen Arbeitsgruppe, Dr. Leila Kittu, wird dasselbe Experiment ab Mai in tropischen Gewässern vor Kenia durchführen. Dafür hat sie eine neue Kooperation zwischen dem GEOMAR, dem Kenya Marine Fisheries Research …
Der Klimawandel kann für mehr Niederschlag und stärkere Hochwasserereignisse sorgen. Eine neue Studie zeigt: Um die Details dieses Zusammenhangs verstehen zu können, muss man zwischen unterschiedlichen Arten von Niederschlags- und Hochwasserereignissen unterscheiden – nämlich zwischen kurzfristigen Ereignissen, die auf einer Zeitskala von Stunden stattfinden, und längerfristigen, die mehrere Tage lang dauern. Der Klimawandel wirkt sich in diesen beiden Fällen jeweils unterschiedlich aus.
Ein österreichisched Forschungsteam konnte nun erstmals…
Das klimaschädliche Treibhausgas Kohlenstoffdioxid, kurz CO₂, kann durch eine elektrochemische Reduktion – die Elektrolyse – in chemisch wertvolle Produkte wie Kohlenmonoxid (CO) oder Ethanol umgewandelt werden, die als Rohstoffe für die Industrie oder zur nachhaltigen Energiebereitstellung genutzt werden können. Ein zentrales Hindernis für die langfristige Stabilität dieser Technologie ist jedoch das Wasser- und Salzmanagement innerhalb der Elektrolysezelle, in der die chemische Reaktion stattfindet.
Das Forschungsteam um Dr. Joey Disch und…
In sauerstofffreien Bereichen der Erde – insbesondere im Meeresboden – bauen sogenannte sulfatreduzierende Bakterien einen Großteil des organischen Kohlenstoffs ab. Unter diesen wichtigen Mikroben sticht die Familie Desulfobacteraceae heraus, da ihre Mitglieder in der Lage sind, viele verschiedene und zum Teil schwer abbaubare Verbindungen bis zum Endprodukt Kohlendioxid (CO2) zu zerlegen. Eine neue Studie von Forschenden um Dr. Lars Wöhlbrand und Prof. Dr. Ralf Rabus von der Universität Oldenburg hat nun die Rolle dieser Mikroben ganzheitlic…
Gele begegnen uns im Alltag ständig – von weichen, klebrigen Substanzen wie Haargel bis hin zu gelartigen Bestandteilen in Lebensmitteln. Auch menschliche Haut weist gelartige Eigenschaften auf, besitzt jedoch einzigartige Qualitäten, die nur schwer nachzuahmen sind. Sie kombiniert hohe Festigkeit mit Flexibilität und beeindruckenden Selbstheilungskräften, sodass sie sich oft innerhalb von 24 Stunden nach einer Verletzung vollständig regeneriert.
Bisher konnten künstliche Gele entweder eine hohe Steifigkeit oder die Selbstheilungsfähigkeit na…
… Bibliotheksordnung zeigt, werden wir unser Engagement für Offenheit auch in der Zukunft weiter vertiefen.”Über Berlin InternationalDie Berlin International University of Applied Sciences (BI) ist eine staatlich anerkannte und institutionell akkreditierte Hochschule für angewandte Wissenschaften mit Studiengängen in Architektur, Design sowie Betriebswirtschaftslehre. Seit ihrer Gründung im Jahr 2014 hat sich die BI als einzigartige Bildungseinrichtung in Deutschland etabliert und zählt zur Zeit etwa 600 Studierende mit über 90 Nationalitäten. Studien- und …
… und setzt sich dort ab. Aber wie gelangt es überhaupt in die Atmosphäre? Grundsätzlich befinden sich die Quellen von Mikroplastik an Land: Dazu gehören zum Beispiel Fasern aus synthetischer Kleidung im häuslichen Abwasser oder der Abrieb von Autoreifen auf den Straßen. Frühere Studien gingen davon aus, dass ein wichtiger Weg, wie Mikroplastik in die Atmosphäre gelangt, über den Ozean führt: Mikroplastik wird in Flüsse gespült und so ins Meer getragen, wo es sich ansammelt. Luftblasen, die durch Gischt, Wind und Wellen entstehen, können die Plastikpartikel …
Biologische Gewebe haben erstaunliche Eigenschaften: Einerseits „kleben“ die Zellen in ihnen aneinander, so dass die Verbünde relativ stabil sind. Andererseits bedeutet das aber nicht, dass jede Zelle wie ein Puzzleteilchen ihren festen Platz hat. Stattdessen sind Gewebe fluide - die Zellen in ihnen können zu einer anderen Position „schwimmen“. Beides ist wichtig, damit die Verbünde ihre Funktionen ausüben können.
Ein internationales Team von Forschenden hat nun ein synthetisches Gewebe hergestellt, das ebenfalls gleichzeitig stabil und flui…
In der Welt der Mikroben gibt es sowohl friedliches Miteinander als auch erbitterter Kampf um Platz und Nährstoffe. Manche Bakterien stechen ihre Konkurrenten aus oder wehren Angreifer ab, indem sie ihnen mit einer winzigen Nano-Harpune – auch als Typ-VI-Sekretionssystem (T6SS) bekannt – einen tödlichen Cocktail injizieren.
Bakterien reagieren auf Schäden der äusseren Zellhülle
Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Marek Basler am Biozentrum der Universität Basel erforscht seit vielen Jahren das T6SS in unterschiedlichen Bakterienarten wie zum…
In unseren Zellen tobt ein Wettrüsten: Transposons – auch bekannt als springende Gene oder mobile genetische Elemente – können sich im Genom vervielfältigen und wiedereinfügen. Dadurch gefährden sie die Integrität des Erbguts, indem sie DNA-Rearrangements und Mutationen auslösen. Im Gegenzug schützen Zellen ihr Genom durch komplexe Abwehrmechanismen, die Transposons am Springen hindern. Nun konnte erstmals ein Retrotransposon direkt in einer Zelle „in Aktion“ beobachtet werden: Durch die Verfeinerung von Kryo-ET-Techniken visualisierten Wisse…
… gefolgt vom Nördlichen Kammmolch (Triturus cristatus, 30,4 %), der Erdkröte (Bufo bufo, 27,9 %) und dem Grasfrosch (Rana temporaria, 25,4 %).Auf den Breitengrad kommt es an, aber auch lokale beeinflussbare Faktoren spielen eine Rolle:Aus anderen Studien ist bekannt, dass der Artenreichtum von Amphibien mit dem Breitengrad zusammenhängt, da Klimafaktoren wie Wasserverfügbarkeit und Temperatur für diese wechselwarmen und stark feuchtigkeitsabhängigen Tiere wichtige, das Verbreitungsgebiet begrenzende Faktoren sind. Diese Beziehung zu klimatischen Faktoren …
Ein Forschungsteam um William O´Hearn vom Deutschen Primatenzentrum – Leibniz-Institut für Primatenforschung hat herausgefunden, dass weibliche Guinea-Paviane Männchen verstärkt umwerben, wenn diese besondere Fähigkeiten bei der Nahrungssuche zeigen. Es wurden zwei Pavian-Gruppen in ihrem natürlichen Lebensraum im Senegal und eine Gruppe im Tiergarten Nürnberg untersucht. Die jetzt veröffentlichte Studie trägt zum Verständnis darüber bei, was Tiere über die Fähigkeiten und Kompetenzen von Gruppenmitgliedern wissen und wie sie diese Informatio…
In den Tiefsee-Ebenen in 3000 bis 6000 Metern Wassertiefe liegen auf Millionen Quadratkilometern Manganknollen wie Kartoffeln auf einem Acker. Diese mineralischen Erze wachsen über Zeiträume von Millionen von Jahren, entweder durch Anlagerung von im Meerwasser gelösten Metallen oder durch Metalle, die durch mikrobielle Zersetzung organischen Materials in den Sedimenten freigesetzt werden. Aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage nach kritischen Metallen wie Nickel, Kobalt und Kupfer, wächst der Druck, auch diese Vorkommen abzubauen und wirt…
Die Hochschule München (HM) und ihr Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) sind erneut Spitzenreiter beim Gründungsradar des Stifterverbandes. In der Kategorie "Große Hochschulen" (mehr als 15.000 Studierende) belegen sie nicht nur wie schon 2022 den ersten Platz, sondern erreichen mit 58,8 von 60 Punkten erneut die höchste Punktzahl aller teilnehmenden Hochschulen. Damit bestätigt die HM ihren Status als führende Gründungshochschule in Deutschland.
"Die HM hat in den vergangenen Jahren den Bereich Entrepreneurship systematisch weiter a…
Batterieabfälle sind ein ernstes Umweltproblem: Sie enthalten Substanzen, die sowohl die menschliche Gesundheit als auch die Ökosysteme gefährden. Gleichzeitig sind in ihnen aber auch wertvolle Materialien wie Nickel enthalten, die wir dringend brauchen – etwa für die Produktion neuer Batterien. Bessere Recyclingmethoden für Batterien sind daher dringend nötig.
An der TU Wien gelang es nun, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem man Nickel aus gebrauchten Nickel-Metallhydrid-Batterien rückgewinnen kann. Doch damit nicht genug: Aus diesen Batte…
… Kinder werden nicht erkannt und erhalten keine angemessene Unterstützung, da LRS-Testungen in Gruppen zu verzerrten Ergebnissen führen können.Falsche Bewertungsgrundlagen für LRS-Klassen: Das IQ-Diskrepanzmodell wird weiterhin als Diagnosekriterium genutzt, obwohl wissenschaftliche Studien dessen Unzuverlässigkeit belegen. Dadurch werden viele Kinder von Förderung und Nachteilsausgleich ausgeschlossen.Personalmangel: Die extreme Überlastung der Schulpsychologen führt zu langen Wartezeiten und verschleppter Diagnostik. Zudem fehlen an vielen Schulen …
… elektromagnetische Strahlung nimmt durch moderne Technologien stetig zu. Wolfgang Skischally befasst sich mit der Frage, ob die bestehenden gesetzlichen Grenzwerte ausreichend sind, um mögliche gesundheitliche Risiken zu minimieren. Während Regulierungsbehörden auf wissenschaftliche Studien und etablierte Grenzwerte verweisen, gibt es kritische Stimmen, die auf mögliche Langzeitfolgen hinweisen. Insbesondere die Einführung neuer drahtloser Technologien wie 5G bringt neue Herausforderungen mit sich. Doch welche Maßnahmen können Verbraucher selbst ergreifen? …
… Wäre demnach auch Leben auf dem Mars möglich?„Bisher ging man davon aus, dass das Leben auf der frühen Erde, bevor die Atmosphäre mit Sauerstoff angereichert wurde, durch einen Mangel an biologisch verfügbarem Stickstoff eingeschränkt war.“ Die aktuellen Studien belegen nun eine zusätzliche Rolle von Ammonium aus hydrothermalen Tiefseequellen: „Mithilfe hydrothermaler Quellen schränkte Stickstoff die Ausbreitung des Lebens auf der frühen Erde nicht ein. Vielmehr konnte das Leben sowohl in Tief- als auch in Flachwasser-Meeresumgebungen erblühen.“ …
… Mausmodellen. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon neue Ansatzpunkte für die Entwicklung robuster Impfstoffe, die effektiv gegen eine Erkrankung schützen. Langfristig sollen die Forschungsarbeiten dazu dienen, Referenzsubstanzen und mögliche Kandidaten für erste klinische Studien zu identifizieren. Am SHIELD-Projekt beteiligt sind Expertinnen und Experten aus der Bioinformatik und dem computergestützten Wirkstoffdesign, der Chemie, der Immunologie, der Strukturbiologie und der Virologie.Im Mittelpunkt der Arbeiten an der Universität Heidelberg …
Sie sind ein wahrer Fundus an Daten: Auf mehr als 75 Dauerbeobachtungsflächen in 29 Staaten weltweit bietet das Forest Global Earth Observatory-Netzwerk (ForestGEO) des Smithsonian Tropical Research Institute (STRI) eine hervorragende Möglichkeit, die Dynamik von Waldökosystemen zu erforschen, um so die Prozesse besser zu verstehen, die die Struktur und die Funktion von Wäldern beeinflussen. Auf diesen 20 bis 50 Hektar großen Flächen wird seit mehr als 40 Jahren jeder Baum identifiziert, vermessen und beobachtet, oft mehr als 200.000 Bäume pr…
… zu globalen Problemen wie Wasserknappheit, Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Landdegradation und findet tragfähige Lösungen, die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Bedingungen berücksichtigen.wissenschaftliche Ansprechpartner:Dr. Robert LütkemeierTel. +49 69 707 6919-58 www.isoe.deOriginalpublikation:Link zur Studie Luetkemeier, R.; Ahmad, A. (2025): The Status of Global Freshwater Resources. Studien zum deutschen Innovationssys - tem. Nr. 8-2025. Berlin: EFI.https://www.e-fi.de/fileadmin/Assets/Studien/2025/StuDIS_08_2025_.pdf
Künstlich designte Proteine basieren meistens auf Bausteinen, die strengen Symmetrie-Regeln gehorchen. Deshalb kann ihre Struktur in der Regel mithilfe von Computersimulationen vorausgesagt werden. Aber es gibt Ausnahmen: Manche am Computer entworfene Proteine zeigen überraschende neue Strukturen und Eigenschaften, die sich als nützlich erweisen könnten. Warum dies so ist, hat jetzt ein internationales Team um Professorin Alena Khmelinskaia vom Department Chemie der LMU und Professor Neil King (University of Washington, USA) aufgedeckt: Manch…
… meines Labors konzentriert sich auf die Regeneration von Gliedmaßen und untersucht, warum bestimmte Tiere Gliedmaßen nachwachsen lassen können oder nicht – eine evolutionäre Frage, die auch immense klinische Auswirkungen hat," sagt Can Aztekin.„Traditionell konzentrierten sich Studien zur Regeneration von Gliedmaßen auf Amphibien wie Froschkaulquappen und Axolotl, um zu verstehen, warum die Regeneration bei Säugetieren fehlschlägt. In den letzten Jahren haben wir eine Reihe von experimentellen und computergestützten Pipelines entwickelt, um diese …
… Max-Planck-Institut für Meteorologie zeigen: Infolgedessen wird auch weniger CO₂ von der Meeresoberfläche in die Tiefe des Meeres transportiert. Es verbleibt mehr CO₂ in der Atmosphäre und verstärkt die globale Erwärmung.„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass frühere Studien zur AMOC-Abschwächung die Folgen wahrscheinlich unterschätzt haben“, sagt Schaumann. Global gesehen würden durch den weiter beschleunigten Klimawandel häufigere und extremere Wetterereignisse wie Hitze, Dürre und Überschwemmungen auftreten. Dadurch würden die gesellschaftlichen Kosten von CO₂ …
Kohlenstoff ist aufgrund seiner Vielfalt an Verbindungen das Fundament des Lebens und das zentrale Element der organischen Chemie. Die Anzahl der Bindungen, die ein Kohlenstoffatom in einer Verbindung eingeht, bestimmt maßgeblich dessen chemische Struktur und Reaktivität. Normalerweise bildet ein Kohlenstoffatom vier Bindungen mit anderen Atomen und teilt alle vier Valenzelektronen. Wenn weniger Bindungen vorhanden sind, entstehen ungewöhnliche Verbindungen wie zum Beispiel Carbene, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften in vielen Bereic…
Während Bayern als Urlaubsparadies gilt, steht die Tourismusbranche vor einer großen Herausforderung: dem Klimawandel. Mit rund 100 Millionen Übernachtungen im Jahr 2023 spielt der Tourismus in Bayern eine entscheidende wirtschaftliche Rolle. Doch mit dieser Bedeutung geht auch Verantwortung einher: Schätzungen zufolge verursachen Beherbergungsbetriebe im Durchschnitt 14 Kilogramm CO₂-Emissionen pro Übernachtung. Während das Bayerische Klimaschutzgesetz – noch – das Ziel ausgibt, den Freistaat bis 2030 klimaneutral zu machen, zeigen aktuelle …
Perowskite sind eine Materialklasse mit halbleitenden Eigenschaften, die sich hervorragend für die Energieumwandlung in einer Solarzelle eignen: Die besten von ihnen, die Metall-Halogenid-Perowskite, liefern bereits Wirkungsgrade von bis zu 27 %. Die Herstellung solcher Dünnschicht-Solarzellen erfordert extrem wenig Material und Energie, sodass Solarenergie erheblich günstiger werden könnte. Bei der Verwendung im Freien sollten Solarmodule jedoch mindestens 20 bis 30 Jahre lang einen nahezu stabilen Ertrag liefern. Und hier gibt es bei Perows…
Die Forschenden berichten über zwei neue Sauropodenarten, Petrustitan hungaricus und Uriash kadici, die im fossilreichen Hațeg-Becken in Westrumänien entdeckt wurden. Ihre Ergebnisse zeigen, dass die Vielfalt dieser pflanzenfressenden Langhalssaurier in Europa während der Kreidezeit weit größer war als bisher angenommen. Vor 15 Jahren waren nur fünf Sauropodenarten bekannt, inzwischen sind es mindestens elf – ein deutlicher Kontrast zu Nordamerika, wo in derselben Epoche nur eine einzige Sauropodenart nachgewiesen wurde.
„Die außergewöhnlich…
… Abholzung beunruhigt Forschende, Aktivist*innen und Bürger*innen rund um den Globus. Die natürlichen Lebensräume, die die unvergleichliche biologische Vielfalt der Region erhalten, und wichtige Kohlenstoffspeicher stehen auf dem Spiel – mit weitreichenden Auswirkungen auf das globale Klima. Frühere Studien haben davor gewarnt, dass sich der Amazonas auf einen Kipppunkt zubewege, jenseits dessen der Wald die Fähigkeit verliere, sich selbst zu erhalten – und sich in eine Savanne verwandeln würde. Neue Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, …
… zu Bettgehen zu meiden, um unseren Schlafrhythmus nicht zu stören. Vor diese Wahl werden Insekten nicht gestellt. Künstliches Licht hat aber nicht nur einen negativen Einfluss auf uns Menschen, sondern auch auf diese Tiere“, erzählt Studienleiter Prof. Dr. Markus Pfenninger vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum Frankfurt.Pfenninger hat mit einem Team aus Senckenberg-Forschenden und von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz die Auswirkung von künstlichem nächtlichem Licht auf die Zuckmücken-Art Chironomus riparius untersucht. …
… Umgebung völlig ungefährlich. Ein weiteres Merkmal ermöglicht den autonomen Betrieb: Lichtsensoren fungieren als einfache Augen, mit denen der Roboter Lichtquellen erkennen und ihnen folgen kann.Die Forscher stellen sich vor, dass der Roboter unter anderem zu ökologischen Studien, zur Überwachung von Umweltverschmutzung und in der wasserbasierten Landwirtschaft beitragen könnte. Ihr nächstes Ziel ist die Entwicklung einer robusteren Plattform für Feldtests.„Unser Ziel ist es, die Betriebszeiten zu verlängern und die Autonomie zu verbessern, um den …
… homogenisiert und ausgewertet, darunter Feldmessungen direkt an Gletschern sowie Radar-, Laser- und Gravimetriedaten aus zahlreichen Satellitenmissionen. „Wir haben 233 Berechnungen regionaler Gletschermasseveränderungen aus etwa 450 Datenquellen von 35 Forschungsteams zusammengetragen“, erklärt Studienleiter Michael Zemp von der Universität Zürich. Tobias Bolch ergänzt: „Besondere Bedeutung haben dabei die Messdaten von Erdbeobachtungssatelliten der ESA, aber auch anderer internationaler Raumfahrorganisationen. Durch die Analyse dieser Daten – und …