(openPR) Die meisten Menschen haben nichts von der Blasenökonomie gehabt, die nun dabei ist, in ihre letale Phase einzutreten. Aber unter den Folgen werden sie zu leiden haben. Auch diejenigen, die sowieso schon von pflichtvergessenen Politikern vom Wohlstand abgehängt wurden. Die neue Weiter-So!-GroKo wird sich auch weiterhin nicht um das allgemeine Wohl scheren. Dazu fehlt einfach der Druck potentieller (Ab-)Wähler. Die Gleichgültigkeit der Masse war schon immer der sicherste Schutz der Ausbeuter. Man muß sich auch fragen: Sind nicht alle Politiker letztlich Lobbyisten ihrer Klientele und ihrer selbst? Das Regierungsprogramm der neuerlichen GroKo stärkt die Vermutung. Es scheint, daß die menschlichen Rudeltiere wohl oder übel weiter mit dem leben müssen, was ihnen ihre Alphas gnädig überlassen – weil sie sie lassen. Auch mit der neuen GroKo wird es weder soziale noch Steuergerechtigkeit geben.
Die seit 2008/2009 anhaltende Finanzkrise scheint jetzt in ihre finale Phase einzutreten und könnte bald mit einem fulminanten Crash in die Wirtschaftsgeschichte eingehen.
Was tun dann die Politiker? Was tun diejenigen, die dafür verantwortlich sind, daß Geldgier und skrupellose Schuldenmacherei einer kleinen Minderheit die Welt verheert und die Geldpolitik der Notenbanken das sogar noch unterstützt? Was tun unsere „Volksvertreter“? Was können, was werden diejenigen tun, die letztlich für den Schlamassel verantwortliche sind? Was wollen sie tun, wenn das Schuldenkartenhaus zusammenkracht? Wie wollen die Politiker die Gesellschaft im Krisenfall beisammen halten? „Business as usual“ wird angesichts der dann zu erwartenden realwirtschaftlichen und sozialen Probleme nicht genügen.
Mögliches Massenelend würde unweigerlich gefährliche politische Folgen zeitigen. Die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Kaufkraft ist deshalb für die Aufrechterhaltung politischer Stabilität und sozialen Friedens unverzichtbar. Aber allein mit Gelddrucken und Inflationierung funktioniert das nicht. Wir Deutsche wissen das aus Erfahrung – sollten es wenigstens wissen. Gelänge es aber bei stabilem Geldwert die Kaufkraft der Bevölkerung zu sichern, ließe sich auch die Binnenwirtschaft einigermaßen stabilisieren.
Was in den anderen Ländern der Welt geschieht kann uns dabei nicht gleichgültig sein: In den Ländern der Europäischen (Währungs-) Gemeinschaft, in den USA, Japan, China. Sie alle werden ja von der Krise ebenfalls existenziell getroffen. Die Politiker aller Länder müssen jetzt mit der Krise zurechtkommen, die sie zum Schaden von Millionen Menschen selbst verschuldet haben. Ihr Fehler war, das bloße Geldmachen ermöglicht zu haben, Geldmachen, ohne dafür sinnvolle soziale oder volkswirtschaftliche Leistungen zu erbringen. Die Finanzindustrie hat sich mit wachsender Gier ihrer Protagonisten verselbständigt und ist jetzt zum Krebsgeschwür der Realwirtschaft und größtem Risiko für die soziale Stabilität geworden.
Jetzt ist der Schlamassel perfekt. Die Zentralbanken machen alles nur noch schlimmer, indem sie Geld in rauhen Mengen von den soliden Arbeitern und Sparern zu den Finanzhasardeuren und den skrupellosen Schuldenmachern umverteilen. Der Schaden für die große Mehrheit der Menschen ist immens und wird erst richtig ermessen werden wenn sich der Rauch über dem unvermeidlichen Zusammenbruch der Ponzi-Veranstaltung verzogen haben wird.
Wie die unvermeidliche Weltfinanz- und -wirtschaftskrise letztlich ausgeht, können wir nicht wissen. Es ist auch müßig darüber zu spekulieren. Sicher ist nur, daß die Notenbanken alles tun werden, um den Crash so lange wie nur möglich hinauszuzögern, und am Ende für die große Mehrheit der Menschen außer materieller Not auch Freiheit und Selbstbestimmung in Frage gestellt sein könnten.
Unabhängig davon wird auch über die künftige Rolle des Geldes in der Gesellschaft der Zukunft nachgedacht werden müssen. Seine schrankenlose Herrschaft über die Menschen hat einen Punkt erreicht, an dem eine Grundsatzentscheidung fällig ist: Sollen die Menschen künftig noch frei und selbstbestimmt leben und dazu auch erzogen und gebildet werden, oder ist der gänzlich manipulierte Arbeits- und Konsumsklave des großen Geldes das Ziel? Der Stand der Technologie macht beides möglich.
„Zukunft ist nicht Zufall, sondern das, was wir aus dem machen, das uns zufällt.“ (Prof. Querulix) Deshalb sind wir auch verantwortlich und deshalb kommen wir auch nicht darum herum, unsere Zukunft zu planen. Wer nicht plant und sich nicht einmischt, der wird von anderen verplant – wie die Erfahrung uns lehrt, nicht unbedingt zu seinem Vorteil.
Vor einigen Jahren erschien eine kleine Studie mit dem Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“. Darin wird unter anderem skizziert, wie ein Grundeinkommen zugleich sozial gerecht und administrativ gut praktikabel gestaltet werden könnte. Aber viel mehr noch. Die Studie zeigt, wie ein solches Grundeinkommen die unvermeidliche Transformation der Gesellschaft in das postindustrielle, digitale Zeitalter sozial absichern und erleichtern könnte, in dem Millionen heute noch sicher geglaubte Arbeitsplätze verloren gehen, dafür aber Arbeitskraft für Aufgaben (wie z.B. Soziales, Erziehung und Bildung, Öffentliche Ordnung und Sicherheit) frei wird, die heute noch allzu oft vernachlässigt werden.
Das in der Studie vorgestellte Grundeinkommen kann und soll also viel mehr als nur eine gerechtere Beteiligung aller Mitbürgerinnen und Mitbürger am Volkseinkommen sicherstellen, nämlich eine Gesellschaft ermöglichen, ja fördern, die den Menschen wieder zum Zweck der Politik und des Wirtschaftens macht, anstatt ihn als deren bloßes Mittel zu mißbrauchen.
In Erwartung einer autonomen „Lösung“ der nunmehr seit 10 Jahren aufgestauten und dadurch erheblich verschärften Finanzkrise und ihrer zu erwartenden katastrophalen Folgen wäre ein solches Grundeinkommen das ideale Mittel zur sozialen Stabilisierung unserer Gesellschaft. Dennoch ist es nahezu unwahrscheinlich, daß die Vernunft siegt. Denn die derzeitigen Macht- und Geld-„Eliten“ wollen keine Mitbürgerinnen und Mitbürger. Sie wollen ein Sklavenheer, das ihnen ad infinitum die Taschen füllt – als möglichst billige Arbeitskräfte und als ausbeutbare Konsumenten. Ein gesetzlich klug geregeltes Grundeinkommen, das allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein sicheres und zur angemessenen Teilnahme am sozial-kulturellen Leben unserer Gesellschaft ermöglicht, würde ein solches kriminelles Ziel unerreichbar machen.
Bei der Frage, wie die bevorstehende Weltfinanz- und -wirtschaftskrise bewältigt werden kann, geht es also um viel mehr als nur um Schadensbegrenzung und Nothilfe. Es geht um nicht weniger als um die Frage: Können wir Menschenwürde und Demokratie in Zukunft bewahren?
Die Studie „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“ ist als eBook (ISBN 978-3-943788-18-1, PDF) oder (ISBN 978-3-943788-32-7, ePub) beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in jeder gut sortierten (Internet-)Buchhandlung für je 9,95 Euro erhältlich.
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