openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Transformation „Energiewende in Nordrhein-Westfalen“

20.10.201715:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Herausforderungen, Erfolgsfaktoren und Gestaltungsmöglichkeiten der Energiewende

---
Nordrhein-Westfalen ist Deutschlands wichtigster Standort für energieintensive Industrie und konventionelle Energiewirtschaft. Wie kann in einer Industriestruktur wie dieser die Transformation zu einem nachhaltigen Energiesystem erfolgen und die Energiewende vorangetrieben werden? Das untersuchte ein Forscherteam unter Federführung des Wuppertal Instituts in einem zweijährigen Forschungsprojekt im Cluster „Transformation industrieller Infrastrukturen“ des Virtuellen Instituts „Transformation – Energiewende NRW“. Das Virtuelle Institut wird vom Wuppertal Institut gemeinsam mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) koordiniert. Die zentralen Ergebnisse des Projekts im Industrie-Cluster fasst die jetzt erschienene Broschüre zusammen.



Wuppertal, 20. Oktober 2017: Der Industriestandort Nordrhein-Westfalen (NRW) ist einem starken Veränderungsdruck und Strukturwandel ausgesetzt. Das gilt unter anderem für die energieintensive Industrie, die sich in einem starken internationalen Wettbewerb und dem damit verbundenen Kostensenkungsdruck befindet. Hinzu kommen Veränderungen durch die zunehmende Digitalisierung von industriellen Produktionsprozessen. Die Energiewende mitsamt dem Ausbau erneuerbarer Energien und den mit ihnen verbundenen Flexibilitätsansprüchen ist ein weiterer Treiber dieses strukturellen Wandels.

Im Zentrum der Forschung des Virtuellen Instituts „Transformation – Energiewende NRW“ stehen laut Prof. Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts, vor allem die „nichttechnischen Aspekte der Energiewende“. Hierdurch hebt sich das Institut deutlich von der stark technisch geprägten Forschung ab und stellt die vielschichtige Gestaltung der Umsetzungsprozesse in den Fokus.

Im Cluster „Transformation industrieller Infrastrukturen“ untersuchte das Projektteam zunächst die Auswirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien auf die Gesamtwirtschaft Nordrhein-Westfalens sowie auf zentrale industrielle Wertschöpfungsketten. Dabei standen einerseits die Stromwirtschaft im Mittelpunkt als auch die Frage, inwiefern die einzelnen Regionen des Landes in unterschiedlicher Weise betroffen sind. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt galt der Untersuchung interner Transformationsprozesse in der Industrie und ihren Treibern. Ergänzend analysierte das Konsortium im Rahmen eines Diskussionsprozesses mit Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, wie Kooperationen zwischen verschiedenen Industriebranchen zur Zukunftsfähigkeit des Industriestandortes NRW beitragen und auf welche Weise derartige Kooperationen gestärkt werden könnten. „Neben der Darstellung des Mehrwertes ist dafür vor allem der Aufbau von Vertrauen zwischen den Unternehmen wichtig, um gemeinsam Kooperationsmöglichkeiten ausloten zu können“, sagt Dr. Daniel Vallentin, Leiter des Forschungsprojekts vom Wuppertal Institut. Das Virtuelle Institut setzt seine Arbeit fort und wird sich zukünftig verstärkt mit den Wechselwirkungen zwischen übergreifend-wirkenden gesellschaftlichen Trends und der Energiewende beschäftigen.

Ökonomische Effekte der Energiewende in NRW

Eine von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durchgeführte Input-Output-Analyse ergab, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien insgesamt einen positiven Wertschöpfungseffekt für Nordrhein-Westfalen hat. „Dennoch profitiert NRW nicht so stark vom Ausbau der erneuerbaren Energien wie viele andere Bundesländer“, fügt Vallentin hinzu. Da der Wegfall von Investitionen in konventionelle Erzeugungsstrukturen nicht umkehrbar ist, empfiehlt das Forscherteam die Herstellung und den Betrieb von Anlagen zu stärken für die Nutzung erneuerbarer Energien sowie deren Systemintegration, um die Wertschöpfungschancen weiter auszubauen und von den globalen Wachstumsmärkten profitieren zu können.

Erfolgsfaktoren und Gestaltung von Transformationsprozessen

Das Forscherteam untersuchte außerdem beispielhaft, wie industrielle Transformationsprozesse auf regionaler Ebene und ganz konkret auf Unternehmensebene gelingen können. Die Analyse zeigt, welche Faktoren und Instrumente dafür von zentraler Bedeutung sind. Zu den zentralen Anknupfungspunkten gehören die energetische Optimierung der Produktionsstrukturen und die Reduktion der Treibhausgasintensität durch den Einsatz innovativer Prozesse und Produkte. Chancen ergeben sich aber auch durch Kooperationen zwischen verschiedenen Branchen, wie zum Beispiel zwischen der Chemie- und der Stahlindustrie, in denen beispielsweise Reststoffe der einen Branche als Ausgangsprodukt für die andere Branche verwendet werden. Um diese Potenziale zu steigern, ist unternehmensseitig häufig ein Umdenken und der Aufbau adäquater interner Strukturen notwendig.

Mitglied der KlimaExpo.NRW und Koordination und Projektpartner

Das Virtuelle Institut „Transformation – Energiewende NRW“ ist ein Verbund von zehn Forschungsinstituten, der sich mit den sozialen und ökonomischen Fragen der Energiewende in NRW befasst. Das Forschungsprojekt im Cluster „Transformation industrieller Infrastrukturen“ wurde von der Stiftung Mercator gefördert. Beteiligt waren das Energiewirtschaftliche Institut der Universität zu Köln (EWI), das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, das Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior am E.ON Energy Research Centre der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen sowie das Forschungszentrum Jülich.

Zwei weitere Themen-Cluster beschäftigen sich mit den Themen „Mentalitäten und Verhaltensmustern“ sowie „Governance und Partizipation“. Beide Cluster wurden kürzlich als Klimaschutzvorreiter in die KlimaExpo.NRW aufgenommen.

Weitere Informationen:

• Virtuelles Institut „Transformation – Energiewende NRW“
http://www.vi-transformation.de
• Cluster „Transformation industrieller Infrastrukturen“
http://www.vi-transformation.de/cluster-tii/
• Projekt „Transformationsprozesse für nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschafts- und Industriestrukturen in NRW im Kontext der Energiewende“
https://wupperinst.org/p/wi/p/s/pd/631/
• Projekt zur Errichtung eines Virtuellen Instituts https://wupperinst.org/p/wi/p/s/pd/478/
• KlimaExpo.NRW: http://www.klimaexpo.nrw/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-details/article/transformation-energiewende-nrw-klimaexponrw-qualifiziert-projekte-des-virtuellen-instit/

[Download]
Broschüre „Die Transformation des Industriestandorts Nordrhein-Westfalen im Zeichen der Energiewende. Herausforderungen – Erfolgsfaktoren – Gestaltungsmöglichkeiten“
https://epub.wupperinst.org/frontdoor/index/index/docId/6822

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 975591
 556

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Transformation „Energiewende in Nordrhein-Westfalen““ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

Bild: Diplomatisches Pflichtprogramm ohne klare politische FührungBild: Diplomatisches Pflichtprogramm ohne klare politische Führung
Diplomatisches Pflichtprogramm ohne klare politische Führung
Ergebnispräsentation und Analysebericht zur COP23 In den vergangenen zwei Wochen wurde auf der 23. Weltklimakonferenz intensiv verhandelt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Wuppertal Instituts waren vor Ort und fassen nun die zentralen Ergebnisse der Verhandlungen knapp zusammen. Im Dezember wird dann der ausführliche Analysebericht vorliegen. Ihre erste Schnellanalyse zeigt: Die Bonner Klimakonferenz absolvierte ihr diplomatisches Pflichtprogramm, ließ aber die notwendige politische Führung vermissen. Damit wächst auch das Au…
Abfall sinnvoll vermeiden
Abfall sinnvoll vermeiden
Neues „in brief“ mit Empfehlungen zur Abfallvermeidung erschienen Jeder Deutsche verursachte 2015 durchschnittlich 454 Kilogramm Haushaltsabfälle. Damit liegt Deutschland – insbesondere bei Verpackungsabfällen – deutlich über dem Durchschnitt der Europäischen Union. Selbst wenn der Großteil des Abfalls recycelt wird, genügt das allein nicht. Doch wie lässt sich Abfall am besten vermeiden? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Wuppertal Instituts geben vor diesem Hintergrund im neuen in brief Empfehlungen für politische Rahmenbedingung…

Das könnte Sie auch interessieren:

VINCI Energies übernimmt die Alfred Pieper GmbH, ein langjähriges Gebäudetechnik-Unternehmen
VINCI Energies übernimmt die Alfred Pieper GmbH, ein langjähriges Gebäudetechnik-Unternehmen
… Übernahme erweitert VINCI Energies das Portfolio ihres Bereichs Building Solutions auf dem Gebiet der Gebäude- und Energietechnik und baut die Aktivitäten in der Region Nordrhein-Westfalen weiter aus. Die rund 100 Mitarbeiter_innen der Alfred Pieper GmbH erwirtschafteten in 2019 einen Jahresumsatz von ca. 13 Millionen Euro. VINCI Energies in Deutschland …
Bild: Energiewende in Deutschland: So unterschiedlich wird sie in den Bundesländern wahrgenommenBild: Energiewende in Deutschland: So unterschiedlich wird sie in den Bundesländern wahrgenommen
Energiewende in Deutschland: So unterschiedlich wird sie in den Bundesländern wahrgenommen
… möchten aktiv zur Umsetzung der Energiewende beitragen.Auf regionaler Ebene zeigt sich jedoch, wie stark der Informationsstand variiert: In Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen fühlen sich die Menschen überdurchschnittlich gut informiert. Gründe sind unter anderem eine hohe mediale Berichterstattung, ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein in urbanen Milieus …
Bild: Auszeichnung: Virtuelles Institut ist Klimaschutz-VorreiterBild: Auszeichnung: Virtuelles Institut ist Klimaschutz-Vorreiter
Auszeichnung: Virtuelles Institut ist Klimaschutz-Vorreiter
… Das Virtuelle Institut „Transformation Energiewende – NRW“ ist ein Verbund von derzeit zehn wissenschaftlichen Einrichtungen, die inter- und transdisziplinär die Energiewende in Nordrhein-Westfalen erforschen. Es wird durch das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie koordiniert. „Nur durch das …
Verbändebündnis fordert: Eigenverbrauch nicht mit EEG-Umlage belasten. Grünstrom-Vermarktungsoptionen sichern.
Verbändebündnis fordert: Eigenverbrauch nicht mit EEG-Umlage belasten. Grünstrom-Vermarktungsoptionen sichern.
… der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) NRW e.V. ein gemeinsam mit dem Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband e.V. (RWGV), dem Deutschen Mieterbund Nordrhein-Westfalen e. V. (DMB), dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) und dem Bundesverband Mittelständische Wirtschaft NRW e.V. (BVMW) getragenes Forderungspapier vorgestellt. …
Bild: PEAG Personaldebatte zum Frühstück am 12.03.2013 in DüsseldorfBild: PEAG Personaldebatte zum Frühstück am 12.03.2013 in Düsseldorf
PEAG Personaldebatte zum Frühstück am 12.03.2013 in Düsseldorf
… Vorstand Norsk Hydro ASA sowie Präsident der Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM), und Dr. Birgit Beisheim, Sprecherin für Industriepolitik und Diversity Management der grünen Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen, zum Thema: "Die Industrie: Garant für Jobs, Wachstum und Klima in NRW?" "Weltweit haben wir es mit einem Comeback der Industrie zu tun. Der …
Bild: Starke Allianz für Grüne Energie und Nachhaltigkeit in Nordrhein-Westfalen Bild: Starke Allianz für Grüne Energie und Nachhaltigkeit in Nordrhein-Westfalen
Starke Allianz für Grüne Energie und Nachhaltigkeit in Nordrhein-Westfalen
Der Grüner Strom Label e.V. und der VPK - Landesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe in Nordrhein-Westfalen e.V. sind ab Januar 2024 eine wegweisende Kooperation eingegangen. Ziel ist es, den VPK-Mitgliedern den Zugang zu hochwertigem Ökostrom zu erleichtern und sie bei der Umsetzung von Energiewendemaßnahmen zu unterstützen.Bonn, …
„Noch stärkere Nutzung der Kohle in NRW würde geplantes Klimaschutzgesetz ad absurdum führen“
„Noch stärkere Nutzung der Kohle in NRW würde geplantes Klimaschutzgesetz ad absurdum führen“
LEE: „In Nordrhein-Westfalen endlich Schalter auf ´Vorfahrt für Erneuerbare Energien´ umlegen“ Lippstadt, 18. März 2011: Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Japan und der daraus resultierenden innenpolitischen Debatte zur Zukunft der Energieversorgung, verwahrt sich die Landesarbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie in Nordrhein-Westfalen (LEE) gegen …
Mit diesem EEG sind NRW-Ausbauziele nicht zu erreichen
Mit diesem EEG sind NRW-Ausbauziele nicht zu erreichen
+++ Gemeinsame Pressekonferenz von LEE NRW, BUND NRW und der BürgerWIND Westfalen eG zu den Folgen der EEG-Novelle für Nordrhein-Westfalen +++ LEE-Vorsitzender Düser: „Die Ziele der Landesregierung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien sind mit diesem EEG-Entwurf aus Berlin nicht zu erreichen“ +++ Investitionen in Höhe von neun Milliarden Euro stehen …
Bild: Tillich: Französischen Atomstrom durch deutschen Braunkohlestrom ersetzenBild: Tillich: Französischen Atomstrom durch deutschen Braunkohlestrom ersetzen
Tillich: Französischen Atomstrom durch deutschen Braunkohlestrom ersetzen
… keinesfalls verzichten sollten“. Ihre Bedeutung werde künftig zunehmen, „wenn die Kernkraftwerke bis 2022 nach und nach vom Netz gehen.“ Sachsen ist neben Nordrhein-Westfalen Zentrum des deutschen Braunkohle-Tagebaus. Im Interview mit BIZZ energy today fordert Tillich den Umstieg auf ein Quotenmodell zur bewussten Förderung erneuerbarer Energien; als …
Bild: Erste Zukunftskonferenz NRW holt Landespolitik und Wissenschaft zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele an einen TischBild: Erste Zukunftskonferenz NRW holt Landespolitik und Wissenschaft zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele an einen Tisch
Erste Zukunftskonferenz NRW holt Landespolitik und Wissenschaft zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele an einen Tisch
16 Universitäten, 20 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Nordrhein-Westfalen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wie insbesondere das Wuppertal Institut, bündeln an diesen beiden Tagen erstmals ihre Expertise im Rahmen einer gemeinsamen Konferenz und machen damit deutlich: Die Wissenschaft stellt sich in den Dienst der großen Transformationsaufgaben …
Sie lesen gerade: Transformation „Energiewende in Nordrhein-Westfalen“