(openPR) Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA), Arbeitnehmervereinigung und sozialpolitischer Flügel der CDU, kann in diesem Jahr auf eine 70-jährige Geschichte zurückblicken. Sie entstand aus den Sozialausschüssen der christlich-demokratischen Arbeiterschaft, die sich 1945 und 1946 als Sammlungsbewegung ehemaliger christlicher Gewerkschafter zunächst in Rheinland und Westfalen gebildet hatten und sich in Herne auf einer „Reichstagung“ zusammenschlossen. Jakob Kaiser, von 1947 bis 1957 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, wurde ihr erster Vorsitzender, Hans Katzer, der spätere Bundes- arbeitsminister ihr erster Hauptgeschäftsführer. Fast 20 Jahre wurde das Bild der CDA entscheidend von Norbert Blüm geprägt, der von 1968 bis 1975 die Hautgeschäftsführung der Vereinigung verantwortete und von 1977 bis 1987 den Bundesvorsitz inne hatte. Seit 2005 steht Karl-Josef Laumann an der Spitze der CDA. Laumann gehört als Präsidiumsmitglied auch zum engeren Führungs- zirkel der CDU und ist seit 2013 als verbeamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit Bevollmächtigter der Bundesregierung für Patienten und Pflege.
Die Gründungsphase der Bremer CDA wurde entscheidend geprägt von Philipp Jahn, der der letzten freigewählten Bremischen Bürgerschaft vor der Machtübernahme der Nazis als Zentrumsabgeordneter angehört hatte, sowie von Karl Krammig, der den CDA-Landesverband Bremen von 1951 bis 1958 führte, danach den Vorsitz der CDU-Bürgerschaftsfraktion übernahm und von 1953 bis 1961 und von 1965 bis 1972 Bremen als Abgeordneter im Deutschen Bundestag vertrat.
Deutliche Spuren in der Entwicklung des CDA-Landesverbandes Bremen hinterlassen haben auch Georg Urban als Landesvorsitzender und sozialpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion sowie sein Nachfolger im Landesvorsitz Peter Kudella, der von 1983 bis 1989 auch stellvertretender Bundesvorsitzender der CDA war und von 1989 bis 1995 die CDU-Bürgerschaftsfraktion führte. Als Bürgerschaftsabgeordnete aus den Reihen der CDA einen Namen gemacht haben sich u.a. auch Egon Kauffmann aus Bremerhaven, Arthur Domscheit aus Bremen-Nord sowie Silke Striezel und Günter Niederbremer aus Bremen. Von den derzeit 20 CDU-Bürgerschaftsabgeordneten sind drei Mitglied der CDA. Mit Bettina Hornhues ist der CDA-Landesverband Bremen auch mit einer Kollegin im Deutschen Bundestag und im Vorstand der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vertreten. Und in der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung steht mit Thorsten Raschen sogar ein langjähriger CDA-Funktionsträger an der Spitze der CDU-Fraktion.
Als Arbeitnehmervereinigung und sozialpolitischer Flügel der CDU hat die CDA Großes geleistet. Tarifautonomie, Betriebsverfassungs- und Personalvertretungsgesetz, Kindergeld, Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub sowie die Pflegeversicherung sind soziale Errungenschaften, die aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken sind und an deren Gestaltung die CDA maßgeblich mitgewirkt hat. Auch den Mindestlohn hätte es ohne die CDA nicht gegeben. Es war die CDA, die auf dem CDU-Bundesparteitag mit ihrem Antrag für eine gesetzliche Lohnuntergrenze die Union auf Kurs Mindestlohn gebracht hat. Mit Stolz kann die CDA daher auf ihre Geschichte und das bisher Geleistete zurückblicken.
Die CDA begeht ihr Jubiläum am 5.November bundesweit mit Veranstaltungen und Aktionen. In Bremen hat die CDA für diesen Tag Mitglieder und Gäste zu einem Jubiläumsempfang im Parteihaus eingeladen.












