(openPR) Die Rentenkassen sind leer. Diejenigen, die gerade die Beiträge sogar noch gesenkt haben, sollten aber nicht darüber lamentieren. Sie sind selbst Schuld an der Misere. Der künftig stark wachsende Geldbedarf ist seit langem bekannt, und man hätte längst eine vernünftige Lösung haben können.
Einfach das Rentenalter noch weiter heraufzuzusetzen, wäre allerdings eine Schnapsidee. Zwar wäre der Renteneintritt mit zum Beispiel 70 oder gar 72 Jahren in den Verwaltungsberufen sowie bei Verbänden und in der Politik ein überschaubares Problem. Aber Rente mit 70 für Bauarbeiter, für Polizisten im Streifendienst, für LKW- und Busfahrer? Da hätte man wohl am Ende ein schönes Durcheinander mit zahlreichen Ausnahmen und vorzeitigen Verrentungen.
Eine solche Renten-„Reform“ sollten wir uns ersparen. Sie wäre nichts weiter als eine Flickschusterei der miesesten Art.
Eine zukunftssichere Lösung für die Rente wäre viel einfacher zu haben und – vor allem – gerechter. Nämlich indem alle Einkommen in voller Höhe der Sozialversicherungspflicht unterworfen würden. Dann könnten die Beiträge sogar deutlich gesenkt werden und sämtliche Minirenten könnten auf ein Niveau aufgestockt werden, das den Beziehern eine angemessene Teilnahme am sozial-kulturellen Leben der Gesellschaft ermöglicht.
Objektive Hindernisse für eine solche vernünftige Lösung des Rentenproblems gibt es nicht. Subjektive Hindernisse bestehen allerdings in der Herrschaft der Lobbyvereine, die das Wohl ihrer Klientel dem Wohl der Allgemeinheit notorisch vorziehen und „ihre“ Politiker entsprechend gegen eine Entscheidung für das Allgemeinwohl ausrichten.
In der Lobbyherrschaft liegt das eigentliche Problem. Deutschland ist davon nicht weniger betroffen als alle anderen Staaten auch. Dieses Handicap einer vernünftigen am Allgemeinwohl orientierten Politik liegt in der Natur des Menschen, der immer noch zu ca. 97,5 Prozent die Gene des räuberischen Rudeltiers in sich trägt, von dem er abstammt. Solange er die Dominanz seines genetischen Erbes nicht überwindet, sind vernünftige Gestaltungen des Zusammenlebens kaum möglich. Dennoch ist es nicht nur wegen einer besseren, menschlichen anstatt menschentierischen Moral geboten, um die rationale Verbesserung der Gesellschaft und ihrer Einrichtungen zu ringen, sondern auch um des sozialen Friedens willen, von dem schließlich sogar die Profitgeier und Ausbeuter profitieren, die am liebsten überhaupt keine Sozialversicherungsbeiträge abführen würden.
Alternativ zu einer wie oben beschriebenen Rentenreform, die ihren Namen wirklich verdient, könnte man die Sozialrenten auch vollständig abschaffen und durch ein Grundeinkommen ersetzen. Das wäre der Königsweg zu einer gerechteren und – nicht zuletzt im Hinblick auf die abzusehenden Turbulenzen der (Finanz-)Wirtschaft – sozial und politische stabileren Gesellschaft. Dennoch bestehen aus den gleichen Gründen wie oben beschrieben auch gegen ein Grundeinkommen erhebliche emotionale und ideologische Widerstände. Im Hinblick auf die sich bereits deutlich ankündigenden erheblichen sozialen Umwälzungen infolge krisenhaften ökonomischen, technologischen und politischen Wandels wird es dazu allerdings keine friedliche Alternative geben.
Zum Thema „Grundeinkommen“ ist vor einiger Zeit eine kleine Studie erschienen, in der ein Grundeinkommen nicht nur als Mittel einer gerechteren Verteilung des Volkseinkommens, sondern auch als ein Entwicklungsschritt und Baustein für eine künftige Bürgergesellschaft betrachtet wird. Die mit Zahlen unterlegte Studie trägt den Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook (PDF) oder ISBN 978-3-943788-32-7, eBook (ePub), jeweils 9,95 Euro, ist beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort wie in jeder gut sortierten (Internet-)Buchhandlung erhältlich.
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