(openPR) Führt man sich den gegenwärtigen moralischen Zustand der Menschenwelt vor Augen, insbesondere den der sogenannten Eliten dieser Spezies, drängt sich wie von selbst ein Zitat von Mark Twain auf: „Enttäuscht vom Affen, schuf Gott den Menschen. Danach verzichtete er auf weitere Experimente.“
Die herrschenden Cliquen und Klüngel der Menschheit verzichten leider nicht auf Experimente, sondern tun alles, von dem sie glauben, daß es ihre Macht und ihren Profit steigert. „Die Moral der Eliten bestimmt die kulturelle Qualität eines Zeitalters.“ (Prof. Querulix)
Krisen, auch existenzbedrohende Krisen wie die, in die die wir derzeit unaufhaltsam hineinschliddern, sind deshalb in der Menschenwelt normal. Der Blick in die Geschichte zeigt, daß es für die große Mehrheit der Menschen keinen kontinuierlichen Fortschritt im Sinne einer unaufhörlichen Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse gibt. Im Gegenteil. Herbe Rückschritte bis zum Untergang ganzer Völker und Kulturen sind vollkommen normal.
Wenn EU-Parlamentspräsident Schulz die Situation in Europa mit den späten Jahren der Weimarer Republik vergleicht, ist das wohl nicht allzu weit hergeholt. Europa ist aber nicht der einzige Krisenherd. Auch die USA sind an einem Punkt angelangt, an dem es keine Weiter-So! mehr gibt. Den Chinesen geht es nicht besser. Die Menschenwelt steht vor einer Revision ihrer Ideologien, ihrer sozialen Strukturen einschließlich der Herrschaftssysteme und politischen Strukturen, sowie ihrer Finanz- und Wirtschaftssysteme. Das sind Projekte, die – würden sie von vernünftigen Menschen geplant und durchgeführt – Jahrzehnte in Anspruch nähmen.
Das ist aber ein rein theoretischer Gedanke. Die Instinkte des räuberischen Rudeltiers „Mensch“, von denen die einen mehr und die anderen weniger beherrscht werden, stehen einer einvernehmlichen geregelten Neujustierung genauso im Wege wie sie bisher schon einer vernünftigen Politik im Wege gestanden haben. Deshalb wird es krachen, da und dort auch heftiger, vielleicht bis zu kriegerischen Auseinandersetzungen.
Mit dem Übergang der lange unterdrückten, aber nie geheilten Finanz- und Wirtschaftskrise ins akute Stadium könnte die Weltkrise offen zum Ausbruch kommen. Die wahnwitzigen Aktionen der drei großen Notenbanken der Welt, die auf nichts anderes hinauslaufen als auf die Belohnung der Schuldigen und Ausbeutung der Unschuldigen, und die darüber hinaus die Realwirtschaft zerstören werden sich als das erweisen was sie sind: ein Ponzi-System.
Kommt es zum Crash, werden viele Banken fallieren, vor allem die großen Derivateschleudern. In der Spekulation gegen die Edelmetalle soll es immense Schieflagen geben, weshalb zum Beispiel immer wieder milliardenweise (womöglich sogar ungedecktes) Papiergold verkauft wird, um die Kurse zu drücken. Unter dem Aspekt der gegenwärtigen Moral ist das natürlich vollkommen in Ordnung. Und helfen wird es den Bankstern letztlich auch nicht.
Denn es gibt keine Hilfe. Was die Amerikaner und die Europäer nach dem Beispiel der Bank von Japan kopiert haben, ist ein Hazardspiel, das man nur verlieren kann. Denn es gibt keinen Weg zurück. Die Notenbanken müßten am Ende das gesamte Volksvermögen aufkaufen und alle Bürger mit regelmäßigen Einkommen versorgen, wenn sie verhindern wollen, daß die Spekulationsblasen an den Anleihen-, Aktien- und Immobilienmärkten nicht mangels Nachfrage platzen und die Konsumnachfrage trotz anhaltender Prekarisierung nicht zurückgeht.
Das Spiel ist nicht zu gewinnen. Man fragt sich nur, warum es überhaupt gespielt wurde, wo doch Japan schon damit gescheitert ist? Der Menschenkenner Mark Twain hat einmal gesagt: „Alles, was man im Leben braucht, sind Ignoranz und Selbstvertrauen.“
Aber nun steckt sie sprichwörtliche Karre nun einmal tief im Dreck und sinkt immer weiter. Da drängt sich natürlich die Frage auf: Wann ist es soweit? Wann helfen noch so viele Billionen Euro, Dollar oder Jen nicht mehr, um ihr völliges Versinken zu verhindern? Die weltweiten Auswirkungen der dann folgenden akuten Phase der Finanzkrise werden realwirtschaftlich und sozial katastrophal sein. In gut organisierten Staaten muß deshalb nicht unbedingt die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zusammenbrechen und auch die öffentliche Ordnung wird man sicherlich aufrechterhalten. Aber die Arbeitslosigkeit dürfte steil in die Höhe schießen und auch die Auswirkungen der Bankenzusammenbrüche werden die Menschen zu spüren bekommen.
Der Count down zum Finale Furioso ist schon weit fortgeschritten.
Welche Konsequenzen wird man bei der notwendig folgenden Aufarbeitung des Debakels ziehen? Die Menschheit verfügt längst über das notwendige Wissen, um in der Welt menschenwürdige Verhältnisse schaffen zu können. Leider fehlt es allzu vielen Mächtigen entweder an Bildung und damit an der Kenntnis dieses Wissens, oder am Willen, dieses Wissen in ihrem Denken und Handeln zum Nutzen der von ihnen abhängigen Menschen umzusetzen. Im ersten Fall muß man sie als unfähig ansehen, im zweiten vergehen sie sich am Recht der von ihnen abhängigen Menschen und sind zu bestrafen.
Ein wirtschaftlicher, sozialer und politischer Neustart müßte auf jeden Fall auch der Moral aufhelfen, wenn er den Völkern nicht nur eine Chance auf eine bessere Zukunft bieten, sondern sie auch zum persönlichen Einsatz dafür motivieren soll.
Skepsis ist angesichts der Menschennatur. angebracht. „Manchmal frage ich mich, ob die Welt von einigen Klugen regiert wird, die uns für dumm verkaufen wollen, oder von einigen Dummen, die ernsthaft reden.“ (Mark Twain)
Prof. Querulix‘ beobachtet und kommentiert das fragwürdige Treiben des Menschentiers und seiner Alphas seit vielen Jahren. Seine Befunde sind in bisher sechs Bänden der Serie „Tacheles“ gesammelt erschienen. Ein siebter Band ist für Ende des Jahres geplant. Die eBooks im Umfang zwischen ca. 180 und 280 Seiten kosten je 9,95 Euro. Der jüngste Band trägt den Titel „Menschenwelt im Umbruch“ (ISBN 978-3-943788-42-6). Alle Bände sind im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich.
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