(openPR) Oer-Erkenschwick. Auf dem 63. Landeskongress der Jungen Liberalen NRW (JuLis) in Oer-Erkenschwick war der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum zu Gast. Er hielt eine Rede zu den Freiburger Thesen, den Grundsätzen der Liberalen in Deutschland.
Sehr erfreut äußerte sich Gerhart Baum über die rege Diskussion der JuLis über die liberalen Grundsätze auf ihrem Kongress in Oer-Erkenschwick. Er sieht die Arbeit der Jugendorganisation der FDP als sehr wichtig an, insbesondere die Aufgabe der JuLis auch unbequeme Themen anzusprechen. „Die Partei muss sich wieder mehr auf ihre liberalen Grundwerte besinnen und wir müssen dem Staat seine Grenzen setzen“, so Gerhart Baum.
Wichtiger als je zuvor sind zukunftsweisende Umweltthemen. Die FDP war die erste deutsche Partei, die den Umweltschutz in ihr Programm aufgenommen hat „Dieses Thema dürfen wir uns nicht nehmen lassen. Unsere Mutterpartei muss sich mehr auf dieses Thema konzentrieren und wir dürfen uns nicht nur auf die Wirtschaftspolitik konzentrieren“, stimmt der Landesvorsitzende derJuLis NRW Marcel Hafke Gerhart Baum zu.
„Ich bin sehr erfreut, dass Herr Baum, genau wie wir JuLis, die vollständige Trennung von Kirche und Staat fordert. Wir brauchen keine „Ehrfurcht vor Gott“ in unserem Schulgesetz. Daher bin ich enttäuscht, dass auf dem Landesparteitag der FDP nicht beschlossen wurde, die „Ehrfurcht vor Gott“ aus dem Schulgesetz zu streichen“, stellt Hafke heraus.
Gerhart Baum äußerte sich sehr kritisch über die aktuelle Situation des deutschen Staates. „Wir sind wieder im Überwachungsstaat angekommen. Es gab noch nie eine Situation, in der wir so sehr überwacht wurden, wie die Heutige“, so Gerhart Baum. Weiterhin sagte er, dass mittlerweile 250.000 Menschen in Deutschland überwacht werden. Das würde dazu führen, dass eine Putzfrau, die einen Beruf annehmen möchte, abgelehnt wird, ohne zu wissen warum“, sagt Gerhart Baum dazu. „Hier muss die FDP endlich tätig werden“, sind sich Gerhart Baum und der Chef der JuLis Marcel Hafke einig.


