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Lebensgefahr im Öffentlichen Dienst

11.03.201519:28 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Lebensgefahr im Öffentlichen Dienst
Die dbbj nrw setzt sich für mehr Sicherheit im Öffentlichen Dienst ein
Die dbbj nrw setzt sich für mehr Sicherheit im Öffentlichen Dienst ein

(openPR) Über 30 junge Vertreter treffen sich zu Sicherheitskonferenz

Bei der Arbeit angegriffen, beschimpft oder gar verletzt zu werden - eine Horrorvorstellung. Für immer mehr Beschäftigte im Öffentlichen Dienst ist sie Wirklichkeit. Was los ist in Ämtern und Behörden, bringt nun eine Sicherheitskonferenz ans Licht.



Auf Einladung der Deutschen Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw) treffen sich am Samstag, 14. März Vertreter aller Berufsgruppen des Öffentlichen Dienstes in den Räumlichkeiten des Deutschen Beamtenbundes NRW (DBB NRW), um über die Sicherheitslage an ihrem Arbeitsplatz zu berichten. Oft sind es vor allem die jungen Kolleginnen und Kollegen, die in publikumsnahen Bereichen wie Bürgerbüros eingesetzt werden, um dort Erfahrung zu sammeln. Diese jedoch sind vor allem eins: nachhaltig und angsteinflößend. Denn es gibt kaum eine Berufsgruppe, die nicht von Beleidigungen und Angriffen betroffen wäre. Todesfälle und handgreifliche Übergriffe in Sozialämtern und Jobcentern - wie erst in der vergangenen Woche wieder in Ulm - sind keine Einzelfälle.

"Eine Studie der Polizei NRW, an der fast die Hälfte aller Polizeibeamtinnen und -beamten teilgenommen hat, offenbart erschreckende Zustände", sagt ihr Landesvorsitzender, Erich Rettinghaus. Er wird die Ergebnisse daraus bei der Sicherheitskonferenz der dbb jugend nrw in einem Impulsreferat darstellen. Ein riesiges Manko unserer Zeit sei, dass oft weder die Fähigkeit noch die Bereitschaft dafür vorhanden sei, Konflikte kommunikativ zu lösen, sagt Rettinghaus im Vorfeld des Treffens. Die Gesellschaft verrohe zusehends.

Mit Konsequenzen, die nicht nur die Polizisten bei ihren Einsätzen zu spüren bekommen: Auch Beschäftigte bei Ordnungsämtern, Lehrer oder Bahnmitarbeiter werden Opfer von Körperverletzung. Am Kölner Hauptbahnhof hetzte im vergangenen Jahr ein Mann einen Schäferhund auf eine Bahnbedienstete. Polizisten werden getreten, bespuckt und geschlagen und selbst Rettungskräfte, die in Not Geratenen zur Seite eilen, sehen sich in Anbetracht zunehmender Aggressivität gezwungen, mit stichsicheren Westen zunächst einmal ihr eigenes Leben zu schützen.

In Wersten berichten Sanitäter von Angriffen mit einem Billardqueue, Messerattacken und Rippenbrüchen. Gerichtsvollzieher im Oberlandesgerichtsbezirk Hamm protokollieren innerhalb nur eines halben Jahres 21 Beleidigungen, 14 Fälle von Bedrohung, bei der auch Werkzeuge oder Sportgeräte mit zum Einsatz kamen, und zwei Fälle, in denen ihnen mit einer Waffe gedroht wurde.

Auch Vorstandsmitglied der dbb jugend nrw, Frank Meyers, kennt viele Fälle: "Politessen, die bei ihrer Tätigkeit massiv angegangen werden, sind keine Seltenheit." In Erinnerung ist ihm ein besonders schockierendes Beispiel, bei dem eine Ordnungshüterin, nachdem sie ein Knöllchen an einem verkehrswidrig abgestellten Auto angebracht hatte, einfach vom Fahrer des Wagens umgefahren wurde.

Das alles veranlasste die dbb jugend nrw bereits vor einem Jahr, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sich mit den Fragen rund um die Sicherheit von Beschäftigten im Öffentlichen Dienst befasst. Bei der Sicherheitskonferenz in Düsseldorf werden auch die Mitglieder dieser AG mit dabei sein, denn Ziel ist es, nicht nur die Berichte aus den verschiedenen Arbeitsfeldern aufzunehmen, sondern auch ein Strategiepapier zu erarbeiten, das helfen soll, in der Praxis Verbesserungen herbeizuführen.

"Wir bemängeln, dass zum Beispiel von Seiten der Arbeitgeber an keiner Stelle eine zentrale Federführung übernommen wird", kritisiert die stellvertretende Landeschefin der dbb jugend nrw, Sabrina Deiter. Keiner fühle sich richtig zuständig. Bei einem Besuch im Innenministerium in der vergangenen Woche legte die dbb jugend nrw darum NRW-Innenminister Ralf Jäger ans Herz, sich ressortübergreifend der Sache anzunehmen.

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