(openPR) Jürgen Walter: Es gibt einen optimaleren Kandidaten / Spekulationen um Gerhard Grandke
WIESBADEN. Jürgen Walter, der SPD-Fraktionsvorsitzende im hessischen Landtag, will bei der Landtagswahl 2008 nicht gegen Ministerpräsident Roland Koch (CDU) antreten. "Ich werde die Spitzenkandidatur nicht anstreben", sagte Walter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Ausgabe vom Freitag). Aus seiner Sicht gebe es in der SPD "einen optimaleren Kandidaten", der deutlich bessere Chancen habe als er, die Wahl in zwei Jahren zu gewinnen. Einen Namen wollte der Fraktionschef nicht nennen, aber auf die Frage, ob er sich den früheren Offenbacher Oberbürgermeister Gerhard Grandke als einen ausgezeichneten Bewerber vorstellen könne, sagte Walter wörtlich: "Ich kann mir das vorstellen."
Bisher galten neben Grandke, der nach zwölf Jahren als Oberbürgermeister am 1. Februar in die Geschäftsführung der OFB Projektentwicklung GmbH, einem Tochterunternehmen der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), gewechselt ist, Walter und die SPD-Landesvorsitzende Andrea Ypsilanti als denkbare Herausforderer von Roland Koch. Grandke selbst hat sich bisher nicht eindeutig zu einer eventuellen Kandidatur geäußert. Walter bekräftigte gestern, daß die Entscheidung über den Ministerpräsidentenkandidaten im November bei einem regulären SPD-Landesparteitag getroffen werde. Die Chancen für seine Partei, 2008, nach dann neun Jahren in der Opposition, wieder die Regierung zu stellen beurteilt der Fraktionsvorsitzende als sehr gut, wobei er sich sowohl eine Koalition mit den Grünen als auch mit der FDP vorstellen könne.
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