(openPR) erklärt der Parteivorsitzende Lothar Bisky:
01.07.2003 - Vor zehn Jahren begann in Bischofferode der Hungerstreik verzweifelter Kalikumpel für den Erhalt ihres Betriebes. Das war ein Signal, dass die Kumpel ihren Betrieb nicht kampflos aufgeben wollten. Danach nutzten viele weitere Belegschaften dieses Mittel im Kampf gegen die Vernichtung von Industriestandorten in Ostdeutschland. Trotz wechselnder Regierungen ist es bis heute nicht gelungen, ein Konzept für den Osten zu entwickeln.
Die PDS wird nicht nachlassen deutlich zu machen, dass es Alternativen gegen die Verödung ganzer Landschaften gibt, wie sie es beispielsweise mit ihrem Innovationsprojekt OST unterstreicht. Die Bundesrepublik braucht einen starken Osten, eine Allianz für Ausbildung, Arbeit und Ansiedlung.
Zur Erinnerung: Nachdem am 10. Dezember 1992 die Entscheidung fiel, die ostdeutschen Kaligruben-Standorte Merkers und Bischofferode zu schließen, wandten sich Thüringer Bergleute direkt an die Parteien, da die endgültige Stilllegung im Bundestag beschlossen wurde.
Heute vor 10 Jahren begann ein energischer und erbitterter Arbeitskampf der Kali-Kumpel in Bischofferode gegen die Stilllegung ihres Bergwerkes. Mit Presseaktionen, Unterschriftensammlungen und Kundgebungen nahmen jeweils bis zu 15.000 Menschen an diesem Kampf um Existenzen und Arbeit teil. Prominente Künstlerinnen und Künstler wie die Puhdys, Veronika Fischer, Angelika Weiz u.a. unterstützen die protestierenden Arbeiterinnen und Arbeiter bei der Suche nach einem Investor und gegen eine Entscheidung, an der sie nicht beteiligt wurden.







