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Tödliche Folgen der Flüchtlingspolitik

19.04.201308:34 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Tödliche Folgen der Flüchtlingspolitik

(openPR) NEU ERSCHIENEN
20. aktualisierte Auflage der Dokumentation
"Bundesdeutsche Flüchtlingspolitik und ihre tödlichen Folgen "
(1993 bis 2012)

Die zweibändige Dokumentation beschreibt über den Zeitraum der letzten 20 Jahre die katastrophalen Folgen der gesetzlichen Verschärfungen des bundesdeutschen Systems "Flüchtlingsabwehr" im Jahre 1993 (Art. 16a Grundgesetz, Asylverfahrensgesetz, Asylbewerberleistungsgesetz usw.). "Flüchtlingsabwehr" in Form eines gesetzlichen, behördlichen und gesellschaftlichen Räderwerks, das unverändert menschenunwürdige Bedingungen für Schutzsuchende erzeugt, wodurch viele zugrunde gehen, traumatisiert werden und / oder körperlich zu Schaden kommen.


Dokumentiert sind unter anderem Todesfälle und Verletzungen von Flüchtlingen vor, während und nach Abschiebungen sowie an den deutschen Grenzen – aber auch infolge rassistischer Angriffe aus der Bevölkerung (über 6500 Geschehnisse).



Während die absoluten Zahlen der vollendeten Suizide in den letzten 12 Jahren zurückgegangen sind, sind die Zahlen der Selbstverletzungen und die Selbsttötungsversuche gleichbleibend hoch. Die Gründe dafür sind neben der existentiellen Angst vor der Deportation und dem jahrelangen traumatisierenden Zustand des Wartens und Hoffens auf ein Bleiberecht auch die zerstörerischen Lebensbedingungen der Flüchtlinge in den Lagern und Heimen. Suizidversuche und Selbstverletzungen als Ausdruck der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, aber oft auch Ausdruck des Protestes.
Ein Weg, den die Menschen wählen, weil sie keine andere Möglichkeit haben sich zu wehren. Dies wird besonders deutlich in Abschiebegefängnissen, wo Gefangene lebensgefährliche Hunger- oder Durststreiks durchführen, sich "kontrolliert" strangulieren, gefährliche Gegenstände schlukken oder sich Schnittverletzungen zufügen, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und die Abschiebung zu verhindern.
Über den Zeitraum der letzten 20 Jahre sind in der Dokumentation über tausend Selbstverletzungen und Suizidversuche registriert. Die Dunkelziffer wird erheblich höher sein, zumal es offizielle Statistiken zu Selbstverletzungen nicht gibt – oft nicht einmal in staatlichen Einrichtungen wie den Abschiebegefängnissen.

"We will rise!"

Eine große Chance, an diesen festgefahrenen Verhältnissen zu rütteln und sie zu verändern, ergab sich, als nach dem Suizid des Iraners Mohammad Rahsepar im Januar 2012 iranische Flüchtlinge aus Würzburg den Kampf aufnahmen, um gegen die unmenschlichen Lebensbedingungen und die Asylgesetze öffentlich zu protestieren. Der Funke sprang über in andere Heime, Orte und Städte, und es entwickelte sich eine ganz neue kraftvolle, selbstbestimmte, bundesweite Flüchtlingsbewegung. Der Protest dauert bis heute an, und die Flüchtlinge werden nach eigenen Aussagen solange weitermachen "... bis unsere Forderungen erfüllt sind." (refugeetentaction.net)


Die Dokumentation umfaßt den Zeitraum vom 1.1.1993 bis 31.12.2012.

170 Flüchtlinge töteten sich angesichts ihrer drohenden Abschiebung oder starben bei dem Versuch, vor der Abschiebung zu fliehen, davon 64 Menschen in Abschiebehaft,
1071 Flüchtlinge verletzten sich aus Angst vor der Abschiebung oder aus Protest gegen die drohende Abschiebung (Risiko-Hungerstreiks) oder versuchten, sich umzubringen, davon befanden sich 610 Menschen in Abschiebehaft,
5 Flüchtlinge starben während der Abschiebung und
417 Flüchtlinge wurden durch Zwangsmaßnahmen oder Mißhandlungen während der Abschiebung verletzt,
32 Flüchtlinge kamen nach der Abschiebung in ihrem Herkunftsland zu Tode, und
562 Flüchtlinge wurden im Herkunftsland von Polizei oder Militär mißhandelt und gefoltert oder kamen aufgrund ihrer schweren Erkrankungen in Lebensgefahr,
71 Flüchtlinge verschwanden nach der Abschiebung spurlos,
182 Flüchtlinge starben auf dem Wege in die Bundesrepublik Deutschland oder an den Grenzen,
davon allein 131 an den deutschen Ost-Grenzen, 2 Personen trieben in der Neiße ab und sind seither vermißt,
533 Flüchtlinge erlitten beim Grenzübertritt Verletzungen, davon 303 an den deutschen Ost-Grenzen,
12 Flüchtlinge starben bei abschiebe-unabhängigen Polizeimaßnahmen,
15 Flüchtlinge starben durch unterlassene Hilfeleistung,
455 wurden durch Polizei oder Bewachungspersonal verletzt, davon 138 Flüchtlinge in Haft.
70 Flüchtlinge starben bei Bränden, Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte oder durch Gefahren in den Lagern,
873 Flüchtlinge wurden z.T. erheblich verletzt,
18 Flüchtlinge starben durch rassistische Angriffe auf der Straße und
825 Flüchtlinge wurden durch Überfälle auf der Straße verletzt.

Durch staatliche Maßnahmen der BRD kamen seit 1993 mindestens 414 Flüchtlinge ums Leben –
durch rassistische Übergriffe und die Unterbringung in Lagern (u.a. Anschläge, Brände) starben 88 Menschen

espanol, francais, english, türkce, deutsch
=> http://www.ari-berlin.org/doku/titel.htm

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