(openPR) Die Tarifverhandlungen werden zum Tarifstreit. Die Haltung der Arbeitgeber, in den ersten beiden Verhandlungsrunden in Potsdam kein Angebot vorzugelegen, sorgt in den Reihen der dbb jugend nrw für Entrüstung. "Wenn wir ehrlich sind, können wir nur feststellen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, als Herrn Bullerjahn klar zu machen, dass wir so nicht mit uns umgehen lassen. Die Zeiten des Feudalherrentums sind vorbei", erklärt Markus Schallenberg als Vorsitzender der dbb jugend in Nordrhein-Westfalen.
Dass die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot auf den Tisch legten sei ein Skandal, sagt Schallenberg in direkter Reaktion auf das Ergebnis der zweiten Verhandlungsrunde, die vorzeitig beendet wurde. "Wer in Anbetracht des demographischen Wandels meint, so könnte man junge Menschen für den Öffentlichen Dienst gewinnen, der weiß nicht, was los ist", fasst er die Wut der jungen Leute in den Verwaltungen, Krankenhäusern, bei der Polizei und in vielen anderen Bereichen über diesen Ausgang zusammen. Sie sind fest entschlossen, nun zu zeigen, wie und wo die Jugend im Öffentlichen Dienst verheizt wird.
Jetzt wollen die jungen Gewerkschafter Flagge zeigen: Sie rufen ihre Mitglieder zu zwei Mahnwachen auf. Die erste soll am Mittwoch, 20. Februar, zwischen 12 und 13 Uhr in Aachen vor der Universitätsklinik stattfinden. Gemeinsam mit der Kreisjugendgruppe der dbb jugend nrw in Aachen werden dort vor allem junge Pfleger- und Schwesternauszubildende deutlich machen, warum die Forderungen der Jugend nach Übernahme und eine angemessene Bezahlung begründet sind.
Eine zweite Mahnwache wird am Montag, 25. Februar, ab 10 Uhr vormittags vor der Staatskanzlei in Düsseldorf starten. In einer 24-Stunden-Mahnwache werden dort junge Leute aus den verschiedenen Berufsgruppen des Landesdienstes protestieren. "Auch in der Nacht werden wir dort nicht weichen und weiter unsere Flaggen hoch halten", kündigt Markus Schallenberg an. Polizisten, Feuerwehrleute und auch Beschäftigte aus den Finanzverwaltungen seien neben den vielen anderen Berufsgruppen aufgerufen, die Nacht für ihr Anliegen zu durchwachen und in der Staatskanzlei ihre Forderungen zu übergeben.
"Wir werden zu dieser Aktion auch alle Fraktionen und Parteien, politischen Jugendorganisationen und unsere eigenen Fachgewerkschaften und Kreisjugendgruppen zu Solidaritätsbesuchen einladen", kündigt Schallenberg ferner an. Schon jetzt ist klar, dass diese Mahnwachen ein Kraftakt werden, doch der sei offensichtlich notwendig, um den Arbeitgebern zu verdeutlichen, was der Öffentliche Dienst leiste und wie miserabel es junge Menschen heute ereilt, wenn sie sich beruflich für diesen Weg entscheiden.












