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Weiterhin friedliche Protestaktionen in Kardze, Polizei macht Razzien in Klöstern

27.06.201117:12 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Weiterhin friedliche Protestaktionen in Kardze, Polizei macht Razzien in Klöstern
Chunyi Lhamo vom Kloster Ganden Choeling
Chunyi Lhamo vom Kloster Ganden Choeling

(openPR) In Osttibet fordern Tibeter immer lauter die Rückkehr des Dalai Lama und auch Freiheit für Tibet, obwohl dies Schläge und Festnahme für sie bedeutet.

Am 19. Juni gingen Jamtuk Dolma und Dolma Palmo, zwei Nonnen des Klosters Nyimo Getsul, auf die Straßen von Kardze und forderten die Rückkehr des Dalai Lama und Freiheit für Tibet. Sofort stürzte sich die Polizei auf sie, schlug sie heftig und nahm sie dann fest.



Drei Nonnen, Lobsang Yangtso, Lobsang Khando und Thinley Dolma, aus dem Kloster Nyagae demonstrierten am 18. Juni auf dem Marktplatz von Kardze. Sie warfen Zettel in die Luft und riefen „Religionsfreiheit für Tibet“, „Land lebe der Dalai Lama, „Freiheit für Tibet“ und „Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet“. Umgehend nahm die Polizei sie fest und führte sie ab. Ihr weiteres Schicksal bleibt unbekannt.

Indessen haben die Behörden die Einschränkungen für die monastischen und für die Laiengemeinschaften verstärkt. Mönche und Nonnen in Kardze dürfen nicht mehr in die Stadt gehen, ohne vorher eine Erlaubnis eingeholt zu haben. Am 18. Juni drang die Polizei in einige der monastischen Einrichtungen in Kardze ein und registrierte auch die Telefonnummern vieler Mönche und Nonnen.

Bei einem weiteren Vorfall demonstrierte Chunyi Lhamo, eine Nonne des Klosters Gaden Choeling, friedlich auf dem Markt der Bezirkshauptstadt von Kardze. Sie hob eine handgemalte tibetische Nationalflagge in die Höhe und rief „Wir haben keine Freiheit in Tibet, wir wollen Freiheit für Tibet“ und „Lang lebe Seine Heiligkeit der Dalai Lama“. Sie verteilte auch Flugschriften mit der Forderung nach Freiheit. Die Polizei nahm sie auf der Stelle fest, weiter erfuhr man nichts mehr über sie.

Seit dem 6. Juni kam es zu einer ganzen Reihe von Demonstrationen in Kardze. Um die 26 Tibeter wurden in den letzten zwei Wochen festgenommen, darunter 9 Mönche aus diversen Klöstern und 15 Nonnen und eine weitere Tibeterin.

Am 23. Juni teilte Jampa Monlam vom Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD), Dharamsala mit: “Seit dem 6. Juni gab ständig Demonstrationen in der Gegend von Kardze, Unseren Informationen zufolge wurden über 60 Tibeter festgenommen, die meisten Mönche oder Ortsansässige. Besonders viele Protestaktionen gab es vom 17. - 19. Juni, manchmal zwei oder drei am Tag“.

Die chinesischen Behörden veranstalten eine ganze Reihe hochkarätiger Feiern zum 60. Jahrestag der „friedlichen Befreiung“ Tibets durch die Truppen der Volksbefreiungsarmee. „Im Vorfeld dazu nehmen sie gewisse tibetische Klöster ins Visier, die sie als Unruheherde betrachten. Sie intensivieren ihre Kontrollen“, äußerte ein Mitglied des Tibetischen Exilparlaments RFA gegenüber.

Indessen appellierte das Tibetische Parlament-im-Exil an die internationale Gemeinschaft, sich für die Freilassung der bei den friedlichen Demonstrationen in Osttibet Festgenommenen einzusetzen. Die zahlreichen Protestaktionen der Tibeter in allen drei traditionellen Provinzen Tibets seit 2008 sind Ausdruck ihrer tiefen Verbitterung über die fehlgeleitete Politik der chinesischen Regierung in Tibet, sagte der ständige Ausschuß des Parlaments.

Statt sich mit ihren Beschwerden zu befassen, erhebt die chinesische Regierung haltlose Anschuldigungen gegen die Tibeter, um sie zu unterdrücken, zu schlagen, festzunehmen, zu inhaftieren und ohne faire Gerichtsverfahren zu verurteilen, manchmal sogar zum Tode, fuhr das Parlament fort. Die Reihe der gegenwärtigen friedlichen Protestaktionen in Kardze sind der Widerhall der falschen Politik Chinas.

Das Parlament zeigte sich tief besorgt über das unsägliche Leid, das den Tibetern zugefügt wird, und ganz besonders um das Schicksal der über 22 Tibeter, die seit dem Beginn der Protestbekundungen am 6. Juni in Kardze festgenommen und gefoltert worden sind.

Quelle: Tibetan Centre for Human Rights and Democracy, www.tchrd.org

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