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Behörden schicken durch Folterung schwer gesundheitsgeschädigte Tibeter nach Hause

18.09.201209:32 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Behörden schicken durch Folterung schwer gesundheitsgeschädigte Tibeter nach Hause
Friedliche Demonstration der Mönche von Ba im März 2012
Friedliche Demonstration der Mönche von Ba im März 2012

(openPR) Im März 2012 veranstalteten Tibeter im Bezirk Gepa Sumdo oder Ba (chin. Tongde) in der TAP Tsolho (chin. Hainan), Provinz Qinghai, eine Protestaktion gegen die Politik Chinas in Tibet. Um diese friedliche Demonstration abzubrechen, warf die Polizei einen Sprengkörper in die Menge (1). Viele Tibeter trugen so schwere Verletzungen davon, daß sie in das nächste Krankenhaus gebracht werden mußten.



Jüngste Berichte lassen darauf schließen, daß einige der Opfer inzwischen nach Hause geschickt wurden, weil sich ihr Gesundheitszustand drastisch verschlimmert hat.

Am 14. März strömten Hunderte von Tibetern aus dem Bezirk Ba in der Kreisstadt zusammen, um gegen die chinesische Besetzung Tibets zu protestieren. Sie trugen Bilder der tibetischen Flagge mit sich und riefen „Free Tibet“. Es dauerte nicht lange, bis die chinesische Polizei 50 der protestierenden Mönche festnahm (2).

Als Reaktion hierauf kamen einen Tag später zahlreiche Tibeter vor dem Magistratsgebäude zusammen, um gegen dieses harte Vorgehen zu protestieren. Die Demonstrationen dauerten an, und drei Tage später hatten sich um die 300 Tibeter vor den Gebäuden der Bezirksverwaltung angesammelt. Sie forderten die Freilassung der festgenommenen Mönche. Die Antwort der Polizei war, daß sie Sprengkörper auf die Demonstrierenden warf.

Ein Tibeter aus der Gegend, der jetzt in Südindien lebt, teilte mit, daß bei dem Vorfall ein 12jähriges Kind getötet wurde und sehr viele Verletzte ins Krankenhaus kamen. Einen Mann, der zur Behandlung eingeliefert wurde, wiesen die Behörden jedoch ab.

„Gyari Thar, einer der am schlimmsten Verletzten, war in einem kritischen Zustand, trotzdem schickten die Behörden ihn nach Hause. Er ist immer noch bewegungsunfähig, kann nicht sprechen und muß durch einen Schlauch ernährt werden. Seine Angehörigen machen sich große Sorge um ihn.“

Von Tag zu Tag verschlechtert sich sein Zustand. Die Bezirksverwaltung von Ba beschloß, die Familie von Gyari Thar mit einer Summe von 250.000 Yuan zu entschädigen und ihr Wohnraum von 120 qm zur Verfügung zu stellen. Außerdem kommt die Regierung für die medizinischen Kosten auf.

Keine Behandlung schlug jedoch an und sein Zustand wird immer schlechter, es besteht wenig Hoffnung, daß er überleben wird.

Ferner wurde berichtet, daß elf Mönche des Klosters von Dege, die 2008 demonstriert und Flugblätter für die Unabhängigkeit Tibets verteilt hatten, damals festgenommen, zu verschieden langen Haftstrafen verurteilt und zur Verbüßung ihrer Strafen ins Gefängnis Mianyang verbracht wurden.

Zwei der inhaftierten Mönche wurden so schwer gefoltert, daß man sie wegen ihres prekären Gesundheitszustandes entließ. Die Lokalbehörden hätten eine Information herausgegeben, daß der 30jährige Yeshi Gyaltso teilweise gelähmt und psychisch instabil sei. Mönchsbeamte des Klosters Dege ließen ihn in das Krankenhaus nach Kangding einliefern, doch die Behandlung brachte keinen Erfolg, und er wurde in seine Heimatstadt zurückgeschickt.

Einer offiziellen Information zufolge befindet sich auch der 40jährige Mönch Jampa Wangjiu, der eine ernste Beinverletzung davontrug, in kritischem Zustand. Das Kloster von Dege schickte ihn nach Kangding ins Krankenhaus, aber ohne Erfolg, er kam zurück in seine Heimatstadt. Das Kloster und die dort ansässigen Tibeter sammeln Geld, damit beide eine bessere Behandlung erhalten sollen, aber ihr Zustand wird trotzdem immer schlimmer.

Die Fälle von brutaler Behandlung durch die Polizei in Tibet nehmen ständig zu. Friedliche Demonstranten werden ins Gefängnis gesteckt, weil sie angeblich die „nationale Sicherheit“ gefährdeten und „Terrorakte“ verübten. Dort werden sie physisch und psychisch so stark gefoltert, bis sie kaum noch am Leben sind, und in diesem Zustand schickt man sie dann nach Hause.

(1) 17. März 2012, „Dutzende Tibeter bei einem Polizeieinsatz mit Sprengstoff und Tränengas verletzt“, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2012/Gepasumdo_19.3.html

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