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Tibeter in Yushu protestieren gegen die Enteignung ihres Landbesitzes

11.04.201116:50 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Tibeter in Yushu protestieren gegen die Enteignung ihres Landbesitzes
Tibeter in einem Trümmerfeld nach dem Erdbeben
Tibeter in einem Trümmerfeld nach dem Erdbeben

(openPR) Chinesische Polizei nimmt Demonstranten im Hinblick auf den Besuch des Premierministers fest

In der vor einem Jahr von einem Erbeben verwüsteten Gegend Yushu protestierten vergangene Woche Tibeter gegen die Beschlagnahmung ihrer Grundstücke zum Zwecke der Neugestaltung der Stadt. Chinesische Sicherheitskräfte setzten der Aktion ein gewaltsames Ende, wie aus dortigen Quellen verlautet (1).



Viele der Demonstranten trugen Verletzungen davon, mehrere wurden festgenommen, als etwa 500 bewaffnete Polizeikräfte über sie herfielen.

Bei dem Erdbeben, das im April 2010 die tibetische Präfektur Yushu in der Provinz Qinghai heimsuchte und etwa 3.000 Todesopfer forderte, wurde die Stadt Jyekundu, auch Gyegu genannt, völlig zerstört.

Wie ein Bewohner der Gegend, der anonym bleiben möchte, mitteilte, organisierten am 2. April 2011 etwa 300 Tibeter einen Sitzstreiks an einer der Hauptkreuzungen der Stadt, um dagegen zu protestieren, daß die Regierung ihnen ihre Grundstücke weggenommen hat. „Einige ihrer Wohnungsgrundstücke wurden konfisziert“, sagte der Mann (2).

„Viele der Teilnehmer an dem Sitzstreik klagten, daß ihre Grundstücke, obwohl sie deren rechtmäßige Eigentümer sind, von Beamten der städtischen Ämter verkauft oder von der Regierung aus nicht zu rechtfertigenden Gründen beschlagnahmt worden seien. Einige Felder sind für den Straßenbau enteignet worden“, fügte er hinzu.

„Den Grundbesitzern wurde eine Abfindung zugesichert, aber bisher wurden sie nicht angemessen entschädigt“, fuhr er fort, „sie fordern Gerechtigkeit und daß man fair mit ihnen umgeht“.

Die Behörden forderten die Demonstranten auf, sich zu entfernen, weil der chinesische Premierminister Wen Jiabao demnächst die Gegend besuchen würde, berichtete ein anderer Einwohner. „Als die Protestaktion auch am 3. April weiterging, erschienen um 21 Uhr um die 500 bewaffnete Polizisten und griffen die an dem Sitzstreik Beteiligten an“.

„Sie wurden geschlagen, und viele trugen Verletzungen davon. Mehrere wurden auch abgeführt und festgenommen“. „Später ging ich noch mal zu der Stelle, wo die chinesischen Sicherheitskräfte auf uns eingeschlagen hatten und sah überall Blutspuren“, sagte ein Teilnehmer an der Demonstration. „Ich sah nirgendwo mehr Demonstranten, aber die Tibeter sind fest entschlossen, ihre Protestaktionen solange fortzusetzen, bis das Land den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben wird“.

Von einem anderen Einwohner verlautet, daß etwa 40 Tibeter in der Nacht des 3. Aprils festgenommen wurden, von denen am 5. April dann etwa ein Dutzend wieder freigelassen wurde. „Etwa 60 von uns trafen sich daraufhin und beschlossen, daß es wichtig sei, in friedlicher Weise an die Bezirksverwaltung zu appellieren“.

Die Gründe für derartige Proteste sind laut einer Information auf der Website der tibetischen Exilregierung „in der unfairen Verteilung der Unterkünfte, der Bebauung von Land, das den Tibetern gehört, durch den Staat, der Vereinnahmung von Land durch die Regierung zum Zwecke des Straßenbau, und dem Verkauf der Grundstücke der Tibeter unter dem Vorwand, die Besitzer könnten nicht ermittelt werden“, zu suchen.

„Ein dort ansässiger tibetischer Geschäftsmann namens Karma und eine Nonne, die unter dem Verdacht stehen, den Protest organisiert zu haben, wurden verhaftet“, heißt es dort weiter.

(1) 25. April 2010, Die Reaktion Chinas auf das Erdbeben in Yushu entfremdet die Tibeter nur noch mehr“, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/ctc/2010/Erdbeben-Entfremdung_25.4.html

(2) 3. Juni 2010, „Tibeter in Kyegudo protestieren gegen die Enteignungspläne der Regierung“, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/KyeguProtest_6.6.html

Quelle: Radio Free Asia, www.rfa.org

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