(openPR) Presseinformation
29. Juni 2005
Hilfe für die Tsunami-Opfer trägt Früchte
Save the Children legt 6-Monatsbericht vor
Sechs Monate nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien und Teilen Ostafrikas hat die Hilfsorganisation Save the Children jetzt einen ersten Bericht über die Fortschritte der Hilfe vorgelegt. Die Not von rund 650.000 Menschen, darunter 250.000 Kindern, konnte mit Spenden aus aller Welt gelindert werden. Kinder und deren Familien wurden mit Essen, Wasser und Medizin versorgt sowie in Notunterkünften untergebracht und geschützt. 7.000 von ihren Eltern getrennte Kinder und ihre Familien konnten wieder zusammengeführt werden.
Größtes humanitäre Projekt in 85-jähriger Geschichte
Die Hilfe in der Tsunami-Region stellt das größte humanitäre Projekt in der 85-jährigen Geschichte von Save the Children dar. Die Organisation verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Region. Durch das schnelle Eingreifen konnte eine zweite Welle von Opfern durch Mangel¬ernährung und Krankheit verhindert werden, die viele Experten nach der Flut vorhergesagt hatten. Mit der Veröffentlichung des Reports will Save the Children seinen tausenden Spendern zeigen, dass ihr Geld sinnvoll eingesetzt wurde. „Wie aus dem Bericht hervorgeht, flossen von jedem gespendeten Dollar 94 Cent in Wiederaufbau-Programme vor Ort“, so Burkhard Gnärig, CEO der International Save the Children Alliance.
Save the Children konzentriert ihre Arbeit auf die drei vom Tsunami am schwersten getroffenen Länder Indonesien, Sri Lanka und Indien. Zusätzlich werden Gemeinden in Thailand, Somalia und auf den Malediven unterstützt. Weltweit wurden 245 Millionen Dollar Spendengelder gesammelt, in den ersten fünf Monaten gingen bereits 35 Millionen Dollar in Form von akuter Versorgung in die betroffenen Gebiete. So wurden allein in Indonesien fast 8.000 Tonnen Essen an 292.000 Bedürftige verteilt, und 27.000 Versorgungspakete mit der Grundausstattung für die Essenszubereitung und ein Notobdach ausgeliefert. Zudem entstand an 155 Standpunkten ein „Bares für Arbeit“ Programm, durch das 17.800 Menschen ihr Einkommen durch Arbeit sichern können.
Hilfe zur Selbsthilfe
Nach der anfänglichen ad-hoc Hilfe in der Krisenregion will das Kinderhilfswerk nun seinen Fokus auf langfristige Projekte richten. Im Rahmen eines Fünfjahres¬plans sollen in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern Schulen, Häuser und Gesundheitszentren wiederaufgebaut werden. Außerdem sollen mehr Menschen am „Bares für Arbeit“ Programm teilnehmen können und Kleinkredite für die Sicherung ihrer Existenz erhalten.
„Trotz unserer Erfolge sehen wir noch viele Herausforderungen in den kommenden fünf Jahren, wenn unser Schwerpunkt sich von der Nothilfe auf den Wiederaufbau und die Genesung der Region verlagern wird“, so Gnärig. „Die Wiedererrichtung der Infrastruktur muss schneller vorangehen: lokale und nationale Behörden sollten mit der Umsetzung ihrer Pläne beginnen, damit Save the Children und andere Helfer sowie die Gemeinden selbst sie mit praktischer Erfahrung, Personal und finanziellen Mitteln unterstützen können.“
Save the Children
Das Kinderhilfswerk Save the Children wurde 1919 von der Lehrerin Eglantyne Jebb in Großbritannien gegründet. Ziel war es, Kindern zu helfen, die unter Hunger und Armut litten. Kinder in Deutschland, deren Familien nach dem ersten Weltkrieg alles verloren hatten, gehörten zu den ersten Empfängern von Hilfeleistungen. Die von der Gründerin 1923 verfasste Erklärung der Rechte des Kindes wurde vom Völkerbund angenommen und bildet die Grundlage für die Konvention über die Rechte des Kindes, die 1989 von den Vereinten Nationen und 1991 vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde. 1997 erhielt Save the Children zusammen mit anderen Organisationen den Friedensnobelpreis für ihre Kampagne gegen Landminen. Save the Children führt weltweit langfristige Programme mit und für Kinder durch, um ihnen eine realistische Chance auf eine bessere Zukunft zu eröffnen. Dabei setzt sie sich für Bildung, Gesundheit, die Bekämpfung von Armut und gegen Gewalt und Missbrauch ein. Seit Oktober 2004 ist die Organisation auch in Deutschland vertreten.












