(openPR) Wiesbaden. 21.12.05. Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat sich in einem Gespräch mit Radio Klinikfunk Wiesbaden e. V. dafür ausgesprochen, dass die Öffentlichkeit noch mehr Bewusstsein für die Erdbebenopfer von Pakistan und Indien entwickeln muss. Jetzt, wo sich der Jahrestag der Tsunami-Katastrophe in Südostasien nähert, bei der gerade die Deutschen eine große Solidarität gezeigt haben, sei es wichtig, dass man auch mit Blick auf Pakistan nicht ruhe. Denn: „Beim Tsunami war es so, dass durch die internationale Hilfe anschließend kein Mensch mehr zu Schaden gekommen ist, keine Seuche die Menschen mehr dahingerafft hat. Und in Pakistan ist die Gefahr groß, dass, nachdem das Beben schon 73.000 Opfer gekostet hat, die Menschen nun erfrieren in der Kälte, der sie ausgesetzt sind.“ Da sei Hilfe noch notwendig, „damit die Menschen anschließend nicht sterben“, so die Bundesministerin.
In dem Interview äußerte sich Wieczorek-Zeul ebenfalls zur aufgekommenen Kritik von verschiedenen Hilfsorganisationen an der Vergabe von Hilfszahlungen der Bundesregierung unmittelbar nach der Tsunami-Katastrophe. Wie „Spiegel-Online“ berichtete, hatten unter anderem Caritas und das Deutsche Rote Kreuz bemängelt, dass die Bundesregierung zusätzlich zu den 670 Millionen Euro privaten Spenden aus Deutschland, noch einmal 500 Millionen Euro an Soforthilfe auf den Weg gebracht hat. Jetzt, wo die Spendenbereitschaft der Deutschen für die Erdbebenopfer aus Pakistan nicht so hoch sei, hätte die Regierung lieber hier einen höheren Anteil an Sofortmaßnahmen auf den Weg bringen sollen, heißt es in der Kritik. „Diese Kritik ist bei einer Pressekonferenz der entsprechenden Organisationen am Dienstag ja nicht aufrecht erhalten worden“, korrigierte Wieczorek-Zeul die Aussagen. „Es wäre ja auch absurd: Wir können als Bundesregierung, wenn wir von einer Katastrophe erfahren, nicht abwarten, wie viel gespendet wird, und dann entscheiden, ob wir auch helfen.“ Schließlich gehe es darum, dass möglichst schnell Menschenleben gerettet werden. Und deswegen ist die Ministerin absolut begeistert von der großen Unterstützung nach dem Tsunami. „Dass es in Deutschland möglich war, dass 670 Millionen Euro von Privatpersonen und teilweise auch Leuten, die es wirklich nicht Dicke haben, gegeben werden, finde ich einfach ein wunderbares Zeichen des Engagements.“
Das Interview führte Radio Klinikfunk Wiesbaden am heutigen Mittwoch. Das Patientenradio der Wiesbadener Dr. Horst-Schmidt-Kliniken sprach mit der Bundesministerin und Bundestagsabgeordneten der Stadt Wiesbaden auch über ihre persönlichen Jahreshighlights 2005 und das diesjährige Weihnachtsfest.
Das komplette Interview zum Nachlesen und auch zum Anhören gibt es auf www.klinikfunk.de
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