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GEORG-KOLBE-MUSEUM FEIERT DIE FIGURATIVE BILDHAUEREI

08.06.201008:44 UhrKunst & Kultur
Bild: GEORG-KOLBE-MUSEUM FEIERT DIE FIGURATIVE BILDHAUEREI
Iris Kettner, M#6, 2008, Kleidung, Textilien, Klebeband, Holz-/Metallgerüst, Höhe 165 cm, Foto: Die Künstlerin
Iris Kettner, M#6, 2008, Kleidung, Textilien, Klebeband, Holz-/Metallgerüst, Höhe 165 cm, Foto: Die Künstlerin

(openPR) Am 18. Juni 1950 öffnete das Georg-Kolbe-Museum seine Pforten, als erste Museumsinstitution nach Kriegsende im Westteil Berlins. Das Bildhauermuseum im ehemaligen Atelier von Georg Kolbe, widmete sich anfangs ausschließlich dem Werk seines Stifters. Seit 1978 präsentiert es eine abwechslungsreiche Folge von Ausstellungen zur Bildhauerei des 20. Jahrhunderts.



In der Jubiläumsausstellung werden Werke aus der frühen Moderne zeitgenössischen Arbeiten gegenübergegenübergestellt. Die Jahre 1910 und 2010 stehen jeweils für eine Neubesinnung auf das Menschenbild. Ein Spektrum von circa zwanzig Skulpturen macht die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten des plastischen Menschenbildes im zeitlichen Abstand eines Jahrhunderts greifbar.

Die Generation von Georg Kolbe stellte am Anfang des 20. Jahrhunderts das autonome Menschenbild ins Zentrum ihres Schaffens: die von formalen und inhaltlichen Bindungen – sowie auch meist vom Kostüm – befreite Figur. Vor allem wandte sie sich damit gegen den wilhelminischen Denkmalsboom. Die ausgestellten Statuen zeigen die Spannweite neoklassischer, idealistischer und expressionistischer Gestaltung. Neben der Ganzfigur entwickelte sich damals auch der Torso; somit wird die Idealgestalt mit dem zerstückelten Körper konfrontiert.

Aus dieser Zeit werden lebensgroße Statuen von Ernesto de Fiori (1884 – 1945), Bernhard Hoetger (1874 – 1949), Fritz Klimsch (1870 – 1960), Georg Kolbe (1877 – 1947), Hugo Lederer (1871 – 1940), Wilhelm Lehmbruck (1881 – 1919) und Ernst Seger (1865-1939) gezeigt. In der Präsentation der Sammlung des Museums im Untergeschoss des Erweiterungsbaus wird der Schwerpunkt diesmal auf Werke gelegt, die vor 1920 entstanden sind.Im Dialog zu den Statuen vom Beginn des 20. Jahrhunderts stehen Beispiele zeitgenössischer figürlicher Bildhauerei, die in den letzen zehn Jahren eine ungeahnte Aktualität und Vielfalt entwickelt hat. Lange Zeit war sie im Kontext zeitgenössischer Kunstproduktion eher eine Marginalie. Zu schwer wog die historische Last der Indienstnahme des plastischen Menschenbildes durch die totalitären Regime des 20. Jahrhunderts. Erst die Überwindung der kulturpolitischen Gegensätze des Kalten Krieges in dem Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung führte zu einer wirklichen Neubewertung figürlicher Kunst. Unter diesen Vorzeichen befreite sich die figurative Bildhauerei in den Jahren 2000–2010 von ihrem ideologischen Ballast und gab einer ganzen Generation von Künstlern neue Impulse.

Ausgestellt werden Werke von Ubbo Enninga (*1955), John Isaacs (*1968), Christian Jankowski (*1968), Iris Kettner (*1968), Markus Leitsch (*1978), Robert Metzkes (*1954), Simon Schubert (*1976), Pia Stadtbäumer (*1959), Mathilde ter Heijne (*1969), Veronika Veit (*1968) und Klaus Winichner (*1967).

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