(openPR) Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zeigt Flagge bei Süddeutschlands größtem schwul-lesbischen Festival im Jahr 2010.
Nach dem hauptamtlichen Präsidenten des VfB Stuttgart e.V., Se-nator h.c. Erwin Staudt, pim Jahr 2009 übernimmt nun erstmals eine amtierende Bundesministerin die Schirmherrschaft zum Stutt-garter Christopher Street Day (CSD). Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) setzt als Bundesjustizministerin der schwarz-gelben Koalition ein wichtiges politisches und gesellschaft-liches Zeichen im Bezug auf gleiche Bürgerrechte von Lesben, Schwulen und Transgendern.
„Ich freue mich, als Bundesjustizministerin die Schirmherrschaft des diesjährigen CSD in Stuttgart zu übernehmen. Die Gleichstellung von Lesben und Schwulen ist ein Schwerpunkt meiner politischen Tätigkeit. Nach vier Jahren Stillstand wird die Bundesregierung die Situation von Lesben und Schwulen ganz konkret verbessern, indem gleichheitswidrige Regelungen etwa im Beamtenrecht oder im Einkommens- und Grunderwerbssteuerrecht abgebaut werden. Das ist Bürgerrechtspolitik im klassischen Sinn. Als Regierung tragen wir Verantwortung dafür, jeder Art von Diskriminierung in unserer Gesellschaft entgegenzutreten.“
„Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger be-zieht mit diesem Schritt ganz klar Stellung zur Gleichberechtigung von homosexuellen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in unserem Land“, so Christoph Michl, Vorstand der IG CSD Stuttgart e.V. „Ge-rade im ersten Regierungsjahr der konservativ-liberalen Koalition aus CDU und FDP im Bund ein Kabinettsmitglied für dieses ehren-volle Amt gewonnen zu haben, macht uns einerseits überaus stolz und gibt uns andererseits weitere Hoffnung für unsere harte politi-sche sowie gesellschaftliche Arbeit.“ Michl betont außerdem: „Auch für Baden-Württemberg kann diese Schirmherrschaft ein hoffent-lich deutliches Signal setzen – schließlich führt unser Bundesland leider immer noch die rote Laterne in Sachen Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen.“
Der CSD Stuttgart findet in diesem Jahr vom 23. Juli bis 01. August in der baden-württembergischen Landeshauptstadt statt. Unter dem Motto „schön wär’s!“ wird mit einer vielfältigen Programm- und Kulturwoche sowie zahlreichen Aktionen, Veranstaltungen und Publikationen auf die immer noch vorhandene Diskriminierungen und Probleme von Lesben, Schwulen und Transgendern in unserer Gesellschaft hingewiesen.
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wird an verschiedenen offizi-ellen Terminen im Rahmen der CSD Saison 2010 persönlich teil-nehmen. So sind Redebeiträge bei der CSD Eröffnungsgala am Samstag, den 24. Juli 2010 sowie auf der politischen Abschluss-kundgebung nach der CSD Parade am Samstag, den 31. Juli 2010 auf dem Stuttgarter Schlossplatz fest eingeplant.
Über das Amt
Die Schirmherrschaft zum CSD Stuttgart wird jährlich im Rotati-onsprinzip an eine andere politische Partei vergeben. Ausnahmen bilden Jahre – wie beispielsweise 2003 oder 2009 – in welchen Wahlen zum baden-württembergischen Landtag oder zum Deut-schen Bundestag anstehen. Sie soll Interessierten die Möglichkeit bieten, sich intensiv mit den Ansichten, Forderungen und Lösungs-vorschlägen einer Partei, Person oder Organisation im Bezug auf wichtige homosexuelle Themen auseinanderzusetzen. Die ver-schiedenen Reden sowie das schriftliche Grußwort, aber auch die Chance zur direkten Kontaktaufnahme mit der Schirmfrau oder dem Schirmherrn sollen tiefere Einblicke in das jeweilige Engage-ment bieten. Im Fokus stehen dabei immer der offene Dialog und die direkte Auseinandersetzung mit schwul-lesbischen Forderungen für eine gerechtere Gesellschaft.
Über Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist liberale Rechtspolitikerin, die von 1992 bis 1996 Bundesministerin der Justiz war. In ihrer parlamentarischen Tätigkeit für die liberale Bundestagsfraktion hat sie sich für die Bürgerrechte engagiert, u.a. als stellvertretende FDP Fraktionsvorsitzende, zuständig für den Bereich Innen und Recht. Mit Übernahme der Regierungsverantwortung durch Union und FDP ist Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in das Amt der Bundesjustizministerin zurückgekehrt.
Bisherige Schirmherren und –frauen
In den Vorjahren übernahmen ebenfalls honorige Personen aus Politik, Wirtschaft sowie Sport die Schirmherrschaft zum CSD Stuttgart: Heiner Geißler (CDU, 2000), Ute Kumpf (SPD, 2001), Rezzo Schlauch (Bündnis90/Die Grünen, 2002), Corinna Werwigk-Hertneck (FDP, 2003), Hans H. Pfeifer (City-Initiative Stuttgart e.V., 2004), Andreas Renner (CDU, 2005), Herta Däubler-Gmelin (SPD, 2006), Cem Özdemir (Grünen/Freie Europäische Allianz, 2007), Gabriele Zimmer (DIE.LINKE im Europäischen Parlament, 2008) sowie Erwin Staudt (Präsident des VfB Stuttgart e.V., 2009).

















