(openPR) Was an den Rohwarenmärkten derzeit passiert, ist schon fast pervers. Die Notenbanken der alten Industrieländer fluten mit frisch gedrucktem Geld den Finanzmarkt. Mit der Idee, der angeschlagenen Wirtschaft ausreichende Geldmengen und Kredite bereitzustellen, damit sie wieder auf die Beine kommt. Was passiert damit? Die Finanzindustrie spekuliert mit dem dank Leitzinsen nahe dem Nullpunkt kostenlos geliehenem Geld im grossen Stil in allen attraktiv scheinenden Märkten, u.a. in den Rohwaren. Ein abgehobener Goldpreis und ein verzerrter Ölpreis sind das Resultat. Letzteres erhöht u.a. das Handelsdefizit der USA, der grössten Wirtschafts-Macht und stärksten Ölverbraucher-Nation. Zu 48% wird das US-Handelsdefizit durch Ölimporte verursacht. Das zwingt die US-Notenbank zu Verdünnungs-Aktionen der US-Währung. Was wiederum die Flucht der Anleger aus dem an Wert verlierenden Dollar und hinein in Rohwaren anheizt. Das Rad dreht sich weiter. Vor diesem Hintergrund ist der derzeitige Heizölpreis und der an Wert verlierende Dollar zu sehen. Obwohl die Welt im Öl geradezu schwimmt, obwohl die weltweite Nachfrage wegen der Kollateralschäden der Finanzkrise in der realen Wirtschaft auf das Niveau von 2005 gesunken ist, obwohl die OPEC-Staaten über Millionen Barrel unangetasteter Förderreserven pro Tag verfügen, obwohl weit und breit kein Versorgungs-Engpass auffindbar ist, wird der Ölpreis auf die beschriebene Weise hochgetrieben. Vor allem zum Wohl der Finanzwelt. Vor allem zum Schaden der BürgerInnen, die über hohe Rohwarenpreise eine Art neue Konsum-Steuer auf Rohwaren bezahlen. Apropos Steuern: Ab 1. Januar verlangt die Schweiz von Ihren BürgerInnen eine verdreifachte CO2-Abgabe auf Brennstoffen wie Heizöl. Das verteuert über Nacht 100 Liter Heizöl um CHF 6.36. Wenn Sie noch bis 31.12. eine Lieferung erhalten wollen, müssen Sie jetzt bestellen, wenn Sie von der geringeren Abgabe noch profitieren wollen. Ab kommender Woche können wir keine rechtzeitigen Lieferungen vor Jahresende mehr garantieren. Sämtliche Lieferungen ab 1.1.2010 werden ab dann zu den höheren Gebühren abgerechnet.

























