(openPR) Mit einigen Tagen Verspätung reagieren die Rohwarenbörsen mit Ölpreis-Aufschlägen auf die breit angelegte türkische Invasion Nordiraks. Es wird derzeit darauf spekuliert, dass diese Versorgungslinie während der Kämpfe gegen die Mitglieder der PKK unterbrochen werden könnte. Für den steigenden Ölpreis wird aber vor allem die miserable Raffinerie-Verfübarkeit in den USA verantwortlich gemacht. Sie liegt derzeit noch bei 83.5%, was in den kommenden Wochen für eine angespanntere Vorratslage sorgen könnte. Preistreibend wirkt auch der erneute Wintereinbruch im Nordosten der USA – auch er wird die Heizöl-Vorräte der wichtigsten Heizöl-Verbrauchs-Region dezimieren. Zusammen mit den ständigen Krisenherden der Ölwelt, Nigeria, Venezuela, Iran und Irak engt dies den Spielraum für deutlich günstigere Heizölpreise in den nächsten Wochen ein. Preissenkend wirken aber grundsätzlich die aktuellen Nachfrageprognosen der Internationalen Energie-Agentur sowie der OPEC. Sie gehen von einer Abschwächung aus. Das wirtschaftliche Klima hat sich wegen der US-Finanzkrise abgekühlt, die US-Notenbank versucht mit günstigeren Leitzinsen ebenso eine Rezession zu verhindern wie die Regierung mit konsumsteigernden Steuer-Erleichterungen. Ob eine ‚weiche Landung’ gelingt, zeigen die kommenden Monate. Wenn Sie demnächst Heizöl benötigen, sieht die Ausgangslage für eine ergänzende Teilmengen-Lieferung weiter ungemütlich aus. Mit einem nacnhaltigen Ölpreis-Zerfall ist in absehbarer Zeit kaum zu rechnen. Für neue Impulse könnte beim nächsten Ministertreffen anfangs März eine Beibehaltung oder Ausweitung der OPEC-Fördermengen sorgen, obwohl die Rohöl-Produktion weniger das Problem in der Versorgungskette ist als die Verarbeitung in die raffinierten Endprodukte.













