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JuLis - Prävention statt Kontrollen – Alkohol-Testkäufe keine Lösung

04.06.200915:54 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: JuLis - Prävention statt Kontrollen – Alkohol-Testkäufe keine Lösung

(openPR) Osnabrück. Die Jungen Liberalen Osnabrück-Stadt warnen davor, die Auswirkungen von Alkohol-Testkäufen auf den Trend zu Alkoholexzessen zu überschätzen. Durch den Einsatz minderjähriger Testkäufer sollen Verstöße gegen die Jugendschutzvorschriften aufgedeckt werden, um zu verhindern, dass minderjährige Jugendliche in Supermärkten und an Tankstellen Alkohol kaufen können. So soll der Alkoholkonsum der Jugendlichen reduziert werden. Die Osnabrücker JuLis halten derartige Testkäufe für wenig sinnvoll und setzen stattdessen auf Aufklärung der Jugendlichen und Prävention.



Hierzu erklärt Charlotte Winkler, Vorsitzende der JuLis Osnabrück-Stadt: „Dem Trend des Koma-Saufens und der Alkoholexzesse muss dringend entgegengewirkt werden. Die Forderung nach einem verstärkten Einsatz von Testkäufern geht aber am Kern des Problems vorbei. Die Verstöße des Handels gegen den Jugendschutz sind nicht die Ursache für die Exzesse.“

Die Jungen Liberalen aus Osnabrück halten Testkäufe daher nicht für die richtige Strategie, um den Alkoholkonsum der Jugendlichen zu reduzieren. „Wenn ein Jugendlicher Alkohol konsumieren möchte und sich diesen im Einzelhandel aufgrund seiner Minderjährigkeit nicht selber kaufen kann, dann lässt er ihn sich doch von älteren Geschwistern oder Freunden besorgen. Mit der Forderung nach Testkäufen macht man es sich hier zu einfach“, so Winkler weiter.

Die Jungen Liberalen Osnabrück-Stadt finden es angesichts der bisherigen Resultate zudem sehr zweifelhaft die Testkäufe als Erfolgsmodell zu bewerten. Bisher wurden in Osnabrück zweimal Testkäufe durchgeführt: Beim ersten Testkauf konnten die Jugendlichen in 49 % der Geschäfte Alkohol erwerben, beim zweiten Mal noch in 42 % der Geschäfte. Die große Mehrheit der Einzelhändler ließ sich durch die Kontrollkäufe also nicht zu einem Umdenken bewegen. Häufig wurde allerdings auch gar nicht vorsätzlich gegen die gesetzlichen Vorschriften verstoßen, sondern schlicht das Alter des Käufers falsch berechnet. Es ist daher dringend erforderlich, die Geschäftsführer in den Supermärkten und die Tankstellenbetreiber noch nachhaltiger zu verpflichten, von ihrem Personal die Einhaltung des Jugendschutzes zu verlangen und regelmäßig auf die relevanten Altersgrenzen hinzuweisen.

Vorzugswürdig ist es aus Sicht der Osnabrücker JuLis, die Jugendlichen intensiver über die Folgen eines exzessiven Alkoholkonsums aufzuklären. Durch eine gezielte Prävention könnte dem Trend zu Alkoholexzessen entgegen gewirkt werden. Ziel muss es dabei sein, die Jugendlichen zu einem verantwortungsbewussten Genuss von Alkohol zu erziehen. Strenge Verbote und strikte Kontrollen sind hier wenig hilfreich. Es ist vielmehr auf einen offenen Dialog mit den Jugendlichen und deren Einsichtsfähigkeit zu setzen. Wünschenswert wäre es daher zum Beispiel, die Präventionsarbeit der Caritas stärker als bisher zu fördern. Die überzeugenden Konzepte der Caritas und die engagierte Arbeit im Bereich der Alkoholprävention tragen dazu bei, die Jugendlichen nachhaltig im Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren. Die Gefahren des Alkoholkonsums enden eben auch nicht mit der Volljährigkeit. Wenn die Jugendlichen aber gar kein Bedürfnis mehr haben, sich zu betrinken, dann spielt die Einhaltung der Jugendschutzvorschriften nur noch eine untergeordnete Rolle.

Sollte trotz aller Bedenken an der Durchführung von Testkäufen festgehalten werden, dann dürfen hierfür aus Sicht des Osnabrücker JuLis aber auf keinen Fall minderjährige Testkäufer als Versuchskaninchen missbraucht werden. Die Kontrollen sollten dann – wie bei den Kontrollen des Osnabrücker Fachbereichs Bürger und Ordnung - von Fachoberschülern der Polizei durchgeführt werden.

Genau so wenig wie beim Alkohol kann das Konzept der Testkäufe übrigens im Hinblick auf Tabakwaren oder sogenannte Killerspiele überzeugen.

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