(openPR) Repräsentativ-Umfrage: Drei Viertel der Bevölkerung sorgt sich um bezahlbare Wohnungen in Großstädten
München (01. April 2009) – Fast alle Deutschen (97%) sind der Meinung, dass Sozialwohnungen auch in Zukunft benötigt werden. 75 Prozent befürchten, dass es in Großstädten in Zukunft zu wenige bezahlbare Wohnungen geben wird. Das geht aus dem Mietwohn-Index des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) hervor, der im März 2009 zum vierten Mal durchgeführt wurde.
Insbesondere Geringverdiener (82%) und Mieter (81%) fürchten um bezahlbaren Wohnraum in Großstädten. „Das ist nicht verwunderlich. Die Mietpreise gerade in Ballungszentren steigen stetig an“, kommentiert Verbandsvorstand Xaver Kroner das Ergebnis. Zugleich sinkt die Neubauleistung kontinuierlich. So hat sich die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Bayern 2008 gegenüber dem bisherigen historischen Tiefstand 2007 noch einmal um 18 Prozent auf 36.234 Wohnungen reduziert. „Hier braut sich gehörig was zusammen“, so Kroner.
Zu wenig Wohnraum für Familien und Senioren befürchtet
Angst vor zu wenig familiengerechtem Wohnraum haben mit 90 Prozent vor allem 30-39-Jährige (Schnitt 79%). 74 Prozent der Bevölkerung befürchten, dass es in den nächsten Jahren nicht genügend altengerechte Wohnungen mit unterstützendem Serviceangebot wie Hilfen bei der Wohnungsreinigung, Einkaufshilfe oder Vermittlung häuslicher Pflegeleistungen geben wird.
Hier sieht der Verband einen Zielkonflikt mit der gerade beschlossenen Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009). Die energetischen Anforderungen an Neubauten und für die Modernisierung von Altbauten wurden erneut angehoben. „Die EnEV 2009 schwächt die Investitionskraft der Wohnungsunternehmen erheblich“, kritisiert Kroner. Die hohen Kosten für energetische Sanierungen gingen zu Lasten anderer Maßnahmen wie altengerechte Umbauten und Wohnungsneubau.
Bedeutung von sozialen Angeboten zur besseren Integration steigt
71 Prozent der Befragten halten Maßnahmen zur besseren Integration in Wohngebieten mit höherem Ausländeranteil für immer wichtiger – in Großstädten sind es sogar 78 Prozent. In Westdeutschland sind es mit 73 Prozent knapp zehn Prozent mehr als in Ostdeutschland.
Die Umfrage Mietwohn-Index wurde von der GfK Marktforschung im Auftrag des VdW Bayern im März 2009 zum vierten Mal durchgeführt. Das Marktforschungsinstitut interviewte rund 1.000 Männer und Frauen ab 14 Jahren aus ganz Deutschland.
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