(openPR) STUTTGART, 17.11.2008. „Die Landeswasserversorgung und die Bodenseewasserversorgung stellen Ihre US-Cross-Border-Lease-Verträge auf eine neue Grundlage“- so ließen die beiden großen süddeutschen Trinkwasserversorger Ende September noch großspurig verlauten. Es schien fast so, als handle es sich bei dieser Meldung um eine belanglose und alltägliche Angelegenheit, der Erwähnung fast nicht wert. Die Wirklichkeit sieht derweil anders aus. Nachdem ein am Cross-Border-Geschäft beteiligter Finanzpartner in der Bonität herabgestuft worden ist, sollte am 14. Oktober mittels europaweiter Ausschreibung schnell ein bonitätsstarker Ersatz gefunden werden, um dadurch „erhebliche wirtschaftliche Schäden abzuwenden“.
Dass nun am 24. Oktober das öffentliche Ausschreibungsverfahren „aufgrund schwerwiegender Gründe“ eingestellt wurde und durch ein Verhandlungsverfahren ohne vorherige öffentliche Vergabebekanntmachung ersetzt werden soll, sorgt beim stellvertretenden ödp-Landesvorsitzenden Gerd Eckhardt für reichlich Unbehagen. Gerd Eckhardt: „Die Beratungen und Abschlüsse der meisten Cross-Border-Verträge fanden größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dass nun im Zusammenhang mit einem CBL-Vertrag ein laufendes öffentliches Ausschreibungsverfahren gestoppt und stattdessen hinter verschlossenen Türen „ausgekartet“ werden soll, ist reichlich verwunderlich“. Gespannt wartet man derweil bei der ödp auf eine Begründung für den Wechsel der Ausschreibung. Doch selbst eine direkte Nachfrage seitens der ödp beim zuständigen Mitarbeiter der Landeswasserversorgung brachte nur wenig Aufklärung: „Kein Kommentar“ hieß es aus der Stuttgarter Zentrale lapidar. Eines scheint zwischenzeitlich allen klar: Beim millionenschweren Cross-Border-Leasing-Geschäft der Landeswasserversorgung läuft etwas ganz und gar nicht nach Plan.








