openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Ja zu Reformen gegen Arbeitslosigkeit. Nein zu Reformen gegen Arbeitslose

01.01.200410:00 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) 04.03.2004 - Über fünfzig Betroffene haben heute in Nürnberg gemeinsam mit der PDS unmittelbar vor der Bekanntgabe der Arbeitslosenzahlen vor und auf dem Gebäude der Bundesagentur mit zwei großen Spruchbändern gegen die Arbeitsmarktpolitik von Bundesregierung und Bundesagentur demonstriert. Dazu erklärt Gabi Zimmer, MdL, Europawahlkandidatin und frühere Vorsitzende der PDS:

Trotz verstärktem Druck auf die Arbeitslosen, trotz Bereinigung der Statistik waren im Februar 2004 über 4,64 Millionen Menschen ohne Arbeit. Eine Verbesserung jenseits statistischer Tricks ist nicht in Sicht.

Rot-Grün hat versagt. Keines der versprochenen Wundermittel hat nennenswert Arbeitsplätze geschaffen. Im Gegenteil: Inzwischen schaffen Personalserviceagenturen Arbeitslosigkeit.

Die Bundesagentur kommt aus den Negativschlagzeilen nicht heraus. Es ist zu befürchten, dass die Arbeitslosen, um die sich die Agentur eigentlich kümmern soll, vor lauter Beraterverträgen, Imageproblemen, Kostenexplosionen mehr und mehr aus dem Blick geraten. Wer über Hundert Millionen Euro für den virtuellen Arbeitsmarkt ausgeben will, aber auf dem realen nichts zu Stande bringt, hat seinen Job verfehlt! Hartz I bis IV mit seiner Deregulierung des Arbeitsmarktes und der Aushöhlung der Tarifautonomie, mit der Erweiterung des Niedrigstlohnsektors und der Verschärfung der Zumutbarkeitsregelungen haben ebenso keine Existenz sichernden Arbeitsplätze geschaffen wie all die Vergünstigungen für die Wirtschaft (Steuersenkungen, moderate Tarifabschlüsse, Milliardensubventionen) deren Arbeitsplatzabbau gestoppt haben. Damit wird nicht die Arbeitslosigkeit, es werden die Arbeitslosen bekämpft.

Die PDS lehnt diese Politik der sklavischen Unterordnung unter die Profitinteressen des Großkapitals ab. Wir setzen stattdessen auf eine Politik

- der Stärkung der Massenkaufkraft und der öffentlichen Investitionen

- der Verkürzung der Wochen und -Lebensarbeitszeit

- der Entwicklung eines öffentlichen Non-Profit-Beschäftigungssektors Die PDS fordert als konkrete Schritte.

- eine aktive, politisch gestaltende Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik

- umgehende Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe

- Einführung einer 35-Stunden-Woche bei flexibler Gestaltung der Arbeitszeit

- Stärkung neuer sozial-ökologischer Entwicklungstrends verbunden mit einer innovativen Technologiepolitik

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 25880
 1516

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Ja zu Reformen gegen Arbeitslosigkeit. Nein zu Reformen gegen Arbeitslose“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von PDS

Wie viel Kapitalismus können wir uns noch leisten
Wie viel Kapitalismus können wir uns noch leisten
fragt sich Harald Werner, Sprecher des Parteivorstandes für Wirtschaft, Arbeit und Finanzen, nach dem er die Bilanzen des vergangenen Jahres und die Prognosen für das kommende bei Seite gelegt hat. 06.01.2003 - Die 30 führenden deutschen Konzerne im DAX haben im vergangenen Jahr 40 Prozent an Wert verloren. Und es war bereits das dritte Jahr mit derartigern Verlusten. Das hat es seit Ende des Zweiten Weltkrieges noch nicht gegeben. Normalbürger werden diesen Verlust von einigen Hundert Milliarden Euro nicht so ernst nehmen, zumal man sich da…
Staatliche Reichtumspflege oder Tariferhöhung im öffentlichen Dienst - beides zusammen geht nicht
Staatliche Reichtumspflege oder Tariferhöhung im öffentlichen Dienst - beides zusammen geht nicht
Harald Werner, gewerkschaftspolitischer Sprecher des PDS-Parteivorstandes, zum Beschluss der Schlichtungskommission für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst 06.01.2003 - Der Beschluss der Schlichtungskommission für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst kommt den Forderungen der Gewerkschaften weit entgegen, entspricht aber auch der volkswirtschaftlichen Vernunft. Umgerechnet auf die verlängerte Laufzeit des Tarifvertrages und eingedenk des Verzichts auf einen freien Tag werden die drei Prozent zwar nicht erreicht, aber die N…

Das könnte Sie auch interessieren:

NIEBEL: Ohne tiefgreifende Reformen droht weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit
NIEBEL: Ohne tiefgreifende Reformen droht weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit
… Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dirk : Die arbeitsmarktpolitische Bilanz der rot-grünen Koalition ist katastrophal. 30.000 Ausbildungsplätze fehlen, die Erwerbstätigenzahl sinkt, die Arbeitslosenzahl liegt mit 4,31 Millionen um fast 300.000 höher als im August des letzten Jahres. Weder Job-Aqtiv-Gesetz, Minijobs, Ich-AG noch Personal-Service-Agenturen …
Hartz-Reformen greifen nicht
Hartz-Reformen greifen nicht
09.07.2003 - Die neuesten Arbeitslosenzahlen belegen das beschäftigungspolitische Scheitern der so genannten Hartz-Reformen, meint Harald Werner, gewerkschaftspolitischer Sprecher der PDS. Ein differenzierter Blick auf die Statistik verrät, das die in Kraft getretenen Hartz-Gesetze lediglich 8.000 Arbeitsplätze geschaffen haben, während sie maßgeblich …
Chronische Arbeitslosigkeit geht in Deutschland seit 2006 deutlich zurück
Chronische Arbeitslosigkeit geht in Deutschland seit 2006 deutlich zurück
… berücksichtige dagegen auch diese Personen und liefere somit ein realistischeres Bild davon, wie viele Menschen nachhaltige Integrationsprobleme in Beschäftigung haben. Zu den chronisch Arbeitslosen gehören im Gegensatz zur Langzeitarbeitslosigkeit nicht nur Personen, die durchgängig zwölf Monate oder länger arbeitslos sind, sondern auch diejenigen, die eine …
NIEBEL: Clemnt muss Chaos in der Bundesagentur für Arbeit auflösen
NIEBEL: Clemnt muss Chaos in der Bundesagentur für Arbeit auflösen
BERLIN. Zu den Arbeitsmarktdaten für Januar erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Dirk : Trotz bereinigter Statistik ist die Arbeitslosenzahl seit Dezember um 282.000 gestiegen. Rund 4,6 Millionen Erwerbslose müssen erfahren, dass die bisherigen Reformen nichts bewirkt haben. Dennoch hat die Bundesregierung auf dem Arbeitsmarkt …
Keine Trendwende am Arbeitsmarkt
Keine Trendwende am Arbeitsmarkt
… NIEBEL: Die Arbeitsämter haben Daumenschrauben angesetzt und ihre rechtlichen Instrumente effektiver als in der Vergangenheit genutzt. Der überraschend hohe Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen hat seine Ursache leider nicht in einer besseren Beschäftigungssituation. Zahlreiche Arbeitslose haben sich in die Nichterwerbstätigkeit abgemeldet. Die Kartei wurde …
Ein Jahr nichts passiert – Kanzler macht Urlaub
Ein Jahr nichts passiert – Kanzler macht Urlaub
… vollkommen ergebnislos verstrichen. Schröder hat viel Spektakuläres angekündigt, aber noch ist kein einziges Gesetz beschlossen, das zu weniger Arbeitslosigkeit führen könnte. Deutschlands Arbeitslose haben Besseres verdient als diesen Ankündigungs-Kanzler. Wenn der Kanzler will, dass Wirtschaft und Verbraucher mit neuem Vertrauen ins Jahr 2004 gehen, …
Bild: Arbeitslosenstatistik ohne Wert?Bild: Arbeitslosenstatistik ohne Wert?
Arbeitslosenstatistik ohne Wert?
… werden um den Vermittlern mehr Freiraum zu geben und effizienter arbeiten zu können. Allerdings werden im Rahmen dieser Maßnahmen auch die Bestimmungen für die Arbeitslosenstatistik insofern geändert, dass nur noch die von der Bundesagentur für Arbeit betreuten Arbeitslosen auch in der Statistik auftauchen. Das „Klientel“ privater Vermittler soll jedoch …
VhU Geschäftsstelle Rhein-Main-Taunus zu den Arbeitsmarktzahlen im Februar 2017
VhU Geschäftsstelle Rhein-Main-Taunus zu den Arbeitsmarktzahlen im Februar 2017
Wiesbaden. Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Wiesbaden ist im Monat Februar 2017 rückläufig. 3.117 Menschen zeigten ihre Beschäftigungslosigkeit an, 3.305 Personen meldeten sich aus der Arbeitslosigkeit ab. Insgesamt waren im Februar 2017 im Bezirk der Agentur für Arbeit Wiesbaden 15.820 Menschen ohne Beschäftigung, 183 Personen weniger als …
Bild: SPD sollte mit breiter Brust auf ihre Reformagenda 2010 verweisenBild: SPD sollte mit breiter Brust auf ihre Reformagenda 2010 verweisen
SPD sollte mit breiter Brust auf ihre Reformagenda 2010 verweisen
… Überlegungen der SPD-Spitze, entscheidende Korrekturen an der Reformagenda 2010 vorzunehmen. So hat sich der Parteivorsitzende Kurt Beck dafür ausgesprochen, die Kürzung der Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld I zurückzunehmen. „Mit den Reformen ist der Druck auf die Arbeitnehmer gestiegen, sich im Fall der Arbeitslosigkeit schnell um eine neue Stelle zu …
Frostige Zeiten für Ich-AG-Gründer in Sicht: „Neues Modell ist ein herber Dämpfer für die deutsche Gründungskultur“
Frostige Zeiten für Ich-AG-Gründer in Sicht: „Neues Modell ist ein herber Dämpfer für die deutsche Gründungskultur“
Bonn, 18.05.06. Frostige Zeiten sieht der Herausgeber des führenden deutschen Ich-AG-Magazins „Ich-AG aktuell“ (www.ich-ag.de), Dr. Harald Feldkamp, auf gründungswillige Arbeitslose zukommen: „Das neue Modell ist ein herber Dämpfer für die deutsche Gründungskultur“, prophezeit Feldkamp. „Diese Ich-AG 2 wird nicht an die Erfolge des bisherigen Förderungsmodells …
Sie lesen gerade: Ja zu Reformen gegen Arbeitslosigkeit. Nein zu Reformen gegen Arbeitslose