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Abdullah, König von Saudi-Arabien besucht Berlin

08.11.200714:14 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Abdullah, König von Saudi-Arabien besucht Berlin

(openPR) Bis Freitag logiert der Herrscher von Saudi Arabien im Adlon in Berlin. 10 Flugzeuge waren nötig, nur um das wichtigste Reisegepäck für den König und seine Entourage – darunter vier Ehefrauen – nach Berlin zu transportieren.

In Berlin trifft Abdullah (83) zu politischen Gesprächen unter anderen mit Bundespräsident Horst Köhler, der Kanzlerin Angela Merkel und natürlich Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zusammen. Die Botschaft des Königreiches verbreitete schon im Vorfeld das der König im Adlon logiert und was alles nach Berlin gekarrt wird um die Bedürfnisse der Königsfamilie zu befriedigen.



Dabei wird es beim Staatsbesuch in Deutschland vor allem um die komplizierte Situation im Nahen Osten, sowie um das sehr gespannte Verhältnis der Saudis zu Iran gehen. Saudi Arabien und die dort herrschende Königsfamilie der Saud spielen im Nahen Osten eine wichtige doch sehr widersprüchliche Rolle. Auf der einen Seite bescheren die nach wie vor üppig sprudelnden Ölquellen dem Land unermessliche Dollareinnahmen. Auf der anderen Seite kommt das Geld nicht wirklich der Bevölkerung zugute sondern fließt zum größten Teil in die Taschen der Königsfamilie deren zahlenmäßige Größe, bei mehreren tausend Prinzen, kaum zu überscheuen ist.

Das saudische Königshaus lässt sich gerne als Beschützer der islamischen Heiligtümer Mekka und Medina sowie als edle und wohltätige Herrscher feiern. Doch 29% der Saudis sind nach wie vor Analphabeten und im Land herrscht mit der sunnitisch-wahhabitische Variante des Islam eine der reaktionärsten Auslegungen des Korans. Öffentliche Hinrichtungen sind an der Tagesordnung und die überall präsente Geheimpolizei verbreitet Angst und Schrecken. Die Bibel ist verboten und darf nicht gelesen werden. Für Frauen gilt Schleierzwang und für Deutschland unvorstellbar; es ist ihnen noch nicht einmal erlaubt selbständig Auto zu fahren.

Gleichzeitig unterstützt das Königshaus die weltweite Ausbreitung der Saudi- Arabischen Variante der Koranauslegung. Für mehrere Milliarden Dollar wurden auf der ganzen Welt Moscheen und Koranschulen gebaut, in denen natürlich nur der sunnitisch-wahhabitische Islam vertreten und gelehrt wird. Große Angst haben die Saudis davor das es in ihrem Land zu ähnlichen zuständen wie im Iran kommt. Dies ist vor allem historisch begründet, da die Saudis Sunniten und die Iraner Schiiten sind, und sich beide Glaubensrichtungen bekämpfen wie die Katholiken und Protestanten in Deutschland während des 30 Jährigen Krieges.

Die Bevölkerung ist gespalten.
Viele sind unzufrieden mit der aktuellen Situation und ein großer Teil will Reformen. Doch die einen Sympathisieren mit einer islamischen Republik, andere wollen eine Demokratie nach westlichen Vorbild und viele der Nutznießer der augenblicklichen Situation wollen im großen und ganzen alles so lassen wie es ist.

So herrscht in Saudi Arabien große Angst vor einer revolutionären Lage, die dann dazu führen könnte das ein Regime nach Iranischen Vorbild errichtet und die Herrscherfamilie aus dem Land gejagt wird.
Obendrein herrscht panische Angst vor einem Iran das die Atombombe besitzt und damit noch mehr Einfluss im Nahen Osten ausüben könnte. So sind es vor allem die Saudis die momentan Präsident Bush harte Haltung gegenüber dem Iran unterstützen.


So existiert im Augenblick die paradoxe Situation, dass auf der einen Seite Saudi Arabien weltweit radikale Sunniten unterstützt und parallel dazu der Iran die radikalen Schiiten.
Im Irak - der genau zwischen dem Iran und Saudi Arabien liegt, und in dem sowohl Sunniten wie auch Schiiten leben - kommt es inzwischen zu einer Art Stellvertreter Krieg der beiden religiösen Fraktionen. Dieser Guerilla- Krieg der mit unglaublicher Grausamkeit geführt wird ist einer der Gründe warum der Irak nicht zur Ruhe kommt.

Beide Fraktionen kämpfen mit allen Mitteln um die absolute Macht und wollen verhindern, dass die jeweils andere Partei an Stärke und Einfluss gewinnt. In Palästina führt diese Feindschaft zu dem Ergebnis das im Gazastreifen die von Iran unterstütze Hamas und im Westjordanland die von Saudi Arabien unterstützte Fatah regiert. Und zu guter letzt darf nicht vergessen werden, dass es natürlich auch um die Kontrolle der Ölvorkommen des nahen Osten und um die Verteilung der daraus resultierenden Einnahmen geht.

Es ist also ein Gast zu Besuch in Deutschland, der unermesslich reich ist und der offiziell jede Art des Terrors verurteilt. Doch gleichzeitig nutzt dessen vielköpfige Familie diesen Reichtum um weltweit eine Ultra konservative und reaktionäre Variante des Islam zu verbreiten und im Namen dieser Religion den Terror zu unterstützen. Es logiert ein Gast im Adlon der jeden Tag mit der Angst aufwacht am Abend schon nicht mehr zu regieren oder das er den Tag gar nicht erst lebend überstehen wird.

Sollte man Vertreter derartiger Regimes eigentlich einladen? Leider muss man das, denn unsere Wirtschaft benötigt immer noch Öl und das zu moderaten Preisen. Außerdem müssen die gemäßigten Politiker, Intelektuelle und Religionsführer - die es auch in Saudi Arabien gibt – unterstützt und gefördert werden um eine weitere Eskalation der Gewalt im Nahen Osten zu verhindern.

Dies kann nur erreicht werden wenn die Beziehungen zu Ländern wie Saudi Arabien intensiviert und ausgebaut werden.

Guido Gabriel
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