(openPR) Die Wirtschaft in Saudi Arabien boomt. „Saudi-Arabien - Sonnige Aussichten“ so lautete der treffende Titel der Präsentation des Hauptreferenten, Dr. Gerd Doepfner, Delegierter der Deutschen Wirtschaft in Riad, auf der Veranstaltung der Ihk-München und Oberbayern am 07.09.2007. Saudi-Arabien, der weltweit größte Erdölproduzent, setzt verstärkt auf die eigene Landesentwicklung und wird insgesamt 624 Milliarden US Dollar in die Diversifizierung der saudischen Wirtschaft investieren.
Hier sieht Doepfner wachsende Chancen für den deutschen Mittelstand, sich an verschiedenen Projekten zu beteiligen, auch wenn der Einstieg für mittelständische Unternehmen schwieriger ist, als für Groß-Konzerne, deren Auftragslage bis zu einer Milliarde Euro und mehr umfassen kann. Die wirtschaftliche Öffnung des Landes (jedoch nicht die politische Öffnung) vollzieht sich laut Doepfner seit dem WTO Beitritt im Jahr 2005 in raschen Schritten, was einen Markteintritt im Königreich Saudi-Arabien zunehmend erleichtere. Dennoch warnt der Delegierte der deutschen Wirtschaft vor allzu großen Hoffnungen auf einen schnellen Geschäftsabschluss, im Gegenteil, ein gründliches Kennenlernen der Geschäftspartner mit mehrmaligen gegenseitigen Besuchen vor Ort sei eine der Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches geschäftliches Engagement. Für deutsche Unternehmer und Unternehmerinnen, die an einem Einstieg in den saudischen Wirtschaftsmarkt interessiert sind, stellt die AHK in Riad eine wichtige Anlaufstelle dar; sie bietet den Interessenten Kontaktaufnahme, Vermittlungen und Markterkundungsreisen an.
Der aus Riad eingeflogene saudische Gastredner, Fahd al Rasheed, Deputy Governor for Economic Cities SAGIA (Saudi Arabian General Investment Authority), erläuterte das Konzept der geplanten bzw. im Bau befindlichen Mega-Cities wie beispielsweise King Abdullah City oder Knowledge Economic City, die als gigantische Wirtschaftszentren eine neue Schwerpunktsetzung der saudischen Wirtschaft bedeuten. Aus diesem Grund, so Al Rasheed, werde sich der saudische Index des IFC´s „Doing Business 2007“ Ranking vom derzeitigen Platz 38 von 175 Ländern voraussichtlich noch bis zum Jahresende entscheidend verbessern.
Erfahrungsberichte deutscher Unternehmer in Saudi-Arabien (Linde, INCOPA) gaben Einblick in die Praxis vor Ort und rundeten die informative Veranstaltung der Münchner Industrie- und Handelskammer ab. Alexander Hoeckle, stellvertretender Geschäftsführer Außenwirtschaft der Ihk-München, wies abschließend auf die Bedeutung interkultureller Trainings hin.
Das nächste Training "Fit für die Golfstaaten" findet mit der Bestseller-Autorin und Trainerin Dr. Sylvia Ortlieb ("Business-Knigge für den Orient. Mit Kulturkompetenz zu wirtschaftlichem Erfolg") am 25.10.07 in der Ihk-Akademie München statt. http://www.ihk-muenchen.de/internet/mike/veranstaltungen/VDetail.jsp?eventid=00m-0000e9-000&b=b
Weitere Infos http://www.ahk.de/bueros/s/saudi/index.php









