(openPR) Die jemenitische General Investment Authority (GIA) hat vom 18.-20. Mai 2009 in Kooperation mit der Arab-German Chamber of Commerce and Industry (Ghorfa), der jemenitischen Botschaft in Deutschland und der GTZ eine Wirtschaftsdelegationsreise nach Frankfurt, München und Nürnberg organisiert, um bilaterale Beziehungen auf wirtschaftlicher und politischer Ebene zu fördern sowie Investitionschancen aufzuzeigen.
Der Moderator, RA Dr. Florian Amereller, 2. Vize-Präsident der Ghorfa, begrüßte im Münchener Charles Hotel den Botschafter der Republik Jemen, H. E. Dr. Mohammed Lutf Mohammed Al-Eryani, den Chairman der General Investment Authority (GIA), H. E. Salah M. S. Al-Attar, sowie die ca. 40 anwesenden deutschen und jemenitischen Unternehmer und wies als anerkannter Fachexperte der Region auf die guten, freundschaftlichen und ökonomischen Beziehungen Deutschlands mit dem Jemen hin, dessen historische Bedeutung und Reichtümer bereits bei den Römern zu seinem Beinamen Arabia Felix, das glückliche Arabien, geführt hatte.
H. E. Al-Attar informierte mit einer anschaulichen Präsentation über Wirtschaftsreformen und Investitionserleichterungen seines Landes. So hätten die im Rahmen des WTO-Aufnahmeprozesses und der angestrebten Vollmitgliedschaft im Golfkooperationsrat erforderlichen Umstrukturierungsmaßnahmen zur Vertiefung der Demokratisierungsprozesse, einer umfassenderen Verständigung auf die Nationale Reform Agenda, zu einer weiter führenden Liberalisierung und Privatisierung der Wirtschaft, zur Berücksichtigung der Sicherheitsfrage und zu einer Verbesserung des Investionsklimas geführt. Im Bereich Good Governance und Rechtssicherheit seien Fortschritte zu verzeichnen.
Der jemenitische Markt könne für deutsche Investoren auch auf Grund seiner Größe (23 Millionen Einwohner), der geringen Produktionskosten und einer vereinfachten Firmenregistrierung für deutsche Investoren attraktiv sein. Wesentlich besser aufgestellt sei der Jemen im Vergleich zu den VAE in der Eigentumsfrage ausländischer Investoren: Im Jemen seien diese mit einheimischen Investoren gleichgesetzt, könnten 100%iges Eigentum erwerben und seien darüber hinaus bis zu 16 Jahren von den Steuern befreit.
Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem Bericht aus der Praxis von einem jemenitischen Unternehmer, der die Geschäfts- und Kooperationsmöglichkeiten auslotete.
In der abschließenden Diskussionsrunde konnte übereinstimmend festgestellt werden, dass ein Beitrag Deutschlands nicht nur hinsichtlich der Intensivierung von wirtschaftlichen Verflechtungen, sondern auch für eine verbesserte Perzeption des Landes Jemen wünschenswert wäre.










