(openPR) Abu Dhabi, 28.05.09: Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich dazu erschlossen, nicht an der geplanten Währungsunion der Golfstaaten teilzunehmen.
Die gemeinsame Währung, die den Namen „Chalidsch“ tragen sollte, ist mit dem Euro vergleichbar. Die VAE wollen nun jedoch vorerst an ihrer vertrauten Währung „Dirham“ festhalten. Der Grund für den Rückzug der VAE ist im jahrelangen heißblütigen Streit mit Saudi-Arabien zu suchen.
Streitthema war hierbei der Sitz der Zentralbank der geplanten Union. Der Kooperationsrat des Golfes hatte nach jahrelangen Streitigkeiten nun bestimmt, dass die Zentralbank ihren Sitz in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad haben soll. Im Vergleich zu den Weltmetropolen Abu Dhabi und Dubai kann Riad jedoch keinesfalls in Punkto internationaler Wichtigkeit mithalten. Laut Insidern sei die Entscheidung des Zentralbankbaus auf den heftig ausgeübten politischen Druck Riads zurückzuführen.
Abdel Khaleq Abdullah, Politikwissenschaftler der Nachrichtenagentur Reuters, äußerte sich zu der Thematik wie folgt: „Die Emiratis sind wütend auf die Saudis. […] Sie haben den Big Brother gespielt und Entscheidungen diktiert.“
Der Chef des Brokers Shuaa Securities, Mohammed Jasin, meinte hierzu: „Es ging mehr um die Art und Weise, wie die Entscheidung fiel, und nicht, wo der Sitz sein sollte.“
Ohne die VAE scheint es nun kaum noch möglich zu sein, die Währungsunion durchführen zu können, denn die VAE gelten als die zweitstärkste Volkswirtschaft der gesamten Golfregion.
Die HalloAbuDhabi-Info: Die VAE, Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, Bahrain und Oman sind die sechs Staaten des Golf-Kooperationsrates. 2001 beschlossen diese Mitglieder des Rates eine gemeinsame Währung hervorzubringen.
Politische Unstimmigkeiten brachten allerdings schon von Anfang an Probleme mit sich: Oman sagte sich bereits 2006 vom Währungsplan los, die VAE zogen nun nach.
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