(openPR) Im Mittelpunkt des inzwischen schon zu einer guten Tradition gewordenen Forums der Handwerksjunioren, das jedes Jahr im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse in München stattfindet, stand in diesem Jahr ein „Generationenforum“. Teilnehmer waren Dr. Hans-Jochen Vogel, ehemaliger Bundesjustizminister und Vorsitzender der SPD, Staatssekretär a. D. und MdB Ernst Hinsken (CSU), Dr. Rainer Reitzler, Vorstandsvorsitzender Münchner Verein Versicherungsgruppe, Alexander Dobrindt, MdB und wirtschaftspolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag sowie als Moderator Dr. Roman Leuthner, Chefredakteur des Handwerkmagazins. Mit ihnen diskutierten rund 150 Handwerksjunioren auf einer Aktionsbühne in Halle B 3 auf der IHM.
Nach der Begrüßung und Vorstellung der Gäste durch Carsten Röttgers, Bundesvorsitzender der Handwerksjunioren, verdeutlichten die Teilnehmer ihre Sichtweise zu den Problemen des Generationenvertrages und der demographischen Entwicklung:
Dr. Hans-Jochen Vogel skizzierte die gesellschaftspolitische Bedeutung und die soziale Dimension mit ihren Auswirkungen auf den Generationenvertrag, der sich zu einem Generationenkonflikt herausbilden könnte. Ernst Hinsken erläuterte die mittelstands- und steuerpolitischen Fragen, wobei er auch das Thema Erbschaftsteuer ansprach. Dr. Rainer Reitzler führte in die Diskussion die demografischen Fakten ein und skizzierte den Weg, den die Gesellschaft in den kommenden Jahren nehmen wird. An diesen Tatsachen würden Staat, Gesellschaft und jeder Einzelne nicht vorbeikommen und es gelte, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Alexander Dobrindt sprach die Probleme beim Betriebsübergang und Generationswechsel in Unternehmen des Handwerks an. Nur wenn dieser Generationswechsel auch in Zukunft unter veränderten demografischen Bedingungen gemeistert werden kann, hat das Handwerk Zukunft.
In der Diskussion wurde die Frage gestellt, ob man nicht zu spät auf die Entwicklungen reagiere, die Zeichen der Zeit nicht früher hätte erkennen und die Sozialsysteme zukunftssicher machen könne. Dabei wurde auch die Möglichkeit einer Steuerfinanzierung angesprochen und der Weg der Haushaltspolitik vorgezeichnet, der durch das Sinken der Anzahl der Steuerzahler die angespannte Haushaltssituation in Bund, Ländern und Kommunen verschärfen wird. Neben steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Fragestellungen wurde in der Diskussion auch auf das Thema Bildung eingegangen: Die schon heute absehbare demografische Entwicklung führt zu einem deutlichen Rückgang bei den Lehrlingen und damit von zukünftigen Fachkräften, wobei bereits heute ein Fünftel der Lehrstellenbewerber nicht ausbildungsfähig sind.
Kontrovers wurde diskutiert, ob eine kinderfreundliche Gesellschaft durch die Schaffung von Krippenplätzen und der Einführung des Elterngelds, wie es die gegenwärtige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen propagiert, ausreichen werde.
Siehe auch beigefügtes Foto (GHM/Loske).
Alexander Kropp, Pressesprecher des BV der Handwerksjunioren
Junioren des Handwerks e.V.
Bundesvorstand
Haus des Deutschen Handwerks
Mohrenstraße 20/21
10117 Berlin











