openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Der Sozialticker zu: Desaströse Vermittlung in Arbeit

01.10.200623:18 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Der Sozialticker zu: Desaströse Vermittlung in Arbeit
Der Sozialticker - kritisch fordernd unabhängig
Der Sozialticker - kritisch fordernd unabhängig

(openPR) Zentrale der BAZiel der Arbeitsmarktreform ist es bzw. sollte es gewesen sein, die Vermittlung in Arbeit effektiver zu gestalten. Dazu hat der Sozialticker - knapp 2 Jahre nach Einführung dieser Gesetze, eine Umfrage zur Vermittlung in Arbeit gestartet, welche ein erschütterndes Ergebnis offenbart. In dieser Umfrage ging es speziell um die Arbeitsangebote, welche von den Agenturen an die Erwerbslosen ausgeteilt werden sollten und medial vom Arbeitsministerium und der Bundesagentur für Arbeit als pompöse Werbung für diese Reformen genutzt wurde.



Erschreckendes Ergebnis der Umfrage:

* Bisher haben 82 Prozent aller Arbeitslosen innerhalb eines Jahres noch gar kein Angebot von ihren Arbeitsverwaltungen bzw. Arbeitsvermittlern erhalten.
* In 17 Prozent der Fälle, wurde nur eine sehr geringe Anzahl von Arbeitsangeboten unterbreitet. So erhielten die Erwerbslosen innerhalb des letzten Jahres wenigstens 1 - 5 Angebote von ihren Fallmanagern.
* Nur 1 Prozent der Betroffenen gab an, mehr als 5 Angebote bekommen zu haben.

Diese Umfrage kennzeichnet einen Jahreszeitraum, sowie den verbitterten Versuch - Erwerbslose in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen und zeigt im niederschmetternden Ergebnis die Unfähigkeit von Verwaltungen auf, welche die gesetzlich geforderten Traumziele der Politik in die Realität umzusetzen sollten - nach dem Motto: Koste es was es wolle … wir brauchen sinkende Arbeitslosenzahlen. Vom Aufschwung kann bei solchen Vermittlungsbemühungen seitens der Ämter wohl keiner mehr sprechen. Auf eine Anfrage beim Ministerium für Arbeit, warum solche Zustände in der Arbeitsvermittlung immer noch bestehen, antwortete Jeane Gehn, Kommunikationscenter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales:

" Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Zuschrift, die ich gern an die zuständige Fachabteilung weiterleiten möchte. Um Ihnen baldmöglichst die gewünschte Antwort zukommen lassen zu können, benötige ich jedoch Ihre postalische Anschrift. Bitte ergänzen Sie daher den Vorgang mit Ihren Absenderangaben und senden ihn erneut komplett ab. Dieses Schreiben ist im Auftrag und mit Genehmigung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales durch das Kommunikationscenter erstellt worden und dient Ihrer Information.

Mit freundlichem Gruß
Jeane Gehn Kommunikationscenter
Bundesministerium für Arbeit und Soziales"


Eine detaillierte Antwort zur Thematik blieb wie erwartet bis heute aus. Auch eine Anfrage an die Hauptverwaltung in Nürnberg, wird bisher mit “stillschweigen” beantwortet. Man kennt also die Situation die miserablen Lage und möchte diese noch weiter verschärfen, aber nicht kommentieren, denn wo nichts zu vermitteln ist bzw. vermittelt werden kann, sollte auch keiner sanktioniert werden. Aber genau an diesem Punkt erwachen plötzlich die Politiker und Arbeitsverwaltungen mit Propagandawellen und warnen die Erwerbslosen, welche angebotene Jobs nicht annehmen wollen - mit der vollen Härte des Gesetzes.

Nur welche Jobs das sein sollen, wurde nicht erwähnt. Ein “Fördern und Fordern” kann somit ausgeschlossen werden. Welchen Sinn dieser “finanzielle Blödsinn” noch macht, spiegelt sich bei den steigenden Kosten vom Arbeitslosengeld II wieder. Diese steigen unaufhaltsam mit dem Glauben an die Vermittlung in Arbeit.

Genauso erschreckend ist die gegenseitige Mitwirkung von Optionskommunen und der Bundesagentur für Arbeit. Erst mit einer Klage vor dem Sozialgericht Fulda wurde die BA dazu verpflichtet, die bis dahin nur im Verwaltungsbereich der BA befindlichen Stellenangebote auch für die Optionskommunen frei zur Verfügung zu stellen. Eine direkte Übermittlung dieser Daten an die 69 bundesweit zugelassenen Optionskommunen, die im Wege einer Erprobung alleine für die Betreuung von Langzeitarbeitslosen verantwortlich sind und in diesem Rahmen auch die Aufgabe der Vermittlung von Langzeitarbeitlosen von der Bundesagentur übernommen haben, wurde bisher von der Bundesagentur unter Hinweis auf den Schutz von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen des Arbeitgebers abgelehnt.

http://www.sozialticker.com/sozialgericht-fulda.html

Wie dumm nur, dass aber bis heute der Großteil der Optionskommunen nicht über die technischen Voraussetzungen verfügen, diese Daten auch auszuwerten und den Leistungsempfänger von ALG II , werden , sofern sie sich beim Stelleinformationssystem (SIS) der Agentur für Arbeit vor Ort erkundigen, von den dortigen Sachbearbeitern abgewiesen, da diese laut dem SGB - nicht mehr in deren Verantwortung stehen.

Desaströse Vermittlung in Arbeit ist mit Sicherheit nur die Spitze des Eisberges, denn was viele immer noch nicht wissen: Wichtige Informationen (Arbeitsmarktzahlen) von den 69 Optionskommunen fließen bis heute auch noch nicht in die monatlichen Berichterstattungen zur Lage am Arbeitsmarkt ein. Ebenfalls werden Erwerbslose - die in Hunderttausende und mehr "Ein Euro Jobs" gedrängt wurden - oder welche , die sich ebenfalls in unzähligen Maßnahmen, wie Bewerbertraining … etc. befinden, nicht mehr als “arbeitslos” in der Statistik geführt.

Verblüffend am Arbeitsmarkt ist zu beobachten: Die Anzahl der neu geschaffenen Maßnahmen und EEJ Stellen ist proportional zum Rückgang der Arbeitslosenzahlen!

Weitere Informationen, Tipps und aktuelle Urteile finden Sie auf: http://www.sozialticker.com

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 102215
 239

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Der Sozialticker zu: Desaströse Vermittlung in Arbeit“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Sozialticker

Bild: Erntehelfer aufgepasst - Erfahrungsberichte gesuchtBild: Erntehelfer aufgepasst - Erfahrungsberichte gesucht
Erntehelfer aufgepasst - Erfahrungsberichte gesucht
4,78 Euro die Stunde der gesetzliche Mindestlohn und Arbeitszeiten von 12 Stunden ( ab 6 oder 7 Uhr auf dem Feld, Feierabend gegen 18 Uhr, zwischendurch zwei Stunden Mittagspause) bei einer 5 - 6 Tage Woche - Arbeitsbedingungen die ans Mittelalter erinnern. Wer möchte da bei sommerlichen Temperaturen von mehr als 30° nicht gerne ca. 1000 Euro brutto im Monat verdienen? Vielfach wird aber berichtet, das diese Verdienste nur dann erreicht werden, wenn die Erntehelfer, die vom Landwirt gesetzten Mindestmengen in guter Qualität einbringen. Bei …
Bild: Der Sozialticker zu: Umzug - aber nicht für Hartz IV EmpfängerBild: Der Sozialticker zu: Umzug - aber nicht für Hartz IV Empfänger
Der Sozialticker zu: Umzug - aber nicht für Hartz IV Empfänger
Sie sind ALG II Empfänger? Dann haben Sie schlechte Karten, wenn Sie glauben - z.B. in München - durch bessere Aussichten auf einen Arbeitsplatz einfach umziehen zu können, oder eventuell in Frankfurt sich nieder zu lassen … oder überall und nirgends. Leider gestattet das Sozialgesetz keinem ALG II Empfänger, einfach seinen Wohnort zu wechseln. Gefangen im Hartz IV Käfig ! Diese Erfahrung mussten schon viele “Wandervögel” machen, als nach dem erfolgten Umzug - der Gang zum Amt, ein Gang in die Obdachlosigkeit war - wo der Versuch die Kosten…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Ergebnis der Sozialticker Leserumfrage: Was erwarten Sie von Änderungen bei Hartz IV?Bild: Ergebnis der Sozialticker Leserumfrage: Was erwarten Sie von Änderungen bei Hartz IV?
Ergebnis der Sozialticker Leserumfrage: Was erwarten Sie von Änderungen bei Hartz IV?
… hätte man der Reform noch Voodoo - Zauberformeln beifügen sollen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Jedoch hat der Sozialticker auf www.sozialticker.com berichtet, dass die Kostenexplosion in erster Linie aus den erhöhten Verwaltungskosten entspringt (http://www.sozialticker.com/der-sozialticker-hat-nachgerechnet.html). Selbst ein privates Forschungsinstitut …
Bild: Der Sozialticker zu: Arrangierte Arbeitslosigkeit - Propagandawelle der Regierung?Bild: Der Sozialticker zu: Arrangierte Arbeitslosigkeit - Propagandawelle der Regierung?
Der Sozialticker zu: Arrangierte Arbeitslosigkeit - Propagandawelle der Regierung?
… welcher dem Minister die notwendige Rückendeckung verleihen wird. Ziel von Hartz IV war ja nicht gewesen, dass sich diese Menschen “in der Arbeitslosigkeit einrichten”. Da muss der Sozialticker dem Minister völlig Recht geben, denn es nervt schon sehr, wenn man morgens halb 10 Uhr in Deutschland vom quietschen der “Sozialen Hängematte” geweckt wurde …
Bild: Der Sozialtickertest: Stellensuche per Zeitungsinserat - ein SchockBild: Der Sozialtickertest: Stellensuche per Zeitungsinserat - ein Schock
Der Sozialtickertest: Stellensuche per Zeitungsinserat - ein Schock
… Internet oder Printmedien die nötige Informationen zu besorgen. Also gut, dann informiert wir uns doch mal in den Printmedien! In mehreren großen Tageszeitungen, hat der Sozialticker ca. 40 angeblich vorhandene Stellenangebote zum Test ausgewählt. Der Sozialticker machte sich die Arbeit und rief bei allen angegebenen Festnetznummern der Anbieter an. Dabei …
Bild: Der Sozialtickertest: Bewerbungen per Zeitungsinserat IIBild: Der Sozialtickertest: Bewerbungen per Zeitungsinserat II
Der Sozialtickertest: Bewerbungen per Zeitungsinserat II
Der Sozialticker beobachtete erneut den Arbeitsmarkt per Zeitungsannonce und hatte bereits schon im ersten Teil [**1] darüber ausführlich berichtet, dass die Inserate nicht immer das versprechen, was die Aufmachung beim ersten Anschein verspricht. Auch diese Woche wurden viele Arbeitsangebote aus den größten Printmedien unter die Lupe genommen. Diesmal …
Bild: Der Sozialticker informiert: Resignieren die Argen bei der Arbeitsvermittlung?Bild: Der Sozialticker informiert: Resignieren die Argen bei der Arbeitsvermittlung?
Der Sozialticker informiert: Resignieren die Argen bei der Arbeitsvermittlung?
… vor, “ihre Unfähigkeit zur Lösung der arbeitsmarktpolitischen Probleme” auf Langzeitarbeitslose abzuwälzen. Quelle: Freenet ( http://www.freenet.de ) Nachdem der Sozialticker in der Berichterstattung zur desaströsen Vermittlung in Arbeit bereits geschildert hatte ( http://www.sozialticker.com/desastroese-vermittlung-in-arbeit.html ), wie es derzeit …
Bild: Problemfall Artikel 12 des GrundgesetzesBild: Problemfall Artikel 12 des Grundgesetzes
Problemfall Artikel 12 des Grundgesetzes
… es noch immer nicht verstanden haben. “Jeglicher Gedanke einer Sanktion in Verbindung mit Arbeitsaufnahmen, verstößt gegen das Grundgesetz und zeigt deren wahres Gedankengut.” mahnt der Sozialticker. Weitere Informationen auf http://www.sozialticker.com ------------------------------------------------------------------------------------------------
Bild: Der Sozialticker zu: Die Angst geht um bei den Sachbearbeitern der ArgenBild: Der Sozialticker zu: Die Angst geht um bei den Sachbearbeitern der Argen
Der Sozialticker zu: Die Angst geht um bei den Sachbearbeitern der Argen
… in Windeseile im Netz verbreitet und stehen somit Millionen von Hilfesuchenden zur Verfügung. Vielfach ist die rasante Verbreitung, zu der sich mittlerweile auch der Sozialticker zählen darf, für Sachbearbeiter und Argen ein wirkliches Problem. Ihren Schulungen hinterherhinkend und noch mit dem alten BSHG vertraut, wehren sich mehr Hilfesuchende mit …
Rot-grüner Schock in Berlin half ÖVP in Wien - Österreich weiterhin ein verlässlicher Partner
Rot-grüner Schock in Berlin half ÖVP in Wien - Österreich weiterhin ein verlässlicher Partner
… Österreich weiterhin ein verlässlicher Partner im Hinblick auf die historische Aufgabe der Erweiterung und der Erarbeitung einer europäischen Verfassung. Sicherlich hat auch die desaströse Politik von Rot-Grün in Berlin die Wähler in Österreich davon abgehalten, diesen offensichtlich gescheiterten Versuch auch in Österreich zu etablieren. Die Europäische …
Bild: Der Sozialticker zu: Praktikanten - Missbrauch kostenloser ArbeitskräfteBild: Der Sozialticker zu: Praktikanten - Missbrauch kostenloser Arbeitskräfte
Der Sozialticker zu: Praktikanten - Missbrauch kostenloser Arbeitskräfte
… die plötzlich als „zusätzlich” deklariert wird, es deshalb noch lange nicht, sie wurde nur (zeitlich) vorgeschoben, und wenn der Anstrich außer Material nichts kostet, möchte der Sozialticker das Unternehmen sehen, das da nicht zugreift, und diese Arbeit als plötzlich „zusätzlich” deklariert und sich den Missbrauch von Praktikanten / EEJ ins Haus holt. …
Bild: Der Sozialticker zu : Bei Eigeninitiative - Geld gestrichen!Bild: Der Sozialticker zu : Bei Eigeninitiative - Geld gestrichen!
Der Sozialticker zu : Bei Eigeninitiative - Geld gestrichen!
… gestrichen. Jobcenterchef Kanter: “Wenn eine Arbeit abgelehnt wird, müssen wir sanktionieren”. Zum Fall, wolle er sich nicht weiter äußern. Würde dem Sozialticker auch wundern. Weitere Informationen, Tipps und Urteile finden Sie auf: http://www.sozialticker.com ------------------------------------------------------------------------------------------------
Sie lesen gerade: Der Sozialticker zu: Desaströse Vermittlung in Arbeit